Sie wurde 98 Jahre alt: Auschwitz-Überlebende Guttenberger gestorben | Politik

25.03.2024 - Pazartesi 18:25

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Sie wurde von den Nationalsozialisten entrechtet und in die Hölle von Auschwitz deportiert. Fast acht Jahrzehnte nach Kriegsende ist Elisabeth Guttenberger im Alter von 98 Jahren gestorben. Dies teilte der Landesverband Sinti und Roma Berlin-Brandenburg am Montag mit.

Man sei erschüttert und traurig über „den Verlust ihrer entschlossenen Stimme im gemeinsamen Kampf um Erinnerung, Anerkennung und Gleichberechtigung“, hieß es.

Guttenberger wurde nach Angaben des Verbands 1926 in Stuttgart geboren. Auf Grundlage der zur Diskriminierung von Minderheiten erlassenen „Nürnberger Gesetze“ der Nationalsozialisten wurde sie 1935 von Schule und Ausbildung ausgeschlossen. Sie musste Zwangsarbeit in einer Munitionsfabrik leisten und wurde schließlich 1943 in das Vernichtungslager Auschwitz deportiert. Dort musste sie als sogenannte Häftlingsschreiberin über die männlichen Sinti und Roma im KZ Buch führen.

Im Berliner Tiergarten ist eine Gedenkstätte für die im Nationalsozialismus ermordeten Sinti und Roma

Im Berliner Tiergarten ist eine Gedenkstätte für die im Nationalsozialismus ermordeten Sinti und Roma

Foto: Paul Zinken/dpa

Später schrieb Guttenberger einmal: „Man kann Auschwitz mit nichts vergleichen. Wenn man sagt: ‚Die Hölle von Auschwitz‘, dann ist das keine Übertreibung.“

Sie war zudem Zeugin bei den Auschwitz-Prozessen und engagierte sich jahrzehntelang für das Erinnern und die Gleichberechtigung von Sinti und Roma. 2002 gründete sie gemeinsam mit anderen den „Verein Bildung für Sinti und Roma in Ravensburg“.

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