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Vergiftet, Straflager, seit sechs Monaten in Einzelhaft | Politik
04.04.2024 - Perşembe 06:31
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„Durch das Gitter oben kann man den Himmel sehen.“
Das schreibt Wladimir Kara-Mursa (42). Er ist einer der wichtigsten Oppositionspolitiker Russlands – und wurde deshalb vom Putin-Regime zu 25 Jahren Haft verurteilt. Alles, was ihm an Kommunikation bleibt, sind Briefe, die ihn trotz der strengen Auflagen erreichen.
BILD ist es gelungen, in einen solchen Briefverkehr mit Kara-Mursa zu treten. Auf unsere Fragen antwortet der Journalist offen und präzise, schildert das beklemmende Leben in der russischen Isolationshaft.
Ziemlich genau ein Jahr ist es her, dass das russische Regime den Journalisten Wladimir Kara-Mursa (42), der zuvor zwei Giftanschläge überlebte, verurteilte. Seit einem halben Jahr ist er im Straflager der Stadt Omsk. Dort, 2500 Kilometer von Moskau entfernt, fristet er seine Tage in einer drei mal vier Meter großen Zelle, völlig isoliert von der Außenwelt und von den anderen Gefangenen.
Seit seiner Verhaftung vor zwei Jahren hat er ein einziges Mal mit seiner Frau telefonieren können, seine Kinder waren zweimal am Telefon. Ansonsten: Stille. Auch von den anderen Häftlingen wird er ferngehalten.
Was nun folgt, sind Ausschnitte aus dem bewegenden Brief. Das schreibt Kara-Mursa über ...
... seine Isolationshaft
Einer der Leiter der Omsker Kolonie Nr. 6 sagte mir ganz offen: „Wir lassen dich nicht ins Lager, da steckst du die Leute mit deinen Ansichten an.“ Dabei handelt es sich natürlich nicht um eine lokale Initiative, sondern um eine allgemeine Anweisung gegenüber politischen Gefangenen, die von den Behörden als besonders gefährlich eingeschätzt werden.
Unter der Zimmerdecke befindet sich ein kleines vergittertes Fenster. Das Bett wird vom Aufstehen bis zum Schlafengehen an der Wand befestigt. Den ganzen Tag laufe ich entweder in der Zelle herum oder sitze auf einer schmalen Bank am Tisch. Die einzigen sinnvollen Tätigkeiten sind hier Briefe, die zusammen mit Schreibmaterial für eine beschränkte Zeit zur Verfügung gestellt werden, und das Lesen.
Ich verlasse meine Zelle nur für anderthalb Stunden am Tag, wenn ich im Innenhof des Gefängnisses „laufe“ (nur im Kreis). Der Hof ist nicht viel größer als das Zimmer, aber durch das Gitter oben kann man den Himmel sehen. Und jetzt, wenn die Sonne öfter rauskommt, kommen manchmal Katzen auf mein Dach – und ich rede mit ihnen durch das Gitter.
Kara-Mursas Frau Evgenia mit dem gemeinsamen Sohn Daniil
Rückblick: In seinem früheren Leben liebte Kara-Mursa die Freiheit. Er arbeitete zunächst als Journalist für einen russischen Fernsehsender in den USA, engagierte sich politisch in seiner Heimat, arbeitete für die Stiftung „Open Russia“ des Kremlkritikers Michail Chodorchowski.
Sein früheres Leben hat er lange hinter sich gelassen. Seine Frau und seine drei Kinder leben aus Sicherheitsgründen in den USA. Der Kontakt wird ihm untersagt. „Rache nicht nur an politischen Gegnern, sondern auch an deren Familien zu üben, gehört ebenfalls zur sowjetischen Tradition“, schreibt er.
... den Tod von Alexei Nawalny
In meiner Zelle läuft vom Aufwachen bis zum Schlafengehen (von 5 bis 21 Uhr) ständig das Radio. Normalerweise läuft da russische Popmusik und einmal in der Stunde auch Nachrichtensendungen.
Natürlich sind die Nachrichten ausschließlich offiziell – Putins nächste Reden; ein neues in der Staatsduma erfundenes Verbot; Berichte über die Erfolge der russischen Landwirtschaft und so weiter. Da es unmöglich ist, das Radio abzuschalten, versuche ich, es gedanklich abzuschalten wie eine Art Außengeräusch.
Und plötzlich, am Freitagabend, den 16. Februar, ertönte durch dieses Geräusch ein in unseren offiziellen Medien verbotener Nachname, den ich in zwei Jahren Gefängnis noch nie im Radio gehört hatte.
Natürlich bin ich sofort zum Funkpunkt gesprungen. Und dann – einige völlig undenkbare Worte: „Bewusstlosigkeit nach der Rückkehr von einem Spaziergang“; „Dann kam der Tod“. Und nach dieser Erwähnung im Radio – nichts, wieder eine völlig leere Amtssprache, als wäre nichts passiert. Ich habe das ganze Wochenende wie vernebelt verbracht.
Erinnerungen an längst vergangene Zeiten: Kara-Mursas Frau Evgenia zeigt Journalisten ein gemeinsames Bild auf ihrem Smartphone
Kara-Mursa und Nawalny teilen einige biografische Gemeinsamkeiten. Wie einst Nawalny gehörte Kara-Mursa zu den wichtigsten oppositionellen Stimmen in Russland. Wie Nawalny überlebte Kara-Mursa die Mordversuche des russischen Geheimdienstes. Und wie Nawalny bezahlte er für sein politisches Engagement mit seiner Freiheit.
... die Angst vor dem Tod
In meiner Situation wäre es wahrscheinlich seltsam, Angst zu haben. Ich bin seit mehr als 20 Jahren in der russischen Politik und habe all diese Jahre in Opposition zum Putin-Regime gestanden.
Wir kennen den Preis der abweichenden Meinung im heutigen Russland. Mein Freund, Lehrer und Pate meiner Tochter, Boris Nemzow, wurde vor neun Jahren auf der Brücke genau vor dem Kreml erschossen.
Ich selbst wurde zweimal von FSB-Offizieren vergiftet (von denselben Leuten, die 2020 Alexej Nawalny vergiftet haben). Viele meiner Kollegen und Genossen sitzen jetzt wie ich im Gefängnis, weil sie sich Putin und seinem Krieg in der Ukraine widersetzt haben. Wir verstehen vollkommen, dass die Regierung mit uns alles machen kann, was sie will.
Seit Jahren kämpft Evgenia Kara-Mursa für die Freilassung ihres Mannes
... das, was ihn stark macht
Vor vielen Jahren habe ich einen Dokumentarfilm über sowjetische Dissidenten gedreht und unter anderem Wladimir Bukowski gefragt, was ihm in Gefängnissen und Lagern geholfen hatte. Er antwortete: „Bewusstsein, dass ich recht habe.“
Ich dachte damals, dass das nur ein schöner Satz sei. Jetzt verstehe ich gut, wovon er sprach.
Ich weiß mit Sicherheit, dass – egal welche Wörter in den Gerichtsurteilen stehen und egal welche Gefängnisstrafen von Richtern in schwarzen Gewändern verkündet werden – ich recht habe und nicht diejenigen, die mich hierher gebracht haben.
Ich weiß, dass die Kriminellen diejenigen sind, die den Krieg begonnen haben und nicht diejenigen, die versuchen, ihn zu stoppen.
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