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Waffen, Erpressung, Mobbing an Schulen –Schock-Berichte unser Lehrer | Politik
06.04.2024 - Cumartesi 11:46
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Kinder haben Angst, in die Schule zu gehen.
Bei Markus Lanz schilderte Schulleiterin Anja Mundt-Backhaus von der IGS Stöcken aus Hannover am Donnerstagabend ihren Alltag. In der Runde saß auch Karin Prien (CDU), Bildungsministerin aus Schleswig-Holstein – und nickte zustimmend.
Für Talk-Gast und Soziologe Aladin El-Mafaalani „ein neues Phänomen“. Tatsächlich? In BILD klagen Lehrer seit Jahren, dass ihr Schulalltag die Hölle ist.
Los ging das im Jahr 2006 in Berlin – als 31 Lehrer der Rütli-Hauptschule aus dem Multikulti-Stadtteil Neukölln einen Hilferuf an die Senatsverwaltung schickten. Sie hatten genug vom Terror im Klassenzimmer und flehten, ihre Schule aufzulösen.
Seither berichtet BILD immer wieder über solche Hilferufe.
Teppichmesser in der Federmappe
Erst diese Woche schilderte Quereinsteigerin Marlies Barbara Lenz ihre Erfahrungen an der Mittelschule Reichenbach (Sachsen). „Ich hatte jeden Tag Angst vor dieser Schul-Hölle.“ Lenz unterrichte Migranten ohne Sprachkenntnisse. „Die Jungs prügelten dauernd aufeinander ein.“ Ein Schüler aus Venezuela hatte in seiner Federmappe ein Teppichmesser – angeblich zur Selbstverteidigung.
Marlies Barbara Lenz unterrichtete als Quereinsteigerin Migranten und hatte Angst vor ihren Schülern
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Erpressung mit Sex-Fotos an der Tagesordnung
Ende März schlug Gesamtschullehrerin Birgit Ebel aus Herford (NRW) in BILD Alarm, warnte vor „Verrohung der Kinder und Mobbing mit einer neuen Dynamik“ und berichtete, dass Mobbing in WhatsApp-Gruppen und Erpressung mit Sex-Fotos an der Tagesordnung sind.
Gesamtschullehrerin Birgit Ebel warnte in BILD vor Mobbing mit neuer Dynamik
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Welche Rolle Handys inzwischen spielen, schilderte diese Woche auch NRW-Innenminister Herbert Reul (CDU) bei der Präsentation der aktuellen Kriminalitäts-Statistik.
„Ich glaube aber auch, dass das Handy mit seinen Apps, die Erwachsene gar nicht alle kennen oder verstehen, etwas verändert hat“, so der Minister. „Wenn sich Videos geschickt werden, in denen eine Baby-Katze in einen Mixer gesteckt wird oder in Gruppen-Chats Videos aus dem Gazastreifen oder dem Ukraine-Krieg aufploppen, dann wird das Veränderungen bei den jungen Leuten bewirken. Dann stumpft man ab.“
[-->Münzwurf entschied über Leben oder Tod
Bereits im Januar meldete BILD, dass es 2022 an den Schulen in NRW 5400 Fälle von Gewalt gegen Mitschüler und Lehrer gab, 55 Prozent mehr als im Jahr zuvor. Trauriger Höhepunkt: Am 10. Januar 2023 wurde Deutschlehrerin Sabine K. (55, zwei Kinder) an einer Berufsschule in Ibbenbüren von einem 17-jährigen Schüler erstochen. Wie Oberstaatsanwalt Martin Botzenhard damals gegenüber BILD bestätigte, hatte der Täter mit einem Münzwurf entschieden, ob die Lehrerin leben oder sterben soll. Der 17-jährige Sinan Y. war für einen Tag von der Schule verwiesen worden und kehrte mit einem Messer zurück.
Für die getötete Lehrerin wurden Trauerkerzen aufgestellt
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Nach neun Monaten psychisch kaputt
Im Juni 2023 schilderte Quereinsteiger Andreas Matschke, warum er nach neun Monaten an der staatlichen Regelschule Weimar-Schöndorf (177 Schüler) psychisch kaputt war. Der Diplom-Wirtschaftsingenieur, der vorher über ein Jahrzehnt im Qualitätsmanagement gearbeitet hatte, berichtete von Angst und klagte über Respektlosigkeit, mangelnde Wertschätzung und einen aggressiven Umgangston.
„Ich war vorher praktisch nie krankgeschrieben“, erzählte Matschke, der nie gedacht hätte, dass Arbeit ihn so krank machen könnte.
Andreas Matschke war bis zu seinem Wechsel in den Schuldienst praktisch nie krankgeschrieben
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Auf dem Schulhof mit Steinen beworfen
Im März 2023 meldete die Polizei, dass auf dem Schulhof einer Regionalschule in Grabow (Mecklenburg-Vorpommern) drei Schüler (11, 11 und 12) von einem 14-Jährigen attackiert wurden. Ein 11-jähriger Junge erlitt durch einen Steinwurf Hämatome am Rücken und am Arm und musste vor Ort ambulant behandelt werden. Dem anderen 11-Jährigen schlug der Täter ins Gesicht. „Das Opfer erlitt Schwellungen“, sagte ein Polizeisprecher damals zu BILD. Ein 12-jähriger Junge, der vom Täter ebenfalls mit Steinen beworfen wurde, blieb unverletzt. Über die Motive des Täters konnte die Polizei keine Angaben machen.
[-->49 verletzte Schüler, Lehrer und Polizisten
Am 12. Oktober berichtete BILD über einen Zwischenfall in einer Gemeinschaftsschule im Berliner-Neukölln (750 Schüler, 100 Lehrer). Die Auseinandersetzung um einen Fußball endete mit 49 verletzten Schülern, Lehrern und Polizisten. Zwei Lehrer, die den Streit beenden wollten, wurden mit Reizgas besprüht und die Schulleiterin, die ihnen zu Hilfe eilte, geschubst. Selbst die Polizei wurde angegriffen. Der erwachsene Bruder, von einem der Beteiligten zu Hilfe gerufen, schlug einem Beamten ins Gesicht. Eine Lehrerin kam ins Krankenhaus. Alle anderen Verletzten wurden ambulant versorgt. Alle Täter hatten nach BILD-Informationen einen Migrationshintergrund. Die Schule wurde anschließend von Sicherheitskräften bewacht.
[-->„Viele Schulen sind im Grunde ein rechtsfreier Raum. Zwar gelten hier die Gesetze Deutschlands, sie werden aber teils einfach nicht umgesetzt“, sagte Rainer Wendt, Bundesvorsitzender der Deutschen Polizeigewerkschaft bereits am 7. Dezember 2023 in BILD.
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