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Orban-Attacke: „Deutschland ist nicht mehr Deutschland“ | Politik
22.06.2024 - Cumartesi 10:52
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Viktor Orban (61) zieht heftig über das heutige Deutschland her!
Der ungarische Regierungschef sagte, Deutschland sehe heute nicht mehr so aus wie vor zehn Jahren, sagte Orban am Freitag anlässlich seines Berlin-Besuchs und nach dem Treffen mit Bundeskanzler Olaf Scholz (66, SPD) dem staatlichen ungarischen Radiosender „Kossuth“.
Grund: die Migration.
Vor allem Geschmack und Geruch Deutschlands hätten sich laut Orban verändert: „Es schmeckt nicht mehr wie früher, es riecht nicht mehr wie früher, dieses ganze Deutschland ist nicht mehr das Deutschland, das unsere Großeltern und Eltern uns als Beispiel genannt haben.“
Nach dem EM-Spiel beider Länder reichen sich Orban und Scholz die Hand – Deutschland gewann 2 zu 0
„Eine bunte, veränderte multikulturelle Welt“
Frühere Generationen hätten zu ihren Kindern gesagt: „Sohn, wenn du fleißige Leute sehen willst, dann geh' nach Deutschland, wenn du gut organisierte Arbeit in Deutschland sehen willst, wenn du Ordnung sehen willst, dann geh' dorthin, wo es Ordnung gibt“, sagte Orban weiter.
Nun sei Deutschland hingegen „eine bunte, veränderte multikulturelle Welt“, in der Migranten „nicht länger Gäste“ seien. „Das ist eine sehr große Veränderung“, sagte der rechtspopulistische Regierungschef.
Harte Ampel-Kritik
Es gehe nicht länger darum, dass die Deutschen Migranten aufnehmen würden, „sondern dass linksgerichtete Regierungen im Schnellverfahren die Staatsbürgerschaft gewähren, Familienzusammenführung, was auch immer, Hunderttausende von Menschen“, sagte Orban. Wer dann die Staatsbürgerschaft erhalte, werde „Teil der deutschen Nationalität“.
Ein Angriff auf die Ampel-Regierung!
„Sie sind also nicht als Gäste der einheimischen Deutschen hier, sondern mit eigenem Recht. Es ist jetzt auch ihr Land. Es wird sogar immer mehr zu ihrem Land. Das ist es, was ich sehe“, sagte Orban und warnte vor „allen möglichen Auswirkungen“. In Deutschland sei nun „ein spezifisches kulturelles Milieu“ entstanden.
Handkuss während der Flüchtlingskrise: Orban und Merkel im Oktober 2015
Flüchtlingskrise: Deutschland für Orban Negativbeispiel
Im Gegensatz zu Deutschland habe er selbst 2015 die Entscheidung getroffen, in Ungarn keine Flüchtlinge willkommen zu heißen, sagte Orban mit Verweis auf die Flüchtlingskrise von 2015 und die Politik der damaligen Bundeskanzlerin Angela Merkel (69, CDU).
Es gebe Fehler in der Politik, die korrigiert werden könnten, sei es in der Außenpolitik oder in Wirtschaftsfragen. Wenn die Politik aber „in der Migrationspolitik scheitert, kann man es nicht mehr rückgängig machen“, erklärte der ungarische Regierungschef.
Was Orban nicht thematisierte: die Russland-Politik der beiden Länder. Deutschland hat – wenn auch erst nach Putins Ukraine-Invasion 2022 – von Russland weitgehend abgekapselt. Ungarn dagegen hat die Beziehungen zu Kriegstreiber Putin intensiviert und sich deutlich auf die Seite des Aggressors gestellt. Orbán blockiert regelmäßig Hilfen für die Ukraine und nennt dies auch noch „Friedenspolitik“.
Orban war am Freitagnachmittag zu Gast in Berlin. Anlass des Treffens ist Ungarns turnusgemäße Übernahme des EU-Ratsvorsitzes am 1. Juli. Brisant. Das Motto der Ratspräsidentschaft ist von Trump geklaut: „Make Europe great again“.
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