Wahlen in Venezuela: Steinzeit-Sozialist erneut zum Präsidenten erklärt | Politik

29.07.2024 - Pazartesi 05:56

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Er drohte mit Bürgerkrieg und einem Blutbad, sollte er verlieren: Steinzeit-Sozialist Nicolás Maduro (61) wurde vom Nationalen Wahlrat des Landes zum dritten Mal als Staatspräsident Venezuelas bestätigt.

Seit 2013 hält er sich durch Wahlfälschung und Umgehung des Parlaments an der Macht. Beobachter gingen bereits im Vorfeld nicht von einer freien und fairen Wahl aus.

▶︎ Der Vorsitzende des Nationalen Wahlrates verkündete in der Nacht zu Montag, Maduro habe 51 Prozent der Stimmen erhalten und damit den Oppositionskandidaten Edmundo González übertroffen, der 44 Prozent erhielt.

Die Ergebnisse wurden erst sechs Stunden nach der Schließung der Wahllokale bekannt gegeben. Die Wahllokale wurden von Maduros-Anhängern kontrolliert.

Bei der Präsidentenwahl im Krisenstaat Venezuela schlossen die Wahllokale im Land um 18 Uhr (0 Uhr deutscher Zeit). 21 Millionen Wahlberechtigte erwarteten gespannt das Ergebnis. Neben dem autoritären Präsidenten bewarben sich neun weitere Kandidaten um das höchste Staatsamt.

Opposition reklamiert Sieg ebenfalls für sich

Nach dem landesweiten Urnengang rief die führende Oppositionspolitikerin María Corina Machado am Sonntag ihre Anhänger dazu auf, in den Wahllokalen zu bleiben und die Stimmzettel-Auszählungen zu beobachten.

Brisant: Am frühen Montagmorgen – nachdem Nationale Wahlrat Maduro knapp zum Wahlsieger erklärt hatte – reklamierte auch die Opposition den Sieg bei der Präsidentschaftswahl für sich und erklärte, das offizielle Ergebnis nicht anzuerkennen.

US-Außenminister Antony Blinken hat sich ebenfalls skeptisch in Bezug auf den erneuten Wahlsieg Maduros geäußert. „Wir haben ernste Bedenken, dass das verkündete Ergebnis nicht den Willen oder die Stimmen des venezolanischen Volkes widerspiegelt“, erklärte Blinken am Montag.

Demonstrantinnen zeigen eine Verbotsflagge mit dem Profil von Nicolás Maduro

Demonstrantinnen zeigen eine Verbotsflagge mit dem Profil von Nicolás Maduro

Foto: RAUL ARBOLEDA/AFP

Oppositionspolitikerin Machado war vom Maduro-Regime wegen Korruptionsvorwürfen von der Wahl ausgeschlossen worden. An ihrer Stelle trat Edmundo González Urrutia an. Umfragen sagten ihm einen Sieg über den seit 2013 regierenden Staatschef Nicolás Maduro voraus.

Hintergrund: Unter Maduro steckt das südamerikanische Land in einer tiefen Krise. Obwohl Venezuela im Jahr 2024 mit knapp 304 Milliarden Barrel über die weltweit größten Erdölreserven (noch mehr als Saudi-Arabien) verfügte, ist das Land bettelarm. Es gibt Korruption, Kriminalität, Banden-Kriege, Entführungen. Über sieben Millionen sind bereits aus dem Land geflüchtet.

Regierungsanhänger griffen in der Hauptstadt Caracas einen Oppositionsanhänger an, Polizisten müssen eingreifen

Regierungsanhänger griffen in der Hauptstadt Caracas einen Oppositionsanhänger an, Polizisten müssen eingreifen

Foto: AP

Das Bruttoinlandsprodukt Venezuelas schrumpfte binnen zehn Jahren um 80 Prozent, und die Hyperinflation machte die Landeswährung Bolivar praktisch wertlos. Rund sieben Millionen Menschen – etwa jeder vierte Venezolaner – sind vor der wirtschaftlichen und politischen Krise in ihrer Heimat geflohen. Einige von ihnen wagten die gefährliche Reise in die USA.

Viele Einwohner kündigten bereits an, sie wollen Venezuela verlassen, falls Maduro weiter an der Macht bleibe.

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