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Bei Markus Lanz: Geisel von Wladimir Putin berichtet über Zeit im Gefängnis | Politik
06.09.2024 - Cuma 03:16
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Seit einem guten Monat ist er in Freiheit, befreit aus den Fängen des Kriegs-Verbrechers Wladimir Putin (71): Der russische Oppositionelle Wladimir Kara-Murza (42) berichtet bei Markus Lanz über seine Zeit im russischen Gefängnis.
Ein knappes Jahr saß Kara-Murza in Isolationshaft in Sibirien. Schon ab 15 Tagen Isolation sprechen die Vereinten Nationen von Folter!
Die Haftbedingungen beschreibt er so: „Es war eine kleine Gefängniszelle, drei auf vier Meter vielleicht mit einem kleinen Fenster.“ Und weiter: „Man ist stets allein Tag für Tag, Woche für Woche, Monat für Monat. Sie können sich mit niemandem unterhalten.“ Auch Schlafentzug – eine gängige Foltermethode – musste er erleben: „Das Bett wird fünf Uhr morgens hochgeklappt. Und man kann sich den ganzen Tag nicht hinlegen.“
Selbst Kontakt zur Familie war nicht möglich: „Ich durfte meine Frau nicht anrufen, meine Kinder nicht anrufen.“
„Nawalny starb nicht, er wurde von Putin ermordet!“
Angesprochen auf das Schicksal von Alexej Nawalny (†47), seinem „Kollegen“, wie Kara-Murza ihn selbst nennt, hat er eine klare Meinung: „Ich habe nicht den geringsten Zweifel, dass Nawalny im Auftrag Putins ermordet wurde.“
Ähnlich wie Kara-Murza wurde auch Nawalny wohl zunächst vom russischen Geheimdienst FSB vergiftet. Weil dies aber nicht zum Tod führte, kamen die beiden Oppositionellen in Russland in Haft. Nawalny bezahlte letztlich mit seinem Leben, im Februar dieses Jahres starb er im Gefängnis. Es gibt klare Hinweise, dass er auf Putins Geheiß ermordet wurde, stellt auch Kara-Murza klar: „Nawalny starb nicht, er wurde von Putin ermordet!“
Kara-Murza schildert, zugeschaltet aus Berlin, bewegend seine Erfahrungen aus der Isolationshaft
Für Kara-Murza ging es besser aus, er hält sich seit der Befreiung am 1. August in Berlin auf – ein ungewohntes Gefühl für ihn: „Ehrlich gesagt fühlt sich das immer noch wie im Film an. Vor fünf Wochen war ich mir noch ganz sicher, dass ich sterben würde in diesem Gefängnis in Sibirien.“
Trotz des erlittenen Leids bleibt er optimistisch: „Die Zukunft gehört den freiheitlichen Demokratien.“ Und schickt noch eine Botschaft an Putin: „Bislang ist es noch niemandem gelungen, den Lauf und die Gesetze der Geschichte zu verändern. Und auch Putin wird das nicht schaffen.“
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