Präsident in Ansprache: Botswana will unsere 20 000 Elefanten abschießen! | Politik

25.09.2024 - Çarşamba 23:23

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Botswana wollte 20 000 Elefanten nach Deutschland abschieben – jetzt sollen sie abgeschossen werden! Das kündigte Präsident Mokgweetsi Masisi (63) per Videobotschaft an Deutschland an! Die schickte er BILD vom „UN-Zukunftsgipfel“ in New York.

Aus Wut auf die Grünen, die sich in die Elefanten-Politik seines Landes einmischten, wollte Botswana Präsident im April die Dickhäuter zu uns schicken. Protest gegen das Grünen-Ansinnen, die Einfuhrbestimmungen von Jagdtrophäen zu verschärfen (einst vorangetrieben von Bundesumweltministerin Steffi Lemke (56, Grüne)). Masisi gibt seitdem den Anti-Grünen-Hardliner („Fundamentalisten, die aus Ideologie handeln“).

Doch die Bundesregierung sperrt sich gegen die Elefanten-Einfuhr. Scherzhaft sagt Masisi in seiner Ansprache: „Wollt ihr’s auf Deutsch?“ Dann ernst in die Kamera: „Wie Sie wissen, hat Botswana im April dieses Jahres Deutschland, mit größtem Respekt, 20 000 Elefanten angeboten. Ich habe bisher keine Reaktion erhalten.“

Großer Auftritt: Botswanas Präsident Mokgweetsi Masisi (63) bei seiner Rede vor den Vereinten Nationen (New York). Im Publikum: Bundeskanzler Olaf Scholz (66, SPD)

Großer Auftritt: Botswanas Präsident Mokgweetsi Masisi (63) bei seiner Rede vor den Vereinten Nationen (New York). Beim Gipfel dabei: Bundeskanzler Olaf Scholz (66, SPD)

Foto: EPA

Wegen der größten Dürre seit 50 Jahren müsse er reagieren, erklärt der Präsident nun. Masisi zu BILD: „Den Elefanten droht der Tod. Wenn unsere Leute hungern, sind wir in der Pflicht, sie zu ernähren. Und ich kann es Ihnen offen sagen: Sie essen auch Elefanten!“

Elefantenherde: Botswana wollte 20 000 Tiere nach Deutschland loswerden, sie im Bundesgebiet frei herumlaufen lassen – und droht nun, das Kontingent abzuschießen, nachdem die Bundesregierung sich sperrte

Elefantenherde: Botswana wollte 20 000 Tiere nach Deutschland loswerden, sie im Bundesgebiet frei herumlaufen lassen – und droht nun, das Kontingent abzuschießen, nachdem die Bundesregierung sich sperrte

Foto: picture alliance / imageBROKER

Mit Blick auf die Keulung der Elefanten sagt er Richtung Deutschland: „Insofern, es tut mir leid: Wir haben keine andere Wahl, als unser Volk mit einigen, wenn nicht allen, dieser Elefanten zu ernähren.“

Motto: Nimmt Deutschland die Dickhäuter nicht auf, nutzen die Afrikaner sie eben selbst.

Kann keinen Elefanten-Zoff gebrauch: Bundeskanzler Olaf Scholz (66, SPD) in New York

Bundeskanzler Olaf Scholz (66, SPD) verfolgt der Elefanten-Zoff bis nach New York

Foto: Michael Kappeler/dpa

Ein Schuss über den Atlantik, der sitzt. Beim UN-Gipfel, bei dem Masisi eine Rede hielt, war auch Bundeskanzler Olaf Scholz (66, SPD) dabei. Der hatte sich im Elefanten-Zoff weggeduckt, Protest-Briefe der Afrikaner ignoriert. Scholz traf in New York aber Masisis Amtskollegen Nangolo Mbumba (83, Namibia). Auch Simbabwe und Namibia haben angekündigt, Elefanten zu Fleisch zu verarbeiten.

Im Juni war Masisi sogar nach Berlin gejettet, unterstrich sein Abschiebe-Angebot im Gespräch mit Außenministerin Annalena Baerbock (43, Grüne) und Umweltministerin Lemke.

Trafen sich im Juni in Berlin: Botswanas Präsident Mokgweetsi Masisi (63, l.) und Umweltminister Dumezdweni Mthimkhulu († 46) mit Außenministerin Annalena Baerbock (43, Grüne) und Umweltministerin Steffi Lemke (56, Grüne)

Trafen sich im Juni in Berlin: Botswanas Präsident Mokgweetsi Masisi (63, l.) und Umweltminister Dumezdweni Mthimkhulu († 46) mit Außenministerin Annalena Baerbock (43, Grüne) und Umweltministerin Steffi Lemke (56, Grüne)

Foto: Auswärtiges Amt

Kriegen wir unseren Anteil an den Elefanten jetzt etwa in Konservendosen zugeschickt? Die Keulung der Tiere steht diese Woche beim Elefanten-Gipfel in Maun auf der Tagesordnung!

Karte/Map: Mögliche Siedlungsgebiete für Elefanten – Infografik

Zuletzt stockten die Gespräche zwischen Botswana und der Bundesregierung. Tragisch: Lemkes Widersacher, Umweltminister Dumezweni Mthimkhulu († 46) ist Anfang September gestorben. „Er führte den Kampf gegen den Trophäenbann mit Hingabe“, teilte Botswanas Botschaft BILD mit.

Botswana teilt BILD den Tod von Lemke-Widersacher Dumezweni Mthimkhulu († 46) mit, betont dessen „Hingabe“ bei seinem „Engagement für die globale Gemeinschaft beim Thema Jagdtrophäen-Bann“ - vor allem in Deutschland

Botswana teilt BILD den Tod von Lemke-Widersacher Dumezweni Mthimkhulu († 46) mit, betont dessen „Hingabe“ beim „Engagement (...) beim Thema Jagdtrophäen-Bann“ - vor allem in Deutschland

Foto: Botswanas Botschaft

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