عرسا (العروس والعاصمة) - احمد العلولا
Zoff um US-Wahl: „Washington Post“ verliert 200.000 Abos | Politik
31.10.2024 - Perşembe 06:16
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Diese Entscheidung gefällt den Lesern der „Washington Post“ offenbar gar nicht! Einem Bericht zufolge haben mehr als 200.000 Menschen das Abo der US-Zeitung gekündigt, seit die diese vergangene Woche ihre Entscheidung bekannt gab, keinen der beiden Präsidentschaftskandidaten zu unterstützen.
Der Radiosender „National Public Radio“ (NPR) meldete die Hammer-Zahl unter Berufung auf „zwei Personen bei der Zeitung, die mit den internen Vorgängen vertraut sind“. Eine Sprecherin der „Post“ wollte den Bericht auf Anfrage der Nachrichtenagentur Associated Press nicht kommentieren.
Welche Rolle spielt Jeff Bezos?
Der Abo-Verlust ist ein schwerer Schlag für das linksgerichtete Nachrichtenblatt, das bereits mit finanziellen Problemen zu kämpfen hat. Die „Washington Post“ hatte im vergangenen Jahr mehr als 2,5 Millionen Abonnenten, die meisten davon digital. Damit ist sie nach der „New York Times“ und dem „Wall Street Journal“ die drittgrößte Zeitung der USA.
Hintergrund: Die „Post“, bis heute legendär für ihre „Watergate“-Enthüllungen, will im aktuellen Wahlkampf weder eine Wahlempfehlung für Donald Trump (78) noch für Kamala Harris (60) abgeben. Wegen ihrer politischen Ausrichtung wurde von vielen eigentlich ein „WähltHarris“-Editorial erwartet. Seit 1976 gingen – außer 1988 – alle Empfehlungen an Demokraten.
Kamala Harris (60) und ihr Vize-Kandidat Tim Walz (60) müssen auf die offizielle Unterstützung der „Washington Post“ verzichten
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Die Redaktion der Post hatte Berichten zufolge eine Unterstützung von Harris vorbereitet, bevor sie am Freitag ankündigte, dass sie es doch den Lesern überlassen wolle, sich selbst eine Meinung zu bilden. Schnell wurde vermutet, dass Eigentümer Jeff Bezos (60) die Fäden im Hintergrund gezogen habe. Der Amazon-Gründer und zweitreichste Mensch der Welt (205 Mrd. Dollar Vermögen) hatte das Medienunternehmen 2013 für 250 Millionen Dollar gekauft.
Jeff Bezos (60) und seine Verlobte Lauren Sanchez (54)
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Einige „Post“-Journalisten, darunter die Kolumnistin Dana Milbank, forderten die Leser auf, ihre Wut über die Entscheidung nicht durch Abo-Kündigungen zum Ausdruck zu bringen. Ihre Sorge: Reporter und Redakteure könnten dadurch ihre Jobs verlieren.
[-->Ein Artikel auf der Website der „Washington Post“ über die Folgen der Nichtunterstützung hatte mehr als 2.000 Kommentare. „Ich kündige mein Abonnement nach 70 Jahren“, schrieb ein Leser und behauptete, er habe die Hoffnung und den Glauben daran verloren, dass die „Post“ die Wahrheit veröffentlichen würde.
(mit AP)
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