Schon 15.000 Unterstützer: Kommt die historische Carolabrücke zurück? | Politik

29.11.2024 - Cuma 06:48

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Noch liegen die Trümmer der am 11. September eingestürzten Dresdner Carolabrücke zum größten Teil in der Elbe. Bis Jahresende sollen die Reste der Querung geborgen werden. Zugleich beginnt in der sächsischen Landeshauptstadt die Debatte um den Wiederaufbau.

Nur in einem Punkt herrscht Einigkeit: Dresden benötigt die Carolabrücke als wichtige Verkehrsverbindung im Stadtzentrum. Seit dem Einsturz herrscht Dauerstau und Frust!

Doch bei der Frage, wie die neue Carolabrücke aussehen soll, hört die Einigkeit schon auf. Während die Einen für den Wiederaufbau nach dem Vorbild der schmucklosen DDR-Spannbetonbrücke (erbaut 1967–1971) plädieren, wollen Andere die alte „Königin Carola-Brücke“ zurück.

Die aktuelle Spannbetonbrücke wurde zwischen 1967 und 1971 errichtet

Die aktuelle Spannbetonbrücke wurde zwischen 1967 und 1971 errichtet

Foto: Ulrich Haessler/ullstein bild<!-->

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Deren Bau hatte von 1882 bis 1885 nur drei Jahre gedauert. Das Bauwerk mit einem Stahl-Auflieger und vier steinernen Pfeilern im Fluss sowie am Ufer war 1945 von der SS gesprengt worden.

[-->Drei Petitionen im Netz fordern nun einen Wiederaufbau nach historischen Vorbild. Die größte davon hat bereits 15.000 Unterschriften. „Der Wiederaufbau der Carolabrücke in ihrer ursprünglichen Form von 1892 würde ein starkes Zeichen setzen, dass Dresden seine Geschichte und Kultur wertschätzt und für weitere Jahrhunderte erhält“, so die Initiatoren der Petition.

Die Debatte hat auch den Sächsischen Landtag erreicht. Die AfD-Fraktion reichte einen Antrag pro historischen Wiederaufbau ein. „Selbstverständlich sind dabei alle modernen verkehrstechnischen Anforderungen zu berücksichtigen, damit Binnenschifffahrt und öffentlicher Nahverkehr reibungslos funktionieren können“, so die Fraktion.

Klagte früher gegen die Waldschlößchenbrücke: Sachsens AfD-Chef Jörg Urban

Klagte früher gegen die Waldschlößchenbrücke: Sachsens AfD-Chef Jörg Urban

Foto: Matthias Rietschel/REUTERS<!-->

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Unklar, wie die Stadt die rund 100 Millionen Euro für einen Neubau stemmen soll. Aktuell streitet der Stadtrat um einen Sparhaushalt, den Oberbürgermeister Dirk Hilbert (53, FDP) selbst eine „Liste der Zumutungen für die Bürger“ nannte. So sollen Kita-Gebühren steigen, beim ÖPNV gespart, städtische Firmen verkauft werden.

Der letzte Brücken-Streit um die Waldschlößchenbrücke dauerte fast 30 Jahre, kostete Dresden 2009 sogar den Welterbetitel. Noch immer ist eine Klage gegen das seit 11 Jahren fertige Bauwerk anhängig. Angestrengt übrigens vom damaligen Chef der Grünen Liga Sachsen, Jörg Urban (60). Er ist heute Chef der AfD-Landtagsfraktion.

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