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Wirtschaft: Mittelstand rechnet 2025 mit neuem Horror-Jahr | Politik
03.01.2025 - Cuma 05:19
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Von wegen knallende Sektkorken und Vorfreude auf 2025: Der Mittelstand in Deutschland schaut mit großen Sorgen auf das kommende Jahr. Das belegt eine Umfrage, wonach kleine und mittlere Firmen mit einer rasanten wirtschaftlichen Talfahrt rechnen.
Aus der Befragung des Bundesverbandes der mittelständischen Wirtschaft (BVMW) geht hervor, dass acht von zehn mittelständischen Unternehmen (80 Prozent) 2025 mit einem beschleunigten Schrumpfen der deutschen Wirtschaft rechnen.
Fachkräftemangel wird schlimmer
Weitere Einzelheiten aus der Schock-Umfrage:
► Gut 58 Prozent der befragten Mittelständler sagen, dass sie von einem wirtschaftlichen Abschwung ausgingen. Jeder fünfte Mittelständer stelle sich sogar auf eine wirtschaftliche Depression in den kommenden zwölf Monaten ein.
[-->► Im zu Ende gehenden Jahr haben 40 Prozent der mittelständischen Unternehmerinnen und Unternehmer der Umfrage zufolge Umsatzeinbußen verbucht. Ebenfalls 40 Prozent der Befragten gaben an, im neuen Jahr weniger investieren zu wollen als im Jahr zuvor.
► Neben der allgemeinen wirtschaftlichen Lage macht dem Mittelstand vor allem der Fach- und Arbeitskräftemangel Sorge: 62 Prozent der Mittelständler befürchten, dass sie im kommenden Jahr freie Ausbildungsplätze nicht besetzen können.
Mittelstand soll in Fokus rücken
Auch die möglichen Ursachen für den Niedergang werden vom BVMW benannt. Christoph Ahlhaus, Bundesgeschäftsführer: „Nicht nur unsere Wirtschaft, sondern auch das Vertrauen auf Besserung sind durch das politische Hin und Her der letzten Jahre erschüttert worden. Wer in Deutschland politische Verantwortung tragen will, muss schlüssig erklären, wie unsere Wirtschaft wieder nach vorne kommen kann.“
Christoph Ahlhaus (55) ist Bundesgeschäftfsührer des BVMW sieht das Vertrauen in die Politik erschüttert
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BVMW-Chefsvolkswirt Hans-Jürgen Völz mahnt vom Bund Reformen an – und zwar „in allen Zweigen der Sozialversicherung, im Bereich des Bürokratieabbaus, der Energiekosten, der Arbeitsmarkt- und Sozialpolitik“. Damit die Unternehmen wieder Hoffnung schöpfen und auch am Standort Deutschland investieren können.
Völz: „Zentral ist es, die 3,5 Millionen Unternehmen des deutschen Mittelstands in den Fokus zu nehmen und nicht Großunternehmen und Konzerne, die weltweit ihre Standorte aussuchen können.“ Auf wohlmeinende Sonntagsreden, in denen das Hohelied auf den Mittelstand gesungen wird, müssten auch entsprechende Taten in der Politik erfolgen.
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