Dynamo Dresden gegen Erzgebirge Aue: Polizei befürchtet Fan-Krawalle | Sport

01.02.2025 - Cumartesi 04:34

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Dresden im Derby-Fieber!

Am Samstag (14 Uhr/MDR) trifft Dynamo in der 3. Liga auf Sachsen-Rivale Erzgebirge Aue.

Das Rudolf-Harbig-Stadion wird mit rund 30.000 Zuschauern ausverkauft sein. Aus Aue sind 3000 Fans dabei. Für die Polizei bedeutet das: höchste Alarmbereitschaft und Großeinsatz.

Denn beide Fan-Lager sind seit Jahren verfeindet. Um Ausschreitungen zu verhindern, werden neben mehreren Hundertschaften der sächsischen Bereitschaftspolizei auch Wasserwerfer und ein Hubschrauber zum Einsatz kommen.

Polizeirat René Grafe (48) leitet den Einsatz am Samstag

Polizeirat René Grafe (48) leitet den Einsatz am Samstag

Foto: Daniel Förster

Stadt erlässt Allgemeinverfügung und verbietet gefährliche Gegenstände

Polizeisprecher Lukas Reumund (48) zu BILD: „Es handelt sich um ein Hochrisiko-Spiel. Das ist das Spiel des Jahres für beide Fanszenen, zwischen beiden Fanlagern besteht eine jahrelange Feindschaft. Die Vorfälle der vergangenen Jahre fließen in die Lagebeurteilung ein.“

Aufgrund der Einstufung als Hochrisiko-Spiel und der entsprechenden Gefahr eines hohen Gewaltpotenzials hat die Landeshauptstadt Dresden zur Gefahrenabwehr ein Verbot zum Mitführen bestimmter Gegenstände angeordnet.

Am Spieltag dürfen zwischen 10 Uhr und 18 Uhr rund um das Stadion Gegenstände wie Arbeits-Handschuhe, Ketten, Helme, Protektoren, Gebiss-Schütze, Scheren, Sturmhauben, Schlauchschals oder Pyrotechnik nicht mitgeführt werden.

Was in der Allgemeinverfügung steht, klingt brisant. In dem Schreiben heißt es unter anderem: „Es ist im Hinblick auf das Fußballspiel am 1. Februar 2025 zu befürchten, dass es auch zur Verwendung der genannten Gegenstände im Zuge von Übergriffen auf Einsatzkräfte oder unbeteiligte Dritte kommen kann.“

Polizei setzt auf strikte Fan-Trennung

Die Polizei rechnet mit Störungen, listet dazu in der Allgemeinverfügung auf, was unter anderem passieren kann:

■ provokantes, geschlossenes Auftreten von Problemfans beider Fanszenen im und am Stadion, die gezielt die Auseinandersetzung mit dem „Gegenüber“ suchen

■ Angriffe von heimischen Störern auf die Fanbusse aus Aue

■ Körperverletzungsdelikte beim ungehinderten Aufeinandertreffen von gewaltbereiten beziehungsweise gewaltgeneigten Fans

■ Raub- und Diebstahlsdelikte von Fankleidung und Fanutensilien

■ Mitführen und Abbrennen von Pyrotechnik

■ Ordnungsstörungen während aller Einsatzphasen

■ Werfen von Gegenständen auf das Spielfeld

■ Versuch der Heimfans aus dem K-Block durch den Umlauf in den Bereich des Blocks R oder A zu gelangen (unter Nutzung des Schlupftormodus)

■ polizeiliche Maßnahmen zur Einhaltung der Rechtsordnung werden zum Großteil ignoriert und abgelehnt

■ es wird eine kritische Masse an Personen entstehen, die als Anknüpfungspunkt für gewaltbereites Klientel dient.

Oberstes Ziel der Polizei ist deshalb eine strikte Fan-Trennung. „Es sind mehr Kräfte als bei anderen Spielen im Einsatz“, erklärt Polizeisprecher Reumund. Unterstützung erhält die Landespolizei von der Bundespolizei, die vor allem rund um den Hauptbahnhof präsent sein wird.

Am Hauptbahnhof in Dresden stehen für die Aue-Fans Shuttle-Busse zum Stadion bereit

Am Hauptbahnhof in Dresden stehen für die Aue-Fans Shuttle-Busse bereit

Foto: Sebastian Wutzler

Die aktive Auer Fanszene will mit der Bahn nach Dresden reisen. Vom Hauptbahnhof werden Shuttle-Busse zum Stadion eingesetzt. Aue-Fans, die mit dem Auto nach Dresden kommen, sollen die Parkplätze an der Pieschener Allee ansteuern. Auch von dort fahren ab 11.30 Uhr Shuttle-Busse zum Rudolf-Harbig-Stadion.

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