Deutsch-Kubaner nach fast vier Jahren im Kuba-Knast endlich frei | Politik

06.03.2025 - Perşembe 20:15

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Weil er während eines Heimaturlaubes eine regimekritische Demo im kommunistischen Inselstaat Kuba mit dem Handy filmte, landete Luis Frómeta Compte (62) im Knast.

Dreieinhalb Jahre verbrachte der Deutsch-Kubaner im berüchtigten Hochsicherheitsgefängnis „Combinado del Este“ in Havanna. Jetzt kam er endlich frei.

Die frohe Botschaft verkündete Luis‘ Tochter Janie Frómeta: „Endlich! Wir können es nicht glauben. Unser Papa ist endlich frei und jetzt zu Hause bei seiner Familie in Kuba“, schrieb seine in Dresden lebende Tochter auf Facebook.

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Damit endete ein wahrer Alptraum für den inzwischen 62-Jährigen. Seit Juli 2021 saß Luis Frómeta Compte in dem berüchtigten Knast auf der kommunistischen Karibikinsel. Die Zustände – unvorstellbar: 33 Männer in einer Zelle, Stockbetten mit drei Etagen, dünne Suppe, Reis, Bohnen. Überall kriechen Ratten und Kakerlaken umher.

Der Anlass für die Inhaftierung – nach unseren Maßstäben eigentlich banal. Frómeta Compte, der 1985 als Gastarbeiter in die DDR kam, nach der Wende in Deutschland blieb und inzwischen die deutsche Staatsangehörigkeit hat, filmte während eines Heimaturlaubes mit seinem Handy eine regimekritische Demo.

[-->Zivil-Polizisten nahmen ihn fest, führten ihn im Würgegriff ab. In Verhören soll er geschlagen und ihm mit Erschießung gedroht worden sein. Absurder Vorwurf: Compte sollte gestehen, dass er die Demonstrationen angezettelt habe und dafür von Deutschland und der EU bezahlt worden sei.

Im Dezember 2021 fiel das Urteil wegen der Handy-Filmerei: 25 Jahre Haft wegen „Erregung öffentlichen Ärgernisses“ und „Anstiftung zum Aufruhr“. In einem Revisionsverfahren wurde die Horrorstrafe auf 15 Jahre reduziert.

Seither kämpfte seine deutsche Familie von Dresden aus für seine Freilassung. Unterstützt wurden sie dabei vor allem vom Dresdner CDU-Bundestagsabgeordneten Lars Rohwer (53) aber auch von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier (69). Später durften Tochter Janie (38) und Ehefrau Silke (58) ihn im Gefängnis besuchen, mussten schikanöse Sicherheitskontrollen über sich ergehen lassen.

Nun überraschend die vorzeitige die Entlassung aus dem Kuba-Knast – nach BILD-Informationen auf Bewährung.

Ob und wann Luis Frómeta Compte aus Kuba ausreisen und zu seiner Familie nach Dresden heimkehren darf, ist offenbar Gegenstand von Verhandlungen zwischen den kubanischen Behörden und dem Auswärtigen Amt. Bis dahin ist der 62-Jährige bei Verwandten auf Kuba untergekommen.

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