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Fortuna Düsseldorf: Daniel Thioune erklärt Taktik-Murks gegen Nürnberg | Sport
27.04.2025 - Pazar 10:41
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90 Minuten zwischen Entsetzen und Ekstase...
Gegen Nürnberg (3:3) ließ Fortuna Düsseldorf die Riesenchance aus, nach über fünf Monaten wieder auf Rang 3 zu springen. Der Punkt nach 0:3-Rückstand könnte aber noch Gold wert sein in den letzten drei Spielen - vor allem für den Kopf. Dass es lange nach einem Fiasko aussah, lag offenbar doch nicht nur an dem, was Daniel Thioune (50) seinen Spielern aufgetragen hatte.
Thioune erklärt Fortunas Taktik-Murks!
Düsseldorf diktierte gegen Nürnberg das Spiel, presste den Gegner tief in der eigenen Hälfte, die Innenverteidiger attackierten oft schon vor der Mittellinie - und das Team von Miroslav Klose (46) nutzte das eiskalt, hätte sogar noch mehr Tore schießen können. Natürlich fragten sich da alle, warum Thioune nicht wie in den letzten Wochen (10 Punkte aus 5 Spielen) auf sein Bollwerk setzte, sondern plötzlich Top-Fußball liefern wollte. Am Tag nach dem Spektakel gab es von ihm die überraschende Antwort.
Was für ein Spiel!: Düsseldorfs verrückte Aufholjagd
Der Fortuna-Coach: „Das hatte nichts miteinander zu tun. Das etwas höhere Verteidigen sollte situativ stattfinden und es war nicht der Plan, dass es über die gesamte Halbzeit geht. Das war wohl ein Selbstgefühl, das sich bei der Mannschaft entwickelt hat. Es war vorgesehen, beim Boden-Abstoß hoch zu attackieren und wir wollten situativ das Pressing auslösen. Wir haben aber nicht situativ ausgelöst, sondern waren mit Isak Johannesson schon hoch drin, was wir nicht wollten. Wir wollten eher Raumkontrolle im Zentrum haben. Dann war es oft so, wenn die hohe Linie gebrochen war, dass die Nürnberger 30, 40, 50 Meter über den Platz laufen konnten.“
Düsseldorfs Spieler hielten sich also nicht an den Plan ihres Trainers. Der hatte zwar tatsächlich etwas verändern wollen im Vergleich zu den vergangenen Spielen, aber nicht so sehr, dass seine Mannschaft gegen Nürnberg eine Stunde lang derart ins offene Messer läuft. „Wir hatten leichte Ballverluste und waren konteranfällig, sind dafür bestraft worden. Ich würde widersprechen, dass es auf die Taktik, die ich vorgegeben habe, zurückzuführen ist. Das ist dann ein Selbstläufer, wenn man zu Hause spielt und aktiver sein möchte. In der Halbzeitpause haben wir das dann reguliert und zurückgenommen.“
Und dann kam doch noch die Wende durch den Doppelpack von Danny Schmidt (22) und das Mega-Tor von Shinta Appelkamp (24). Zum wiederholten Male ist Fortuna trotz der Rückschläge zurückgekommen und hat noch immer gute Chancen auf Platz 3. Thioune: „Das habe ich niemals von dieser Mannschaft erwartet. Es glänzt nicht, was wir machen, aber es strahlt viel aus, dieses Team hat eine unglaubliche Mentalität. Ich würde mir wünschen, dass wir am 34. Spieltag nochmal ein Endspiel in Magdeburg haben.“
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