Mike Waltz: Trump feuert höchsten Sicherheitsberater | Politik

01.05.2025 - Perşembe 16:17

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US-Präsident Donald Trump (78) hat seinen Nationalen Sicherheitsberater Mike Waltz (51) gefeuert – nach nur 102 Tagen im Amt. Das berichten führende US-Medien übereinstimmend unter Berufung auf anonyme Quellen. Auch Alex Wong, sein Vize, muss seinen Posten demnach abgeben.

Waltz war im März unter massiven Druck geraten: Er hat den Chat-Skandal zu verantworten, bei dem ein Journalist in einer Signal-Gruppe vorab Geheim-Informationen über Militärschläge gegen die Huthi-Terroristen mitlesen konnte.

Waltz hatte den „Atlantic“-Chefredakteur offenbar versehentlich in die Gruppe eingeladen, in der auch Vizepräsident JD Vance (40) und Verteidigungsminister Pete Hegseth (44) kommunizierten.

Das Weiße Haus hat die Berichte bislang noch nicht offiziell bestätigt. Jedoch wird in Kürze ein Statement von Trump erwartet.

Der Republikaner hatte sich nach dem Chat-Skandal zunächst hinter Waltz gestellt. Damals sagte der US-Präsident: „Michael Waltz hat seine Lektion gelernt, und er ist ein guter Mann.“ Den Vorfall bezeichnete Trump als „Ausrutscher“.

US-Präsident Donald Trump (78)

US-Präsident Donald Trump (78)

Foto: Ken Cedeno - Pool via CNP / Avalon

Waltz geriet mit Trump-Ministern aneinander

Gleichwohl soll es auch schon vor dem Sicherheitsskandal Unzufriedenheit in der Trump-Administration mit Waltz gegeben haben: Das „Wall Street Journal“ berichtet, dass er nicht immer auf einer Linie mit dem US-Präsidenten gewesen sei – und deshalb mit anderen Top-Beamten aneinandergeraten sei. So soll sich Waltz hinter den Kulissen etwa für eine deutlichere Unterstützung der Ukraine und ein hartes Vorgehen gegen den Iran ausgesprochen haben.

Waltz zählte laut der „New York Times“ auch zu jenen Regierungsmitgliedern, die einen israelischen Angriff auf die iranischen Atomanlagen durch US-Hilfe unterstützen wollten. Doch Trump entschied sich dagegen – und die für Mai geplante Angriffsserie wurde abgeblasen. Zu den Skeptikern sollen etwa Vizepräsident Vance und Verteidigungsminister Hegseth gehört haben.

In seiner ersten Amtszeit hatte Trump seinen damaligen Nationalen Sicherheitsberater Michael Flynn (66) nach gerade einmal 24 Tagen im Amt gefeuert – wegen verheimlichter Kreml-Kontakte. Waltz hielt sich jetzt rund viermal so lang auf dem Posten.

Als möglicher nächster Sicherheitsberater wird Steve Witkoff (68) gehandelt, der für Trump unter anderem im Nahen Osten und im Ukraine-Krieg verhandelt.

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