Experten warnen: Trumps Zölle werden Kaffee-Preise explodieren lassen | Politik

10.07.2025 - Perşembe 23:50

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US-Verbrauchern droht ein bitterer Start in den Tag: Wenn Präsident Donald Trump seine angekündigten Strafzölle von 50 Prozent auf Importe aus Brasilien ab dem 1. August umsetzt, könnten sich Preise für Grundnahrungsmittel wie Kaffee und Orangensaft massiv verteuern.

Experten und Händler warnten am Donnerstag vor einem möglichen Zusammenbruch der Lieferketten, insbesondere beim brasilianischen Kaffee.

Die USA sind das Land mit dem höchsten Kaffeeverbrauch der Welt – und etwa ein Drittel davon stammt aus Brasilien. Laut Angaben der brasilianischen Exportvereinigung Cecafe lieferten brasilianische Produzenten 2024 rund 8,14 Millionen 60-Kilogramm-Säcke Kaffee in die Vereinigten Staaten. Durch die geplanten Zölle wäre dieser Handel für viele wirtschaftlich nicht mehr tragbar.

Der brasilianische Großproduzent Paulo Armelin, der direkt an US-Kaffeeröster liefert, sieht sich am Limit: „Schon jetzt sind die Verhandlungen schwierig – bei einem Kaffeepreisanstieg von 70 Prozent im vergangenen Jahr. Wenn jetzt auch noch ein 50-Prozent-Zoll hinzukommt, werden wir nach anderen Märkten suchen müssen – vielleicht Deutschland.“

Orangensaft, Zucker und Holz ebenfalls betroffen

Neben Kaffee würde auch Orangensaft zum Luxusgut: Mehr als die Hälfte des in den USA verkauften Orangensafts stammt aus Brasilien. Auch bei Zucker, Holzprodukten und Öl aus Südamerika könnten die Preise deutlich steigen.

Anders als viele andere Handelsstreitigkeiten würde dieser Zoll direkt den Alltag der Verbraucher treffen. Röster und Supermärkte könnten die enormen Mehrkosten nicht abfedern, warnen Branchenexperten – mit Folgen für Preise und Auswahl im Supermarkt.

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Quelle: BILD

Brasilien dürfte Alternativen suchen

Für Brasiliens Agrarsektor ist der US-Markt zwar wichtig, aber nicht alternativlos. Sollten die Zölle wie angekündigt kommen, werden Lieferverträge vermutlich in Richtung Europa oder Asien umgelenkt – ein langfristiger Schaden für das Handelsverhältnis beider Länder.

Was als politische Maßnahme gegen Brasilien beginnt, könnte am Frühstückstisch der Amerikaner enden – mit weniger Kaffee, weniger Saft und deutlich höheren Preisen.

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