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Nordkorea hortet Uran für Atomwaffenbau | Politik
25.09.2025 - Perşembe 07:47
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Das ist eine besorgniserregende Nachricht. Nordkorea hortet offenbar gewaltige Mengen Material für den Bau von Atomwaffen. Nach Angaben aus Südkorea verfügt das abgeschottete Land über bis zu zwei Tonnen hochangereichertes Uran.
Südkoreas Vereinigungsminister Chung Dong Young erklärte am Donnerstag vor Journalisten: Die Geheimdienste schätzen den Vorrat Nordkoreas auf bis zu 2000 Kilogramm mit einem Reinheitsgrad von mehr als 90 Prozent. Laut Internationaler Atomenergiebehörde (IAEA) reicht das für mehr als 40 Atombomben.
„Selbst in diesem Moment sind Nordkoreas Uran-Zentrifugen an vier Standorten in Betrieb“, so Chung. Er verwies darauf, dass schon wenige Kilogramm Plutonium für den Bau einer Bombe genügen. Mit 2000 Kilogramm hochangereichertem Uran ließe sich eine „enorme Anzahl von Atomwaffen“ herstellen.
Atomstatus in der Verfassung festgeschrieben
Experten gehen ohnehin davon aus, dass Nordkorea bereits über Atombomben verfügt. Dass Pjöngjang große Mengen hochangereichertes Uran besitzt, ist bekannt – öffentlich bestätigt wird das jedoch selten. Chung warnte eindringlich vor dem weiteren Ausbau des Atomprogramms. Sanktionen seien bei Nordkorea wirkungslos, sagte er. Als Ausweg bleibe nur ein Gipfeltreffen mit den USA.
Nordkoreas Machthaber Kim Jong-un signalisierte zuletzt Gesprächsbereitschaft – allerdings unter Bedingungen. „Wenn die Vereinigten Staaten ihre wahnhafte Besessenheit von der Denuklearisierung aufgeben und sich, als Anerkennung der Realität, wirklich eine friedliche Koexistenz mit uns wünschen, dann gibt es keinen Grund, warum wir diesem Wunsch nicht nachkommen sollten“, sagte Kim laut der staatlichen Nachrichtenagentur KCNA.
▶︎ Erst Mitte September hatte Nordkorea den Status als Atommacht erneut bekräftigt. Der sei in der Verfassung bereits „dauerhaft“ verankert und damit „unumkehrbar geworden“, erklärte die nordkoreanische Vertretung bei den Vereinten Nationen laut KCNA.
Schon 1994 hatte Nordkorea im Streit über Inspektionen die Zusammenarbeit mit der IAEA beendet. 2003 trat das Land aus dem Atomwaffensperrvertrag aus. Im Jahr 2023 schrieb Pjöngjang seinen Status als Atommacht endgültig in die eigene Verfassung.
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