Epstein-Affäre: Donald Trump fordert Ermittlungen gegen Bill Clinton | Politik

14.11.2025 - Cuma 19:40

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Washington – Ein Ablenkungsmanöver? Oder weiß der US-Präsident mehr? In der Epstein-Affäre fordert Donald Trump jetzt Ermittlungen gegen den früheren US-Präsidenten Bill Clinton!

Das US-Justizministerium und die Bundespolizei FBI sollten die Verbindungen des Sexualstraftäters Jeffrey Epstein († 66, beging 2019 in seiner Gefängniszelle Suizid) zu dem Demokraten Clinton und „vielen anderen Leuten und Institutionen“ unter die Lupe nehmen, schrieb Trump am Freitag in Online-Netzwerken.

Als Beispiele nannte Trump Ex-Finanzminister Larry Summers (70), den Investor und Unternehmer Reid Hoffman (58) sowie die US-Großbank JP Morgan Chase.

„Weich und dumm“

Dabei steht der Präsident in der Epstein-Affäre selbst unter Druck: In neuen, von den Demokraten veröffentlichten E-Mails aus dem Jahr 2019 soll Epstein geschrieben haben, Trump sei „über die Mädchen informiert gewesen“ und habe auch von dem Missbrauch gewusst. Der Präsident warf den Demokraten daraufhin vor, sie täten angesichts „ihrer schwindenden Macht alles, um den Epstein-Schwindel voranzutreiben“.

Ein Foto von 1993: Der damalige US-Präsident Bill Clinton begrüßt Jeffrey Epstein und Ghislaine Maxwell im Weißen Haus

Ein Foto von 1993: Der damalige US-Präsident Bill Clinton (l.) begrüßt Jeffrey Epstein und Ghislaine Maxwell im Weißen Haus

Foto: picture alliance / Photoshot

Republikaner, die die Bemühungen der Demokraten um eine Veröffentlichung aller Epstein-Akten unterstützen, schmähte Trump als „weich und dumm“. Das Repräsentantenhaus könnte bereits in der kommenden Woche einen parteiübergreifenden Antrag verabschieden, um das Justizministerium zur Veröffentlichung der restlichen Epstein-Akten zu veranlassen.

Konkrete Folgen hätte dies aber voraussichtlich nicht: Dem Antrag müsste auch der Senat zustimmen, in dem Trumps Republikaner die Mehrheit haben. Anschließend würde das Gesetz Trump zur Unterzeichnung vorgelegt.

Trump: „Ich muss ein Land regieren“

Der Präsident lehnte den Vorstoß erneut ab: „Epstein war ein Demokrat, und er ist das Problem der Demokraten, nicht das der Republikaner“, schrieb der Präsident. „Verschwendet Eure Zeit nicht mit Trump. Ich muss ein Land regieren.“

Palm Beach, Florida, February 12, 2000: Donald Trump mit Melania und Jeffrey Epstein mit Ghislaine Maxwell

Palm Beach, Florida, im Februar 2000: Donald Trump mit seiner Frau Melania und Jeffrey Epstein mit Ghislaine Maxwell

Foto: Getty Images

Trump war in dem Fall auch im eigenen Lager unter Druck geraten, weil seine Regierung nicht wie vor der Präsidentschaftswahl versprochen Licht in den Skandal gebracht hatte. Einige von Trumps Republikanern veröffentlichten zuletzt mehr als 20.000 Dokumente aus dem Epstein-Nachlass.

Ein Fehlverhalten konnte Trump allerdings bislang nicht nachgewiesen werden.

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Quelle: AP, DPA, Getty Images, X@OversightDems, The Wall Street Journal

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