Epsteins bizarre Blowjob-Mails über Trump: „Wie er Bubba einen bläst“ | Politik

16.11.2025 - Pazar 02:11

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Washington – Es ist noch lange nicht vorbei: Der Sexualstraftäter Jeffrey Epstein (†66) erhängte sich zwar 2019 in seiner Gefängniszelle. Doch auch Jahre später sucht er den amtierenden US-Präsidenten Donald Trump (79) noch aus dem Grab heraus heim! Am Mittwoch wurden in den USA weitere Zehntausende Mails – Schriftverkehr von Epstein an Familie, Freunde und Komplizen – veröffentlicht.

Und der Inhalt wird für Trump zunehmend unangenehm. In oft zusammenhanglosen, kontextlosen Nachrichten erwähnt Epstein auch immer wieder den heutigen US-Präsidenten, wahlweise beleidigt er ihn oder er macht kryptische Andeutungen.

Beispiel: Im Februar 2017 schreibt Epstein in einer E-Mail an den ehemaligen Finanzminister Larry Summers (70) über Trump: „Ich habe einige sehr schlechte Menschen kennengelernt, aber keiner ist so schlimm wie Trump. Nicht eine einzige anständige Zelle in seinem Körper ... also ja – gefährlich.“

Zur Erinnerung: Epstein selbst ließ sich systematisch junge Mädchen zuführen, manipulierte und missbrauchte sie und reichte sie dann gegen ihren Willen an seine reichen Freunde weiter.

„Bin der Einzige, der ihn stürzen kann“

Im Dezember 2018 schreibt eine Person, deren Name in den Dokumenten geschwärzt wurde, eine SMS: „Das wird sich alles legen! Sie versuchen nur, Trump zu stürzen, und tun alles dafür …!“ Epstein antwortet: „Ja, danke. Wahnsinn. Denn ich bin der Einzige, der ihn stürzen kann.“ Der SMS-Verkehr datiert in Trumps erste Amtszeit als US-Präsident. Etwa sechs Monate später wird Epstein durch FBI-Agenten in New Jersey verhaftet.

2001: Prinz Andrew (damals 41) legt Epstein-Opfer Virginia Giuffre den Arm um die Hüfte. Giuffre sagte später aus, Andrew habe sie missbraucht. Sie war erst 17 Jahre alt. Im Hintergrund: Ghislaine Maxwell (63, damals 39), Epsteins Komplizin

2001: Prinz Andrew (damals 41) legt Epstein-Opfer Virginia Giuffre († 41) den Arm um die Hüfte. Giuffre sagte später aus, Andrew habe sie missbraucht. Sie war erst 17 Jahre alt. Im Hintergrund: Ghislaine Maxwell (63, damals 39), Epsteins Komplizin

Foto: Us Department Of Justice/PA Media/dpa

Der Schriftverkehr aus Epsteins Nachlass, den die Republikaner veröffentlicht haben, umfasst 20.000 Dokumente, Screenshots, Mails und SMS. Die Masse an Dokumenten ist unübersichtlich, teilweise zusammenhanglos, schlecht bis gar nicht sortiert. Es geht um Frauen, Erpressung – und auch um Feiertage mit Donald Trump. Manchmal ist es kaum verständlich, ob es sich um echte Andeutungen oder missratene Witze handelt.

„Fotos von Trump, wie er Bubba einen bläst“

Besonders bizarr ist der E-Mail-Verkehr zwischen Epstein und seinem Bruder Mark (71) im März 2018. Mark Epstein schreibt seinem Bruder: „Wie geht’s dir?“ Epstein antwortet: „Alles gut. Bannon ist bei mir.“ Er bezieht sich mutmaßlich auf den damaligen Trump-Berater Steve Bannon (71). Mark Epstein antwortet: „Frag ihn, ob Putin die Fotos von Trump hat, wie er Bubba einen bläst.“ Epstein antwortet: „Und ich dachte, ich habe Tsuris.“

„Tsuris“ ist ein jiddisches Wort, das so viel bedeutet wie Ärger oder Schwierigkeiten. In den sozialen Medien überschlagen sich die Vermutungen, was (und wer!) mit diesem Satz gemeint ist. „Bubba“ ist eine Art Kosename für Jungs in US-Umgangssprache. Übersetzt heißt es so viel wie „Bruder“. Brisant: Bubba soll auch der Spitzname von Ex-US-Präsident Bill Clinton (79) sein.

Allerdings: Mark Epstein hat bereits in „Newsweek“ klargestellt, dass sich die Aussage nicht auf Clinton beziehe. Worum es stattdessen ging, sagte er nicht.

Der bizarre Blowjob-Mailverkehr zwischen Epstein und seinem Bruder

Der bizarre Blowjob-Mailverkehr zwischen Epstein und seinem Bruder

Foto: US House Oversight Committee 

Bill Clinton und Donald Trump im Juli 2009 bei Golfen

Bill Clinton und Donald Trump beim Golfen im Juli 2009

Foto: picture alliance / ASSOCIATED PRESS

Trump wurde nie verdächtigt, mit Epstein gemeinsame Sache gemacht zu haben. Wie gut die beiden befreundet waren, ist bis heute aber unklar. Fotos zeigen sie vermeintlich vertraut in den 1990er-Jahren und Anfang der 2000er. Jeffrey Epstein war damals ein anerkanntes Mitglied der amerikanischen High Society. Was wirklich in ihm vorging, welche monströsen Taten er beging, wusste die breite Öffentlichkeit nicht.

Donald Trump (v.l.), seine damalige Freundin und jetzige Ehefrau und First Lady Melania Trump, Jeffrey Epstein und Ghislaine Maxwell auf einem alten Foto in Trumps Mar-a-Lago-Klub im Jahr 2000

Donald Trump, seine damalige Freundin und jetzige Ehefrau und First Lady Melania Trump, Jeffrey Epstein und Ghislaine Maxwell (v.l.) auf einem Foto in Trumps Mar-a-Lago-Klub im Jahr 2000

Foto: Getty Images

Trump distanzierte sich mehrfach öffentlich von Epstein, warf ihn 2007 aus seinem Golfclub in Florida. Warum er sich dennoch weigert, die gesamten Epstein-Akten freizugeben (so wie er es im Wahlkampf versprochen hatte), bleibt sein Geheimnis.

Am Freitag – zwei Tage nach den E-Mail-Leaks – gab Trump bekannt, das US-Justizministerium und die Bundespolizei FBI sollten Verbindungen zwischen Epstein und dem Ex-Präsidenten und Demokraten Bill Clinton sowie „vielen anderen Leuten und Institutionen“ untersuchen.

Epsteins Komplizin Ghislaine Maxwell (63) sitzt gerade eine 20-jährige Haftstrafe in Texas ab

Epsteins Komplizin Ghislaine Maxwell (63) sitzt gerade eine 20-jährige Haftstrafe in Texas ab

Foto: Federal Bureau of Prisons

Behauptungen eines Opfers, wonach auch Clinton auf der berüchtigten Epstein-„Insel“ gewesen sein soll, bezeichnete Epstein in einem E-Mail-Austausch aus dem Jahr 2015 mit dem ehemaligen New-York-Times-Reporter Landon Thomas Jr. als erfunden. Epstein besaß eine eigene Insel, auf die ihn seine jungen Opfer begleiten mussten. Epstein schrieb: „Clinton war NIEMALS dort, niemals.“

Das größte Problem an den Epstein-Akten: Den Sexualverbrecher selbst kann niemand mehr zu den kompromittierenden Mails befragen, und es ist auch unklar, ob er die Wahrheit sagen würde. Seine Komplizin Ghislaine Maxwell gilt ebenfalls als notorische Lügnerin.

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