Dynamo Dresden: Warum bei Torschütze Boeder die Tränen flossen | Sport

16.03.2025 - Pazar 12:36

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Dieses Tor wird Lukas Boeder (27) wohl nie vergessen: Nach seinem 1:1 für Dynamo Dresden bei Rot-Weiß Essen wurde der Verteidiger von den Gefühlen übermannt.

Es war sein erster Treffer für die Dresdner, das letzte schoss Boeder vor anderthalb Jahren noch für Ex-Klub Saarbrücken. „Leider kommt das nicht so oft vor“, gestand er nach der Partie.

Der Grund für den Ausbruch der Emotionen ist aber ein anderer.

„Ich bin in Essen geboren. Meine Familie war im Stadion, Freunde und Bekannte. Und auch mein Vater hat von oben zugeschaut“, erzählt der Torschütze.

Glückliches Familienfoto aus vergangenen Zeiten: Vorn rechts Lukas Boeder, links sein Vater Frank

Glückliches Familienfoto aus vergangenen Zeiten: Vorn rechts Lukas Boeder, links sein Vater Frank

Foto: privat

Vater Frank starb vor zwei Jahren mit nur 56 Jahren auf tragische Weise. Er erlitt – obwohl eigentlich kerngesund – beim Joggen einen Herzinfarkt.

Boeder: „Ich weiß, was es ihm bedeutet hätte, gerade hier in Essen ein Tor zu machen.“ Deshalb schickte der Sohn nach seinem Treffer auch Grüße in den Himmel. „Ich hätte in dem Moment nicht damit gerechnet, dass es so emotional wird. Aber es sind dann auch ein paar Tränen geflossen.“

Nach seinem Ausgleichstor in Essen hebt Lukas Boeder vor Freude ab, schreit seinen Jubel raus

Nach seinem Ausgleichstor in Essen hebt Lukas Boeder vor Freude ab, schreit seinen Jubel raus

Foto: picture alliance/dpa

Zuvor aber musste erstmal grenzenloser Jubel raus. Denn sein Premieren-Tor zum 1:1 für die SGD – nach einer Ecke förmlich rein gestochert – war ein ganz wichtiges. „Vom Spielverlauf her können mit dem Punkt leben. Ich denke, wir haben ein solides Spiel gemacht.“

Fünf Punkte aus der englischen Woche sind sicherlich zwei weniger als erhofft. Aber immerhin thront Dynamo im Aufstiegskampf weiter auf Platz eins, ist seit vier Spielen unbesiegt (zwei Siege, zwei Remis). Darauf kann man aufbauen.

„Die Punkte werden reichen“

„Wir werden jetzt die Länderspielpause nutzen, um durchzuschnaufen und an der Feinjustierung zu arbeiten“, so Boeder, der nach dem Spiel gleich bei seiner Familie in Essen bleiben durfte.

Der Abwehrspieler ist überzeugt, dass es diesmal mit dem Aufstieg klappt. „Wir haben eine geile Truppe und jede Menge Spaß. Jeder ist für jeden da. Wir machen uns nicht zu sehr einen Kopf und versuchen, einfach unsere Leistung auf den Platz zu bringen. Am Ende werden die Punkte reichen. Ich glaube, wir werden es schaffen“, versicherte er bei Magenta Sport.

Damit würde Dynamo Dresden alle Fans wahnsinnig glücklich machen – und Lukas Boeder seinen Vater unglaublich stolz...

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