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Jeder zweite Lehrer alarmiert: Schock-Umfrage über Gewalt an Schulen | Politik


Körperliche und psychische Gewalt unter Schülern hat ein problematisches Ausmaß erreicht. Das sagt inzwischen fast jeder zweite Lehrer.

Zu diesem Ergebnis kommt eine repräsentative Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Forsa, die von der Robert-Bosch-Stiftung in Auftrag gegeben wurde.

47 Prozent der Lehrer gaben an, dass es an ihrer Schule ein Gewaltproblem gibt. Mehr als ein Drittel der Befragten (35 Prozent) sagte sogar, dass sie dieses Verhalten ihrer Schüler inzwischen als größte Herausforderung in ihrer beruflichen Tätigkeit sehen.

33 Prozent klagen über Zusammensetzung ihrer Klasse

Ein weiteres Problem für viele Pädagogen: der Umgang mit „heterogenen“ Klassen. Gemeint sind laut Bosch-Stiftung Klassen, deren Schüler sehr unterschiedliche kulturelle und familiäre Hintergründe haben. 33 Prozent der befragten Lehrer beklagen das.

Ein Drittel der Lehrer sieht Handlungsbedarf bei der Sanierung ihrer Schule

Ein Drittel der Lehrer sieht Handlungsbedarf bei der Sanierung ihrer Schule

Foto: Sven Moschitz

Für die Studie wurden die Lehrer auch gefragt, wo aus ihrer Sicht dringend etwas getan werden muss. Von den Teilnehmern der Umfrage nannten 41 Prozent den Personalmangel. 35 Prozent sehen Handlungsbedarf beim baulichen Zustand ihrer Schulgebäude. Diese seien marode und müssten dringend saniert oder renoviert werden.

Laut Bosch-Stiftung gelte das für alle Regionen des Landes und egal, welcher sozialen Schicht der überwiegende Teil der Schüler angehöre.

Für Bundesbildungsministerin Bettina Stark-Watzinger (FDP)  ist die Studie alarmierend

Für Bundesbildungsministerin Bettina Stark-Watzinger (FDP) ist die Studie alarmierend

Foto: ddp/Geisler/Ulrich Stamm

Für die Studie wurden zwischen 13. November und 3. Dezember des vergangenen Jahres 1608 Lehrer an allgemein- und berufsbildenden Schulen befragt.

Bundesbildungsministerin Bettina Stark-Watzinger (55, FDP) nannte das Ergebnis gegenüber den Zeitungen der Funke Mediengruppe „alarmierend“. Es mache den Handlungsdruck im Bildungsbereich deutlich.

Susanne Lin-Klinzing (60), Vorsitzende des Philologenverbandes, sagte dem in Berlin erscheinenden „Tagesspiegel“: „Es ist erschütternd, dass so viele Lehrkräfte im Alltag verschiedene Formen von Gewalt erleben müssen.“


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