Schüler – Apsny News https://apsnynews.com Sun, 07 Dec 2025 08:47:25 +0000 tr hourly 1 https://wordpress.org/?v=7.1.2 https://apsnynews.com/wp-content/uploads/2025/12/cropped-cropped_A_Favicon-3-32x32.png Schüler – Apsny News https://apsnynews.com 32 32 CDU-Programm in BaWü: Kopfnoten für Drückeberger-Lehrer? | Politik https://apsnynews.com/cdu-programm-in-bawu-kopfnoten-fur-druckeberger-lehrer-politik/ https://apsnynews.com/cdu-programm-in-bawu-kopfnoten-fur-druckeberger-lehrer-politik/#respond Sun, 07 Dec 2025 08:47:25 +0000 https://apsnynews.com/cdu-programm-in-bawu-kopfnoten-fur-druckeberger-lehrer-politik/ [ad_1]

Heidelberg – Zoff an den Schulen im Südwesten! Die CDU will Lehrer, die dauerhaft wenig leisten, stärker unter Druck setzen. Die Bildungsgewerkschaft GEW reagiert empört – und erklärt die Partei deshalb für „nicht wählbar“.

Das neue Regierungsprogramm der CDU-Baden-Württemberg im Vorfeld der Landtagswahl am 8. März 2026 nimmt Drückeberger-Lehrer ins Visier, die Dienst nach Vorschrift machen oder Fortbildungen verweigern. Das klare Ziel: mehr Leistungsprinzip im Klassenzimmer.

„Wir versetzen Schulleitungen in die Lage, Engagement, Verlässlichkeit und besondere Leistung zu honorieren“, heißt es in dem Papier. Gleichzeitig sollen Rektoren auch wirksam gegen Lehrer vorgehen können, die „dauerhaft mangelnde Leistungsbereitschaft und Pflichtverletzungen“ zeigen – mit Feedbackgesprächen, Entwicklungsplänen und sogar Sanktionen.

Der CDU-Bildungsexperte Andreas Sturm sagt: Viele Schulen beklagen, dass sie kaum reagieren können, wenn Lehrer sich verweigern. Etwa bei Fortbildungen – obwohl eine Pflicht bestehe. Dazu komme ein hoher Krankenstand. Weil Lehrer in der Regel Beamte sind, können ihre Gehälter nicht gekürzt werden. Die CDU setzt deshalb auch auf Anreize, wie etwa Fortbildungsangebote auch in den Ferien.

Lehrergewerkschaft tobt

Bei der Bildungsgewerkschaft GEW sorgt der CDU-Vorstoß für Wut. Landeschefin Monika Stein nennt die CDU für Millionen Eltern, Schüler und Lehrer nicht wählbar. Wer das Bild der faulen Lehrkräfte aus der Mottenkiste hole, während gleichzeitig fast jede Fortbildung für Pädagogen wegen zu geringer Angebote überbucht sei, sollte nicht die Bildungspolitik des 21. Jahrhunderts gestalten. Sie wirft der CDU vor, mit ihrer eigenen Bildungspolitik gescheitert zu sein.

► Stein erwartet von CDU-Spitzenkandidat Manuel Hagel (37) mehr Sachkenntnis. „Dann könnte er zum Beispiel lernen, dass manche Lehrkräfte an Grundschulen nicht zu einer Fortbildung fahren, weil es in dieser Schulart keine einzige zusätzliche sogenannte Poolstunde und keine Vertretungen gibt und beim Besuch einer Fortbildung der Unterricht ausfallen würde.“

Sie wirft der CDU eine Bildungspolitik „aus dem vergangenen Jahrtausend“ vor.

Sturm stellt klar, dass die CDU den Begriff „faule Lehrer“ ablehnt. Aber: Schulleiter bräuchten dringend bessere Möglichkeiten, Leistung zu belohnen und Fehlverhalten zu sanktionieren. „Dabei bringen ganz wenige Lehrkräfte den gesamten Berufsstand in Verruf“, sagt Sturm.

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Litauen reagiert auf Russen-Bedrohung: Drohnen-Training für Kinder! | Politik https://apsnynews.com/litauen-reagiert-auf-russen-bedrohung-drohnen-training-fur-kinder-politik/ https://apsnynews.com/litauen-reagiert-auf-russen-bedrohung-drohnen-training-fur-kinder-politik/#respond Sun, 30 Nov 2025 17:19:14 +0000 https://apsnynews.com/litauen-reagiert-auf-russen-bedrohung-drohnen-training-fur-kinder-politik/ [ad_1]

Kurz vor 15 Uhr an der „Neries“-Schule in Jonava, einer Kleinstadt, anderthalb Autostunden entfernt von Litauens Hauptstadt Vilnius. Trister Sowjetbau, zweiter Stock, Raum 204. „Dronų klasė“ steht an der Tür – „Drohnenklasse“. Hinter der Tür wappnet Litauen seine Kinder für die Zukunft – auch die düstere.

Seit zwei Monaten gibt es im Land die Drohnenkurse für Klein und Groß – angeleiert vom Verteidigungsministerium. Bis 2028 sollen 22.500 Litauer drohnenfit werden. Allein 7000 Kinder. „Es geht darum, militärische Verteidigungsfähigkeiten aufzubauen“, erklärte Vize-Verteidigungsminister Tomas Godliauskas (45). Schließlich sind Russland und Belarus nicht weit entfernt.

Raum 204: Ein schmuckloses Klassenzimmer, das Licht grell. In der Mitte stehen zusammengeschobene Tische, darauf Laptops mit Controllern. Der 14-jährige Simas kommt rein, packt sofort eine Drohne aus. „Die habe ich selbst gebaut“, sagt er. Simas ist heute der älteste; vier weitere Jungen kommen dazu, der jüngste ist 11.

Am Computer wärmen sich die Kinder auf

Am Computer wärmen sich die Kinder auf

Foto: Christian Spreitz/BILD<!–>

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Vitalij Gulbickij (41) ist ihr Lehrer. Ein freundlicher, ruhiger Mann. „Ich bringe den Kindern bei, wie Drohnen funktionieren, wie man sie am 3D-Drucker herstellt und fliegt“, sagt er. Es gehe darum, verschiedene Fertigkeiten zu trainieren. „Damit können sie später zum Beispiel in Ingenieurberufen arbeiten – oder auch zum Militär.“

Vitalij Glubickij ist der Lehrer, studierte Pädagogik und Biologie. Doch er hatte immer schon eine Leidenschaft fürs Modellfliegen

Vitalij Gulbickij ist der Lehrer, studierte Pädagogik und Biologie. Doch er hatte immer schon eine Leidenschaft fürs Modellfliegen

Foto: Christian Spreitz/BILD<!–>

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50 Kinder unterrichtet Gulbickij in verschiedenen Drohnenklassen an der Schule. Die Teilnahme ist freiwillig, kostet aber 10 Euro pro Stunde. Dafür wird alles gestellt.

Die Drohnenklasse in Jonava

Simas erklärt BILD-Reporter Julian Loevenich seine selbstgebaute Drohne

Foto: Christian Spreitz/BILD<!–>

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Während Gulbickij von den Vorteilen des Programms erzählt, hocken die Kinder vor den Laptops, steuern mit den Gamepads animierte Drohnen durch virtuelle Welten. „Das ist zum Aufwärmen“, meint Gulbickij. Dann geht es raus auf den Flur. Dort steht ein echter Parcours.

Die kleine Drohne schießt durch den Parcours

Die kleine Drohne schießt durch den Parcours

Foto: Christian Spreitz/BILD<!–>

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Simas setzt die Spezialbrille auf. Er sieht, was der Minikopter sieht, jagt die Drohne unter Hindernissen durch, über Bänke hinweg. Mit chirurgischer Präzision führen seine Fingerspitzen die Steuerknöpfe. Die kleine Drohne saust den Flur entlang. Links, rechts, hoch, runter.

Simas steuert die kleine FPV-Drohne durch den Raum. FPV steht für First-Person-View (dt. Ich-Perspektive). Denn an der Drohne ist eine Kamera, die ein Livebild an Simas Brille sendet. Darin ist ein kleiner Bildschirm eingelassen. So sieht Simas, was die Drohne sieht

Simas steuert die kleine FPV-Drohne durch den Raum. FPV steht für First-Person-View (dt. Ich-Perspektive). Denn an der Drohne ist eine Kamera, die ein Livebild an Simas Brille sendet. Darin ist ein kleiner Bildschirm eingelassen. So sieht Simas, was die Drohne sieht

Foto: Christian Spreitz/BILD<!–>

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Seit zwei Monaten kommt Simas zum Training. Eigentlich wollte ihn eine paramilitärische Nachwuchstruppe als Drohnenpilot – aber dafür müsste er 16 sein. „Deshalb bin ich hierhergekommen“, sagt der Schüler. Er liebt das Gefühl der Kontrolle, die Koordination zwischen Fingern und Augen, das Erkunden verlassener Orte mit der Drohne. An einem Drohnenrennen hat er auch schon teilgenommen.

Ob er sich vorstellen könnte, seine Fähigkeiten später mal im Militär einzusetzen? „Warum nicht?“

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Trendwende bei Unterrichtsausfall: Sachsens Kultusminister will weniger Lehrer-Teilzeit | Politik https://apsnynews.com/trendwende-bei-unterrichtsausfall-sachsens-kultusminister-will-weniger-lehrer-teilzeit-politik/ https://apsnynews.com/trendwende-bei-unterrichtsausfall-sachsens-kultusminister-will-weniger-lehrer-teilzeit-politik/#respond Tue, 18 Nov 2025 17:19:30 +0000 https://apsnynews.com/trendwende-bei-unterrichtsausfall-sachsens-kultusminister-will-weniger-lehrer-teilzeit-politik/ [ad_1]

Dresden – Trotz Dauer-Kritik der Lehrerverbände und lautem Klagen über Überlastung zieht Sachsens Kultusminister Conrad Clemens seinen harten Kurs durch – und wird offenbar belohnt. Erstmals seit zehn Jahren fällt im Freistaat weniger Unterricht aus.

„Die Trendwende ist da! Mehr Lehrkräfte, weniger Ausfall – und das bei steigenden Schülerzahlen“, sagte Clemens am Dienstag in Dresden.

Erfolg durch Konsequenz

Das Maßnahmenpaket, das Clemens’ Vorgänger Christian Piwarz (50, CDU) startete und er konsequent fortsetzte, wirkt: Abordnungen, gestraffte Deutschklassen für Zuwanderer, Wegfall der Abmilderungsstunden – alles Punkte, die Lehrerverbände monatelang scharf kritisiert hatten.

▶ Jetzt zeigt sich: Es funktioniert!

Der planmäßige Unterrichtsausfall sank demnach (jeweils im Vergleich zum Vorjahr) im August von 3,6 auf 3,1 Prozent, im September von 3,7 auf 3,2 Prozent. Die größten Fortschritte gab es an den Oberschulen – von 8 auf 5,8 Prozent im August, von 7,8 auf 5,8 Prozent im September. „Unsere Schulen profitieren von den Abordnungen – auch wenn das im Einzelfall schwierig war“, so Clemens. „Wir werden diesen Weg weitergehen.“

Clemens will Teilzeitanspruch reduzieren

Laut Clemens ist allerdings die Zahl der sächsischen Lehrer, die Teilzeit arbeiten, zuletzt gestiegen – auf 35,9 Prozent (Vorjahr 35,3%). Als Gegenmaßnahme will der Minister den Teilzeitanspruch von Lehrern mit Kindern jetzt drastisch kürzen:

▶ „Ich halte viel vom bayerischen Vorschlag, den Anspruch von 18 auf 14 Jahre zu senken.“ Das hieße, Teilzeitanspruch hätten dann nur Lehrer bis zum 14. Lebensjahr ihrer Kinder und nicht wie bisher, bis diese 18 sind. Dafür muss allerdings das sächsische Beamtengesetz geändert werden.

Dass sich Clemens damit keine Freunde bei den Gewerkschaften macht, weiß der CDU-Mann. Der Sächsische Lehrerverband (SLV) wirft dem Minister denn auch „Schönfärberei“ vor: Die „Trendwende“ sei nur eine Umverteilung, weil Lehrer von Grundschulen an Oberschulen abgeordnet wurden, so SLV-Chef Michael Jung.

Das sind die Zahlen

An Sachsens Schulen wurden in diesem Jahr Lehrkräfte im Umfang von 1533,7 Vollzeitstellen eingestellt – mehr, als in Pension gingen. Seit zehn Jahren werden damit kontinuierlich mehr Lehrer gewonnen als verloren. Aktuell fehlen damit noch 1145, doch der Trend geht klar in die richtige Richtung.

Insgesamt lernen in Sachsens Schulen derzeit 440.414 Kinder und Jugendliche – rund 1276 mehr als im Vorjahr.

Grundschulen schrumpfen, Förderbedarf steigt

Während Gymnasien und Oberschulen wachsen, schrumpfen allerdings die Grundschulen. Zudem kommen jeden Monat 300 neue Schüler aus aller Welt, viele ohne Deutschkenntnisse.

Clemens: „Das ist jeden Monat eine kleine Oberschule, die wir ins System integrieren müssen – aber wir integrieren diese Kinder inzwischen besser.“

Und: Der Förderbedarf explodiert. Immer mehr Kinder in Sachsen brauchen zusätzliche Unterstützung: 7,2 Prozent aller Schüler gelten inzwischen als förderbedürftig – ein Plus von acht Prozent. „Wir haben viel zu wenige Sonderpädagogen“, so der Minister. „Das muss sich auch in der Ausbildung widerspiegeln.“

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Gewalt-Studie: Union sieht in Strafmündigkeit unter 14 „kein Tabu“ | Politik https://apsnynews.com/gewalt-studie-union-sieht-in-strafmundigkeit-unter-14-kein-tabu-politik/ https://apsnynews.com/gewalt-studie-union-sieht-in-strafmundigkeit-unter-14-kein-tabu-politik/#respond Tue, 11 Nov 2025 03:48:39 +0000 https://apsnynews.com/gewalt-studie-union-sieht-in-strafmundigkeit-unter-14-kein-tabu-politik/ [ad_1]

Berlin – Mehr Gewalt, weniger Respekt, kaum noch Angst vor Strafe schon bei den Jüngsten – das ist das erschreckende Ergebnis einer neuen Studie der Universität Köln und des NRW-Landeskriminalamts. Die Union fordert Konsequenzen: Die Absenkung der Strafmündigkeit unter 14 Jahre sei „kein Tabu“.

Susanne Hierl, rechtspolitische Sprecherin der CDU/CSU-Bundestagsfraktion macht gegenüber BILD deutlich: „Das Signal muss klar sein: Gewalt von 12- oder 13-Jährigen wird nicht achselzuckend hingenommen. Kinder in diesem Alter wissen sehr genau, was richtig und falsch ist“, so Hierl zu BILD und macht klar: „Eine Absenkung der Strafmündigkeit unter 14 Jahre ist kein Tabu.“

Gleichzeitig brauche man aber „neue Wege, wie Taten strafunmündiger Kinder aufgearbeitet und erzieherische Maßnahmen angeordnet werden können. Je früher die Kinder mit den Folgen ihrer Taten konfrontiert werden, desto höher ist die Chance, dass sie nicht zu Intensivtätern werden“, so Hierl.

Susanne Hierl (52, CSU) zu BILD: „Eine Absenkung der Strafmündigkeit unter 14 Jahre ist kein Tabu“

Susanne Hierl (52, CSU) zu BILD: „Eine Absenkung der Strafmündigkeit unter 14 Jahre ist kein Tabu“

Foto: picture alliance / dts-Agentur

Im Bundestagswahlkampf hatte sich bereits CDU-Generalsekretär Carsten Linnemann (48) für eine Herabsetzung der Strafmündigkeit auf 12 Jahre ausgesprochen, im Koalitionsvertrag mit der SPD tauchte das Vorhaben aber nicht mehr auf.

Lehrer-Präsident fordert „Rauswurf und Anzeige“

In BILD meldet sich auch der Präsident des Deutschen Lehrerverbandes, Stefan Düll, zu Wort – und fordert hartes Durchgreifen.

„Die Ergebnisse der Studie aus NRW spiegeln klar die Erfahrungen vieler Lehrkräfte bundesweit wider – besonders in sozial herausfordernden Einzugsgebieten“, sagt Düll zu BILD. Ursachen für den Anstieg der Gewalt unter jungen Schülern sieht der Lehrer-Präsident neben traumatischen Fluchterfahrungen auch in „patriarchalischen Familienstrukturen, religiös motivierter Intoleranz, sozialem Misserfolg der Familien sowie in der Wirkung gewaltverherrlichender Inhalte auf sozialen Medien“. Betroffen seien aber auch junge Menschen ohne familiäre Migrationserfahrung.

Stefan Düll (60) ist Präsident des Deutschen Lehrerverbandes

Stefan Düll (60) ist Präsident des Deutschen Lehrerverbandes

Foto: Andreas Gebert/bpv

▶︎ „Der Deutsche Lehrerverband fordert eine Null-Toleranz-Politik“, so Präsident Düll zu BILD: „Gewalt muss konsequent sanktioniert werden – durch schulische Maßnahmen bis hin zum Rauswurf von der Schule und durch Anzeige bei der Polizei.“

▶︎ Zudem sollten Schulen die Medienbildung mit Anti-Gewalt-Schulungen verbinden und Sprachförderung müsse einhergehen „mit dem Einfordern von Regeln und Leistung“.

▶︎ Eltern müsse klar vermittelt werden, dass sie die schulischen Bemühungen unterstützen und nicht unterlaufen dürften. Düll deutlich: „Gut gemeinte, aber falsch verstandene Toleranz oder Humanität bewirkt Desintegration.“

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Schulhof-Debatte bei Markus Lanz: Wie eine Lehrerin Schimpfwörter stoppt | Politik https://apsnynews.com/schulhof-debatte-bei-markus-lanz-wie-eine-lehrerin-schimpfworter-stoppt-politik/ https://apsnynews.com/schulhof-debatte-bei-markus-lanz-wie-eine-lehrerin-schimpfworter-stoppt-politik/#respond Wed, 22 Oct 2025 05:22:23 +0000 https://apsnynews.com/schulhof-debatte-bei-markus-lanz-wie-eine-lehrerin-schimpfworter-stoppt-politik/ [ad_1]

Eigentlich ist es ganz einfach. Barbara Mächtle, Rektorin einer Grundschule in Ludwigshafen, hat bei Markus Lanz (56) berichtet, mit welcher unspektakulären, aber wirksamen Methode sie ihre Kinder bei Beleidigungen und Beschimpfungen wie etwa „Hurens**n“ ausbremst.

Ihr Erfolgsrezept: „Schon als Grundschule müssen wir agieren und sagen. Du, hör mal, weißt du eigentlich, was du eben gesagt hast? Ich kläre regelmäßig Schüler bei mir im Büro auf, was eine Hure ist, was dadurch auch ein Hurens**n ist, was ein Wichser ist, was Fi… bedeutet. Das volle Programm.“

Denn, so die Pädagogin: „Zuhause, je nach Elternhaus, werden die Kinder nicht aufgeklärt. Ich sage: Wenn du solche Schimpfwörter gebrauchst, dann weißt du bitteschön auch, was sie bedeuten! Der positive Effekt: Die Kinder sind teilweise schockiert, mit was sie da um sich werfen.“

„Eltern an manchen Stellen hilflos“

Folge, so Mächtle weiter: „Wenn ich sage: Überleg’ dir das mal, das wird jetzt zu deiner Schwester oder deinem Bruder gesagt, dann fällt die Kinnlade runter: Oh Gott! Das wirkt tatsächlich, und in den meisten Fällen hat man damit Erfolg, dass die Kinder diese Wörter nicht mehr benutzen und im besten Fall sogar noch ihre Klassenkameraden darauf aufmerksam machen, was sie da jetzt eigentlich von sich geben.“

Schulleiter Engin Çatik (39) aus Berlin: „Wir müssen diese Kinder retten. Das funktioniert aber nur, wenn wir ihnen Grenzen setzen, die ihre Familien ihnen möglicherweise nicht mehr setzen können. Die Eltern sind an manchen Stellen hilflos. Das ist meistens armutsbelastetes Milieu. In manchen Fällen koppelt sich das mit migrantischem Milieu.“

In Mächtles Schule haben 97 Prozent einen Migrationshintergrund. Die Rektorin: „Ich habe viele Kinder, die haben zu Hause kein Buch. Ich habe Kinder, die sind in Ludwigshafen geboren und sprechen dennoch kein Deutsch, weil die in so einer Blase aufwachsen: Die Familiensprache ist nicht Deutsch, in den Kitas wird kein Deutsch gesprochen und in der Schule geht es so weiter.“

Mächtles Problem: „Die Vielfalt der Sprachen macht den Schulalltag schwer, auch im Sozialverhalten. Es dauert einfach alles länger, manches kann man gar nicht aufdröseln, es geht nichts einfach mal schnell mit Ansage. Elternbrief funktioniert nicht.“

Schulleiter Engin Çatik (39)

Schulleiter Engin Çatik (39)

Foto: ZDF

Hauptursache, so die Rektorin: „Das Stadtviertel hat einen hohen Anteil von Menschen mit Migrationshintergrund. Man lebt dort sehr in der Großfamilie. Die Eltern sagen ganz offen: Auch wenn ich arbeiten gehe, ich brauche Deutsch nicht unbedingt. Man kommt in diesem Viertel auch ohne deutsche Sprache durch.“

Elternrätin Katja Rininsland aus Frankfurt: „Auf dem Schulhof muss Deutsch gesprochen werden, da hält sich aber auch keiner dran, weil es gar nicht mehr umsetzbar ist.“

Elternrätin Katja Rininsland

Elternrätin Katja Rininsland

Foto: ZDF

Lanz über die Kritik an Bundeskanzler Friedrich Merz (69, CDU) wegen seiner „kleinen Paschas“: „Man hat den Respekt vor der Lehrerin nicht, man hat keinen Respekt vor Frauen ganz prinzipiell, man hat ein bestimmtes Frauenbild im Kopf. Das ist das, was er meinte. Da gab es einen großem Aufschrei.“

Çatik, Vater von drei Söhnen: „Aber das gibt es! Auch das gibt es selbstverständlich. Die Paschas gibt es. Die toxische Männlichkeit gibt es.“

Lanz über die umstrittene Wortwahl des Kanzlers: „Das habe ich damals auch gesagt. Wenn man das anders ausdrückt, ist man eigentlich raus. Aber dann streiten wir über den Begriff, statt mal ernsthaft darüber zu reden, was eigentlich das Problem dahinter ist.“

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Kommentar: Putzen hat noch keinem geschadet! | Politik https://apsnynews.com/kommentar-putzen-hat-noch-keinem-geschadet-politik/ https://apsnynews.com/kommentar-putzen-hat-noch-keinem-geschadet-politik/#respond Tue, 07 Oct 2025 20:57:20 +0000 https://apsnynews.com/kommentar-putzen-hat-noch-keinem-geschadet-politik/ [ad_1]

In Schwäbisch Gmünd sollen Kinder künftig die Gänge ihrer Schule und die Klassenzimmer selbst putzen.

Sofort gibt es lautes Geschrei: Dass die armen Kleinen doch in der Schule sind, um Mathe und Deutsch zu lernen – nicht, um die Flure zu wischen.

Aber ist das wirklich so eine unsaubere Idee?

Wer heute in Schulen unterwegs ist, trifft auf viele Kinder, die ihren Müll da fallen lassen, wo sie gerade stehen. Auf Sauberkeit müssen sie ja auch nicht weiter achten, weil es nach Schulschluss unsichtbare Geister gibt, die hinter ihnen her putzen.

Da hilft es, wenn die Jungs und Mädchen sich selbst um ihren Dreck kümmern. Das stärkt das eigene Verantwortungsbewusstsein.

Außerdem: Zusammen putzen stärkt den Zusammenhalt. Da müssen die Schüler regeln, dass sich keiner verdrückt. Und nebenbei werden sie Vorzeige-Mitbewohner fürs Erwachsenenleben.

Dass damit auch noch Geld gespart wird, ist ein glänzender Nebeneffekt.

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Bildungskrise in Deutschland: Experten schlagen Alarm | Politik https://apsnynews.com/bildungskrise-in-deutschland-experten-schlagen-alarm-politik/ https://apsnynews.com/bildungskrise-in-deutschland-experten-schlagen-alarm-politik/#respond Sun, 24 Aug 2025 07:44:13 +0000 https://apsnynews.com/bildungskrise-in-deutschland-experten-schlagen-alarm-politik/ [ad_1]

Berlin – Die Bildungskrise in Deutschland spitzt sich weiter zu! Der neue Bildungsmonitor des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW), aus dem die WELT am Sonntag zitiert, zeigt: Es geht weiter bergab – und das in rasantem Tempo. Besonders brisant: Laut IW-Experte Axel Plünnecke hat sich die Lage „gegenüber 2024 weiter leicht verschlechtert“. Seine düstere Diagnose: „Die Lage an Deutschlands Schulen bleibt schlecht.“

Die Zahlen sprechen eine klare Sprache – und sie sind alarmierend!

In zentralen Bereichen wie Integration, Bildungschancen und Schulqualität hat das deutsche Bildungssystem massiv an Substanz verloren. Der IW-Monitor listet für das Jahr 2025 im Vergleich zu 2013 drastische Einbrüche:

► Integration & Bildungschancen: –43,7 Punkte

► Schulqualität: –28,2 Punkte

► Bildungsarmut: –26 Punkte

Plünnecke spricht von einer „Wasserscheide“ rund um das Jahr 2015. Damals sei der Höhepunkt erreicht worden – seitdem gehe es bergab. Hauptgrund: eine Überforderung durch die hohe Migration, sagt der Forscher.

Davor seien die Schulen besser geworden, danach schlechter. In den vergangenen zehn Jahren seien viel mehr Kinder in die Schulen gekommen, als die Kultusminister 2010 dachten. Mehr Kinder seien an sich ein Gewinn für das Land, „aber 2015 hat das Schulsystem überfordert, man fand keine schnellen Antworten auf die Herausforderungen der gestiegenen Fluchtmigration“.

Die Politik ringt um Lösungen

Bundesbildungsministerin Karin Prien (60, CDU) verweist auf Maßnahmen aus dem Koalitionsvertrag: „flächendeckende, verpflichtende Sprach- und Entwicklungsdiagnostik für vierjährige Kinder“. Ihr Ziel sei klar: „Eltern spielen dabei eine Schlüsselrolle“, so Prien. Es gehe darum, Chancen zu eröffnen, nicht zu bestrafen: „Aber wenn Kinder Hilfe brauchen und Unterstützung dauerhaft ausbleibt, müssen wir gemeinsam Lösungen finden.“

► Doch nicht alle sehen das so milde: CDU-Bildungspolitikerin Anne König (40) bringt auch härtere Maßnahmen ins Spiel. „Im Zweifel müssen wir auch über wirksame Sanktionen nachdenken.“

SPD-Bildungspolitikerin Jasmina Hostert (42) unterstützt Sprachtests, lehnt Strafen aber ab: „Fördermaßnahmen müssen verbindlich sein – das ist der notwendige erste Schritt.“

► Die Grünen warnen vor einem autoritären Kurs. Bildungsexpertin Anja Reinalter (55) betont: „Sprache ist der Schlüssel zur Welt.“ Verbindliche Tests – ja. Strafen für Eltern – nein. Aber: „Es geht darum, Eltern mitzunehmen, zu überzeugen und gemeinsam das Beste für ihre Kinder zu erreichen.“

AfD-Bildungspolitiker Götz Frömming (56) geht noch einen Schritt weiter. Für ihn liegt das Kernproblem nicht nur in fehlenden Sprachkenntnissen, sondern im häuslichen Umfeld: „Für den Spracherwerb ist das familiäre Umfeld wichtig“, sagt er – und mahnt: „Nichts kann ein funktionierendes Elternhaus ersetzen.“

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SPD-Bildungsexpertin: Gebetsräume haben an Schulen nichts zu suchen! | Politik https://apsnynews.com/spd-bildungsexpertin-gebetsraume-haben-an-schulen-nichts-zu-suchen-politik/ https://apsnynews.com/spd-bildungsexpertin-gebetsraume-haben-an-schulen-nichts-zu-suchen-politik/#respond Mon, 04 Aug 2025 06:18:20 +0000 https://apsnynews.com/spd-bildungsexpertin-gebetsraume-haben-an-schulen-nichts-zu-suchen-politik/ [ad_1]

Düsseldorf – Erste Stunde Mathe, zweite Gebet. Die neuesten Zahlen des Schulministeriums in NRW zeigen: 176 Schulen in Nordrhein-Westfalen besitzen Gebetsräume (davon 44 Grundschulen!). Das ruft nun die SPD in NRW auf den Plan.

Es ist keine neue Debatte, schon Anfang letzten Jahres gab es Diskussionen, als sich Schüler in Neuss sich als „Scharia-Polizei“ ausgaben und Mitschüler nötigten und bedrohten.

„Gebetsräume haben an Schulen nichts zu suchen!“

Die SPD-Landtagsabgeordnete und schulpolitische Sprecherin der SPD-Fraktion, Dilek Engin (44), sieht das Schulklima in Gefahr. Sie sagt zu BILD: „Schulen sind Orte des gemeinsamen Lernens, der Integration und des sozialen Miteinanders.“

▶ Gebetsräume würden die Schulgemeinschaft bedrohen und die Schulen unter Druck setzen. Laut einer Berichterstattung des WDR käme das Bedürfnis nach Gebetsräumen größtenteils von der muslimischen Schülerschaft. Die Nutzung stehe aber allen Glaubensrichtungen zu.

Die Schulministerin Dorothee Feller (CDU) rechtfertigt die Untätigkeit des eigenen Ministeriums und beruft sich auf die Religionsfreiheit im Grundgesetz. Diese berechtigte Schüler grundsätzlich, während des Besuchs der Schule, aber außerhalb der Unterrichtszeit ein (rituelles) Gebet zu verrichten.

Einzige Ausnahme: eine Gefährdung des „Schulfriedens“ und des „schulischen Miteinanders“.

NRW-Schulministerin Dorothee Feller (CDU) verteidigt die Gebetsräume

NRW-Schulministerin Dorothee Feller (59) verteidigt die Gebetsräume

Foto: picture alliance/dpa<!–>

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„Die Landesregierung duckt sich weg“

Dilek Engin ist entsetzt über das schwarz-grüne Verstecken vor der Gebetsraum-Debatte: „Anstatt für klare Regeln zu sorgen, überlässt sie die Entscheidung den einzelnen Schulleitungen“. Die Schulen stünden nackt dar. Politische Rückendeckung – Fehlanzeige.

Die Regierung zwinge so die Schulen, die Entscheidung für oder gegen Gebetsräume alleine zu treffen. „Das kann nicht Aufgabe von Schulleitungen sein. Wir brauchen eine eindeutige Haltung“, so Engin.

[–>Sie betont, Schulen sollten neutral bleiben und ihrer Hauptaufgabe nachgehen: Bildung. Das Gebetsritual gehöre nicht auf den Stundenplan.

In den Jahren 2022 und 2023 wurden in NRW 31 Fälle ähnlich dem der „Scharia-Polizei“ in Neuss geprüft. Laut WDR würden aber nicht alle Fälle bei den Behörden landen.

Laut Engin drängt die Zeit: „Schulministerin Feller soll sich nun endlich in dieser Frage klar positionieren und den Schulen klar signalisieren, dass sie in dieser Frage nicht alleine stehen.“

Doch auf eine Anfrage der SPD-Fraktion antwortet CDU-Ministerin Feller, eine einheitliche Regelung sei NICHT geplant.

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Fast 20 Prozent der Vorschulkinder können kaum Deutsch | Politik https://apsnynews.com/fast-20-prozent-der-vorschulkinder-konnen-kaum-deutsch-politik/ https://apsnynews.com/fast-20-prozent-der-vorschulkinder-konnen-kaum-deutsch-politik/#respond Wed, 09 Jul 2025 13:14:27 +0000 https://apsnynews.com/fast-20-prozent-der-vorschulkinder-konnen-kaum-deutsch-politik/ [ad_1]

Berlin/München – Bundesbildungsministerin Karin Prien (60, CDU) hält eine Obergrenze für Migrantenkinder in Schulen für „denkbar“. Die Idee: So soll verhindert werden, dass zu viele Kinder in einer Klasse Deutsch gar nicht oder schlecht beherrschen.

Der Vorschlag sorgte für hitzige Debatten. Die große Unbekannte dabei: Um wie viele Migrantenkinder geht es eigentlich? Wie viele Schüler kämpfen mit schlechten Deutschkenntnissen? Prien hatte die Zahlen nicht.

Konkrete Zahlen kann jetzt ein Bundesland vorlegen: Bayern.

Im vorigen Jahr hatte Ministerpräsident Markus Söder (58, CSU) entschieden: Wir führen verpflichtende Sprachtests für Vorschüler ein. Seit Februar 2025 wurden im Freistaat die Kenntnisse aller 4-jährigen Kinder abgerufen, die ab dem Schuljahr 2026/27 die erste Klasse besuchen sollen.

23.800 Kinder schaffen den Deutsch-Test nicht

Ergebnis: Von 128.000 ABC-Schützen des kommenden Jahres beherrschen gegenwärtig 23.800 die deutsche Sprache nicht gut genug, um dem Unterricht folgen zu können. Das entspricht satten 18,6 Prozent der zukünftigen Erstklässler in Bayern – fast jeder fünfte.

Mit diesen Aufgaben prüften bayerische Grundschulen die Deutschkenntnisse von Kita-Kindern. Wem der Kindergarten ausreichende Fähigkeiten in Deutsch bescheinigte, musste keinen Test machen

Mit diesen Aufgaben prüften bayerische Grundschulen die Deutschkenntnisse von Kita-Kindern. Wem der Kindergarten ausreichende Fähigkeiten in Deutsch bescheinigte, musste keinen Test machen

Foto: BaSiS

Die Unterschiede sind groß zwischen einzelnen Städten. So haben in München 665 Kinder im Alter von 4 Jahren ungenügende Deutschkenntnisse. Das sind nur 4,8 Prozent der 13.724 Münchner Kinder, die laut Statistischem Jahrbuch Bayern in dieser Altersgruppe fallen.

In Nürnberg bewältigte dagegen knapp ein Drittel den Deutsch-Test nicht. Laut Statistik hat die Stadt 4744 Kinder in dieser Altersgruppe. 1588 haben ungenügende Kenntnisse.

Bayerns Kultusministerin Anna Stolz (42, Freie Wähler) zu BILD: „Nachdem wir nun genau wissen, wer unsere Unterstützung benötigt, können wir die Förderung jetzt auch zielgerichtet angehen.“

Kinder, die keine ausreichenden Sprachkenntnisse besitzen, müssen im neuen Kindergartenjahr verpflichtende „Vorkurse Deutsch“ besuchen. Das bayerische Kultusministerium hat das seit 2001 bestehende freiwillige Programm massiv ausgebaut. Ab Herbst dieses Jahres gibt es 600 zusätzliche Kurse.

Ministerin Stolz: „Unser Anspruch muss sein, allen Kindern in Bayern die bestmöglichen Startchancen zu Beginn ihrer Schullaufbahn zu ermöglichen.“

Andere Bundesländer wollen nachziehen

Vorgesehen sind 240 Unterrichtsstunden für jedes Kind. Kurz vor dem Eintritt in die Schule werden die erworbenen Deutschkenntnisse noch einmal kontrolliert. Sollte sich herausstellen, dass manche Kinder immer noch zu schlecht Deutsch sprechen, werden sie nicht eingeschult, sondern wiederholen den Kurs. Stolz verspricht: „Wir lassen kein Kind zurück.“

Auch andere Bundesländer wie Thüringen und Sachsen arbeiten bereits an der Einführung verpflichtender Sprachtests im Kindergartenalter.

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Quoten-Idee wird zum Flop: Länder zeigen Prien die kalte Schulter | Politik https://apsnynews.com/quoten-idee-wird-zum-flop-lander-zeigen-prien-die-kalte-schulter-politik/ https://apsnynews.com/quoten-idee-wird-zum-flop-lander-zeigen-prien-die-kalte-schulter-politik/#respond Wed, 09 Jul 2025 07:00:40 +0000 https://apsnynews.com/quoten-idee-wird-zum-flop-lander-zeigen-prien-die-kalte-schulter-politik/ [ad_1]

Berlin – Rückenwind sieht wohl anders aus! Die Kultusminister der Bundesländer halten wenig bis gar nichts vom Vorstoß von Bundesbildungsministerin Karin Prien (60, CDU) für eine Migrationsquote an Grundschulen. Und Schulpolitik ist ausschließlich Ländersache.

DAS sagen die Länder auf BILD-Anfrage – 10 von 16 haben geantwortet:

NRW: Ein Sprecher von Schulministerin Dorothee Feller (59, CDU): „Angesichts der Größe Nordrhein-Westfalens und des hohen Anteils von Schülern mit Zuwanderungsgeschichte – durchschnittlich nahezu die Hälfte – ist eine Migrationsquote an Schulen schlichtweg nicht umsetzbar.“

Sachsen: Auch Kultusminister Conrad Clemens (42, CDU) erteilt Prien eine Absage: „Nur wer Deutsch spricht, kann erfolgreich am Unterricht teilnehmen. Deshalb setzen wir auf verpflichtende Sprachtests und Sprachförderung.“

Kommunen sollen entscheiden

Sachsen-Anhalt: Das Bildungsministerium lässt dem Prien-Vorstoß zumindest eine kleine Chance und verweist auf die Städte und Gemeinden: „Die Verantwortung für die konkrete Einschulung und die Festlegung von Schulbezirken liegt bei den Kommunen.“ Die Schulträger hätten die Möglichkeit, durch vorausschauende Planung eine zu starke Konzentration von Kindern mit besonderem Unterstützungsbedarf an einzelnen Standorten zu vermeiden.

Baden-Württemberg: Das Kultusministerium lässt Prien im Regen stehen und verweist auf die Bildungsreform, die man auf den Weg gebracht habe. Kinder werden demnach im Alter von viereinhalb Jahren auf Sprachförderbedarf getestet und erhalten, wenn nötig, verbindlichen Sprachunterricht. Wer zum Zeitpunkt der Einschulung die deutsche Sprache nicht gut genug beherrscht, geht erst einmal in eine „Juniorklasse“, bis zur Schulreife.

Zu Priens Quoten-Idee kein Wort.

► Ähnlich die Aussagen aus Hessen und Thüringen: „Die Kollegin Prien trifft den Punkt“, sagt zwar Hessens Kultusminister Armin Schwarz (57, CDU). Denn es gehe um die wichtige Debatte, dass alle von der ersten Klasse dem Unterricht sprachlich folgen können. Auf den Quoten-Vorschlag geht er auch nicht ein, verweist auf Eingangstests und Förderungen. Ebenso Thüringens Bildungsminister Christian Tischner (43, CDU), der verbindliche Sprachtests an Kindergärten ins Rennen wirft.

Brandenburg: Bildungsminister Steffen Freiberg (43, SPD) sagt, viel entscheidender für den Schulerfolg als das Merkmal ‚Migrationshintergrund‘ seien „Sprachkenntnisse und sozio-ökonomische Rahmenbedingungen.“ Die Wahl des Wohnortes sei auch ausschlaggebend dafür, welche Grundschule ein Kind besucht, da die Schulträger in Brandenburg für jede Grundschule ein Einzugsgebiet (Schulbezirk) festlegen.

Klare Kante aus Bayern und Hamburg

Bayern: Staatsministerin Anna Stolz (42, Freie Wähler), erteilt der Prien-Idee eine Abfuhr: „Eine Migrationsquote an unseren Schulen ist schon organisatorisch gar nicht umsetzbar, aber darüber hinaus auch das falsche Signal.“

► Ähnlich Hamburg: Die Behörde von Senatorin Ksenija Bekeris (47, SPD) teilt mit, die Umsetzung sei „zumindest in Großstädten völlig illusorisch und realitätsfremd“. An Hamburgs Schulen liege die Migrationsquote aktuell bei 55 %, mit steigender Tendenz.

Bitter für Karin Prien: Auch Schleswig-Holstein, wo sie zuletzt Bildungsministerin war, lehnt ihre Idee ab! Nachfolgerin Dorit Stenke (64, CDU): „Wir sollten nicht über Obergrenzen für Kinder mit Migrationshintergrund reden, sondern wir müssen über Schülerinnen und Schüler sprechen, die nicht ausreichend Deutsch sprechen.“

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