1:0 – Fortuna gestürzt: Preußen mit historischem Sieg! | Sport

02.11.2024 - Cumartesi 12:45

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Im Keller brennt wieder Licht – und noch sooo hell...

1:0 – Fortuna gestürzt. Preußen mit historischem Sieg!

Was für ein Fußball-Feiertag am Feiertag für alle Adlerträger und ihre Fans. Endlich hat's geklappt, gelingt Aufsteiger Münster der erste Zweitliga-Heimerfolg seit über 33 Jahren. Und das sogar noch gegen Spitzenreiter Düsseldorf.

Rechtsverteidiger Jano ter Horst (21) war‘s, der bereits in der 26. Minute den „Treffer des Abends“ markierte. Nach perfekter Flanke von Andras Nemeth (21) köpfte er die Kugel aus neun Metern wuchtig in die Maschen des Fortuna-Netzes. Tütete damit drei ganz wichtige Heim-Punkte ein, die das Team von Cheftrainer Sascha Hildmann (52) aus der Abstiegszone bis auf Platz 14 katapultierten.

Der Bann ist gebrochen – und Preußen endgültig im Fußball-Unterhaus angekommen.

Duell der TorhüterMonster-Reflex von Ex-Bayern-Juwel

Quelle: Bild01.11.2024

12.422 Zuschauer im restlos ausverkauften Stadion an der Hammer Straße sahen eine Partie, die so ganz anders verlief, als vorab zu erwarten war. Nicht der Tabellenführer aus dem Rheinland gab den Ton an, sondern der Vorletzte. Münster mutig, mit stabiler Defensive und viel Ballbesitz. Die Düsseldorfer, die zuvor alle fünf Auswärtspartien in der laufenden Spielzeit für sich entschieden hatten, konnten sich kaum in Szene setzen.

Nur einmal brannte es kurz vor der Pause lichterloh im Strafraum der Preußen. Nach einem Freistoß landete der Ball auf dem Fuß von Kapitän Andre Hofmann (31), der jedoch aus wenigen Metern völlig frei an Johannes „Jojo“ Schenk (21) scheiterte (43.). Eine unfassbare Monster-Parade von Münsters jungem Keeper am Tag nach Halloween!

Im zweiten Durchgang das gleiche Bild. Fortuna bemüht, aber einfallslos. Während die Hausherren mit viel Herz und Leidenschaft nicht nur ihren Vorsprung verteidigen wollten, sondern sogar auf das zweite Tor drängten.

Yassine Bouchama auf dem Weg zum sicheren 2:0. Doch der Preußen-Stürmer scheitert an Fortuna-Keeper Florian Kastenmeier

Yassine Bouchama auf dem Weg zum sicheren 2:0. Doch der Preußen-Stürmer scheitert an Fortuna-Keeper Florian Kastenmeier

Foto: Friso Gentsch/dpa

Das hätte bereits 180 Sekunden nach Wiederanpfiff fallen müssen! Aus der eigenen Hälfte schickte der bockstarke „Sechser“ Rico Preißinger (28) seinen Sturm-Kollegen Yassine Bouchama (26) auf die Reise. Der rannte von der Mittellinie aus mutterseelenallein auf den Düsseldorfer Kasten zu, hätte sich die Ecke aussuchen können. Doch Schlussmann Florian Kastenmeier (27) blieb extrem lange stehen und lenkte seinen Flachschuss noch so gerade um den rechten Pfosten.

Bouchama nach dem Abpfiff selbstkritisch: „Ich hatte unterwegs einfach viel zu viel Zeit zum Überlegen. Erst wollte ich links einschieben, dann rechts und letztlich den Torwart überlupfen. Hat leider nicht geklappt. Ich bin nur froh, dass wir dennoch gewonnen haben. Eine solch dicke Chance darfst Du eigentlich nicht liegen lassen. Das rächt sich fast immer!“

Und weiter: „Ich werde mir die Szene heute Nacht bestimmt noch zigmal daheim im Fernsehen anschauen. Um daraus für die Zukunft zu lernen.“

Sieger-Kreis der Preußen nach dem ersten Zweitliga-Erfolg seit 33(!) Jahren

Sieger-Kreis der Preußen nach dem ersten Zweitliga-Erfolg seit 33(!) Jahren

Foto: Friso Gentsch/dpa

Nachdem ein Kopfball von Nemeth in der 60. Minute ziemlich knapp am langen Eck vorbei strich, wäre Bouchama wenig später trotzdem fast noch das 2:0 gelungen. Doch diesmal kam er eine Fußspitze zu spät, als Kastenmeier einen Knaller von Charalambos „Babis“ Makridis (28) mit viel Mühe nur nach vorn abklatschen ließ.

Und die Fortuna? Enttäuschend einfallslos. Erst in der sechsten Minute der Nachspielzeit sorgte sie noch einmal für echte Aufregung. Nach einer missglückten Flanken-Abwehr vom ansonsten überragenden Schenk trifft Vincent Vermeij (30) nur das linke Außennetz.

Fortuna Sports-Boss Klaus Allofs (l.), hier mit Trainer Daniel Thioune (r.), zeigte sich nach Abpfiff als fairer Verlierer

Fortuna Sports-Boss Klaus Allofs (l.), hier mit Trainer Daniel Thioune (r.), zeigte sich nach Abpfiff trotz aller Enttäuschung als fairer Verlierer

Foto: Hendrik Schmidt/dpa

Der Ausgleich zu diesem späten Zeitpunkt wäre nicht nur glücklich, sondern zudem auch noch unverdient gewesen. Gab selbst Düsseldorfs Sport-Boss Klaus Allofs (67) hinterher enttäuscht und ehrlich zu: „Wir haben es nicht gut gemacht und unsere Stärken nicht auf den Rasen gebracht. Der Sieg von Münster geht deshalb völlig in Ordnung.“

Münsters Chefcoach Hildmann dagegen strahlte glücklich und zufrieden: „Meine Jungs haben heute alles rausgehauen und ihr Herz auf dem Platz gelassen. Wir entwickeln uns Schritt für Schritt weiter. Nach 33 Jahren endlich wieder einen Zweitliga-Heimsieg zu feiern, macht uns stolz und freut mich für alle, die es mit Preußen halten.“

Die verdiente Belohnung für seine Truppe – nach dem Auslauftraining am Samstagmorgen gibt's gleich zwei freie Tage...

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