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111.000 Soldaten zusammengezogen: Plant Putin Mega-Offensive? | Politik
28.06.2025 - Cumartesi 09:25
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In Pokrowsk (Region Dnipropetrowsk), einem kritischen Punkt an der ukrainischen Frontlinie, hat die russische Armee 111.000 Soldaten zusammengezogen. Das berichtet der „Kyiv Independent“ unter Berufung auf den ukrainischen General Oleksandr Syrskyi (59).
Seit Monaten gibt es in der Region schwere Gefechte. Dem General zufolge halten ukrainische Streitkräfte aber die Stellung. Plant Putin jetzt genau dort eine neue Mega-Offensive? Putins Ziel laut Syrskyi: In die Region Dnipropetrowsk vorzudringen und den psychologischen Effekt des „berüchtigten Fuß des russischen Soldaten“ auszulösen, Flagge zu hissen und einen „Pseudo-Sieg“ zu verkünden.
Die Aussagen des Generals beziehen sich auf kürzlich getätigte Äußerungen von Kreml-Despot Wladimir Putin, der fantasierte, wo auch immer ein russischer Soldat in der Ukraine seinen Fuß hinsetze, das sei fortan russisches Gebiet.
Aber warum zielt Putin ausgerechnet auf Pokrowsk? Militärexperten sehen Pokrowsk als wichtigen Knotenpunkt mit hervorragenden Straßen- und Eisenbahnanbindungen. Werden diese Versorgungswege gestört, würde das die ukrainische Armee schwächen – und könnte sogar ihre Verteidigungsstrategie gefährden. Bisher hält die ukrainische Armee allerdings ihre Verteidigungslinie.
Auch schwere Angriffe auf Odessa
Erst am Freitag behauptete Kreml-Chef Putin, Moskau sei „bereit“ für eine dritte Runde von Friedensgesprächen mit Kiew. Ein Hohn, wenn man bedenkt, dass er an bisherigen Gesprächen nicht einmal selbst teilnahm und stattdessen Vertreter aus der zweiten Reihe schickte. Alle bisherigen Gespräche brachten keinen Durchbruch, die Kämpfe gehen weiter. Bundesverteidigungsminister Boris Pistorius (65, SPD) sagte beim SPD-Parteitag in Berlin über Putin: „Dieser Imperialist im Kreml will nicht verhandeln, er will keinen Frieden.“
In der Nacht zu Samstag griff die russische Armee Raketen die ukrainische Hafenstadt Odessa an, Wohnhäuser gingen in Flammen auf, mindestens zwei Menschen starben
Ein Feuerwehrmann trägt ein verletztes Kind aus einem brennenden Wohnhaus in Odessa
Die nächtlichen Angriffe auf die Ukraine bestätigen das. Sie dauern unvermindert an. So gab es in der Nacht zu Samstag wieder einen schweren russischen Angriff auf die Hafenstadt Odessa. Ein verheiratetes Paar starb durch eine Rakete, die in einem mehrstöckigen Wohnhaus einschlug. Zwei Kinder und zwei weitere Menschen wurden verletzt.
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