2. Bundesliga: Hannover-Fans boykottieren Derby in Braunschweig | Sport

20.09.2024 - Cuma 10:15

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Fan-Aufstand bei Hannover 96!

Das Derby bei Eintracht Braunschweig am 6. Oktober (13.30 Uhr) wirft seine Schatten längst voraus. Das brisante Duell soll mit 40 Prozent weniger Gäste-Fans und unter stark verschärften Sicherheitsvorkehrungen stattfinden. Niedersachsens Innenministerin Daniela Behrens (56/SPD) hatte dieses Fan-Verbötchen offiziell verkündet.

Statt 2100 Hannover-Fans dürfen nur 1260 rein. Fan-Utensilien und Choreos sind untersagt. Ursprünglich wollte Behrens nach den Vorkommnissen beim jüngsten Derby im April Gäste-Fans komplett ausschließen. Jetzt bekommt sie ihren Willen tatsächlich – wenn auch anders, als geplant...

[-->Die 96-Fans sind vom Verbötchen gar nicht begeistert, deuteten unmittelbar nach Bekanntgabe des Urteils einen Verzicht auf den Stadion-Besuch an. Und so soll es jetzt auch kommen: Am Mittwoch kündigte die organisierte Fanszene an, das Derby zu boykottieren: „In einer über Monate von Populismus geprägten einseitigen Debatte der Innenpolitik, federführend durch Innenministerin Daniela Behrens, wird dieses Derby ohne die aktive Fanszene von Hannover 96 stattfinden.“

Fan-Boykott bei Derby an

Der Vorwurf: „Entgegen allen sachlich fundierten Einschätzungen von Fanprojekten, Vereinen und selbst der örtlichen Polizeien, hat das niedersächsische Innenministerium mit Eintracht Braunschweig letzten Endes nach vielen erfolglosen Wochen ein Opfer gefunden, welches sich den Drohungen der Innenministerin gebeugt hat, um ein Maßnahmenpaket umzusetzen.“

Vor allem Behrens wird verbal von der Fanszene angegangen: „Allein ein Konzept öffentlich ‚par ordre du mufti‘ (auf Anordnung von vorgesetzter Stelle, d. Red.) ohne die eigentlichen Beteiligten durchzudrücken offenbart, wessen Geistes Kind Daniela Behrens ist. In derart politisch aufgeheizten Zeiten ein Offenbarungseid der besonderen Art, den wir selbst einer SPD-Innenministerin nicht zugetraut hätten und der sich hoffentlich in aller Deutlichkeit rächen wird.“

Neben der Reduzierung des Gäste-Kontingents sei das Verbot der Fan-Materialien „im Rahmen eines Derbys nicht hinnehmbar. Von den voraussichtlich noch weiter ausufernden Sicherheitsmaßnahmen rund um den Spieltag sowie Einlasskontrollen unbekannten Ausmaßes ganz abzusehen, welche schon in den Jahren zuvor den Bogen überspannten.“

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[-->Quelle: Instagram @_vardinha90 ; Tik Tok @_vardinha9019.01.2024

Gelobt wurde der „konstruktive Austausch“ mit Hannover 96: „Wir sind davon überzeugt, dass hier ein valider und faktenbasierter Austausch mit allen Beteiligten jederzeit lösungsorientierter ist, als eine plumpe Erpressung durch die Innenpolitik. Wir werden uns dahingehend entgegen allen Rivalitäten innerhalb des Austauschs mit Hannover 96 für das Rückspiel bereits jetzt für eine Zulassung von Choreomaterialien und die Gewährung eines Gästekontingents von 10 % einsetzen.“

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