Niğde’de dehşet! 2 sevgili kanlar içinde bulundu
30.000 Euro Miete für Kaffeemaschinen, aber kein Geld fürs Klima | Politik
23.11.2024 - Cumartesi 22:14
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Außer Spesen nichts gewesen? Nach zwei Wochen harter Verhandlungen fällt die vorläufige Bilanz des Weltklimagipfels ernüchternd aus: Bis Samstagabend (Ortszeit) war unklar, ob es in Baku (Aserbaidschan) zu einer Einigung kommen würde.
Außenministerin Annalena Baerbock (43, Grüne) machte den Öl-Staaten (dazu gehören u. a. Gastgeber Aserbaidschan sowie Saudi-Arabien) scharfe Vorwürfe: Auf der Konferenz befinde man sich „in der Mitte eines geopolitischen Machtspiels“, sagte Baerbock. Dieses werde von „fossilen Staaten auf dem Rücken der ärmsten und verletzlichsten Länder“ ausgetragen.
Wegen der schleppenden Verhandlungen war die Konferenz in die Verlängerung gegangen. Eigentlich sollte sie Freitagabend enden.
Auch der Blick aufs eigene Konto fällt nach zwei Wochen Klimagipfel ernüchternd aus: Konferenzbesucher mussten an Café-Ständen auf dem Gelände acht bis zehn Euro berappen – für einen Becher Kaffee!
In den örtlichen Cafés wird zwar oft lieber Tee als Kaffee getrunken, dennoch ist der Preisunterschied gewaltig: Das „Cozy Coffee“ in Baku beispielsweise nimmt 2,82 Euro für einen Kaffee mit Milch.
Horrende Mietkosten für Kaffeemaschinen
Der Teuer-Schock traf auch die Delegationen. Denn das COP-Organisationskomitee hatte den aus aller Welt angereisten Verhandlungsgruppen untersagt, ihre Büros mit eigenem Mobiliar auszustatten oder eigene Caterer für die Verpflegung zu beauftragen.
Folge: horrende Kosten!
Nach BILD-Informationen hat der örtliche Dienstleister, der die Pavillons und Büros der Länder ausgestattet hat, deftige Preise aufgerufen. Für eine Kaffeebar im deutschen Pavillon (professionelle Siebträger-Maschine, zwei Vollzeit-Barista, dazu Kaffee und Milch) wurden sagenhafte 32.000 US-Dollar (ca. 30.700 Euro) Miete fällig!
Diese Kaffeemaschine (Neupreis 130 bis 180 Euro) im Delegationsbüro kostet Deutschland 1700 Dollar Miete
Für die Delegationsbüros konnte seitens des Dienstleisters nur eine Art von Kaffeemaschine (Kapselmaschine „Lavazza Blue classy mini“, Neupreis zwischen 130 und 180 Euro) bestellt werden. Der Mietpreis für die zwei Wochen betrug sagenhafte 1700 US-Dollar (inkl. Ausstattung, umgerechnet rund 1630 Euro).
Eine XXL-Flasche Wasser (18 Liter) für den Wasserspender schlug mit 60 US-Dollar (knapp 58 Euro) zu Buche, für Frühbucher wurden „nur“ 39 Dollar (37 Euro) berechnet.
Wasseraufstand auf der Klimakonferenz
Folge: ein Wasseraufstand!
Viele Delegationen zapften aus Ärger über die hohen Preise heimlich Wasser an den öffentlichen Anlagen ab oder schleppten auf dem Gelände herumstehende Riesenwasserflaschen in ihre Büros. So konnten die überteuerten Bestellungen vermieden werden, die gerade für die ärmsten Länder unbezahlbar waren.
Auch die deutsche Delegation (270 Teilnehmer geplant) wurde kreativ: Nach BILD-Informationen wurden heimlich eigene kleine Kaffeemaschinen aufs Gelände gebracht. Um den Verbrauch einzuschätzen: Die Türkei war mit 1862 Teilnehmern vor Ort, Nigeria mit 634.
Begehrt und teuer: XXL-Wasserbehälter auf der Weltklimakonferenz
Die Gesamtkosten für die Miete des deutschen Büros (172 qm) und des Deutschen Pavillons (150 qm) lassen sich noch nicht abschließend beziffern.
Aus Delegationskreisen heißt es, man rechne mit einem „hohen sechsstelligen Betrag“. Die astronomisch hohen Preise seien gegenüber den aserbaidschanischen Gastgebern und beim Dienstleister selbst mehrfach und nachdrücklich kritisiert worden.
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