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3:2 – Testspiel gedreht: Preußen bremsen Bremen aus! | Sport
08.09.2024 - Pazar 04:49
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Und die Gewinner kamen von der Bank...
3:2 – Testspiel gedreht. Preußen bremsen Bremen aus!
Endlich wieder ein Erfolgs-Erlebnis für Münsters Zweitliga-Kicker – auch wenn's dafür keine Punkte gibt. Nach vier Sieglos-Partien in der Meisterschaft (nur 1 Punkt/Tabellenplatz 16) zeigten die Jungs von Cheftrainer Sascha Hildmann (52), dass sie es ja doch noch können. Vor der Prima-Kulisse von 5013 Fans rangen sie in einem Test die Bundesliga-Truppe von Werder Bremen nieder, machten aus einem 0:2-Rückstand noch ein starkes 3:2. So wichtig und gut fürs angeknackste Selbstvertrauen.
Dabei begann die erste Hälfte ähnlich wie zuletzt das 1:4 beim Hamburger SV. Die „Adlerträger“ mit mehr Chancen, aber erneut ohne das nötige Glück im Abschluss. Daniel Kyerewaa (21/5. und 24.), Joshua Mees (28/9./35.), Jorrit Hendrix (29/17.) oder auch Charalambos „Babis“ Makridis (28/31.) vergaben reihenweise dickste Dinger.
Die Gäste dagegen hanseatisch cool. Zwei Chancen, zwei Tore. Nach sieben Minuten die frühe Führung durch Justin Njinmah (23), der ziemlich ungehindert nach feiner Flanke von Istanbul-Leihgabe Derrick Köhn (25) aus neun Metern zum 1:0 einköpfen konnte. Als Julian Malatini (23) nach 27 Minuten den zweiten Treffer folgen ließ, schien der Fisch bereits geputzt.
Werder-Keeper Markus Kolke ist in dieser Szene eher am Ball als Preußens Luca Bazzoli (l.). Am Ende aber musste er dreimal hinter sich greifen
Doch denkste! Nach der Pause brachte Hildmann gleich acht frische Kräfte, die zuletzt eher selten ran durften. Teilweise nicht einmal im Kader gestanden hatten. Wie Yassine Bouchama (26), Jakob Korte (21), Thomas Kok (26), Thorben Deters (29), Luca Bolay (22) oder das Innenverteidiger-Duo Simon Scherder (31) und Niko Koulis (25). Jedem einzelnen von ihnen war anzumerken, dass er sich unbedingt zeigen wollte.
Die Folge: Preußen drehte groß auf – und das Spiel. Rico Preißinger (28), ebenfalls erst zum Wiederanpfiff eingewechselt, schaffte nach toller Vorarbeit von Bouchama den Anschluss (64.) Aus gut 16 Metern hämmerte er die Kugel unter den Querbalken des Bremer Gehäuses. Sein erstes Tor überhaupt für die „Schwarz-Weiß-Grünen“.
Münster machte weiter Druck, zwang den Erstligisten zu immer mehr Fehlern. Und zum Eigentor durch Malatini, der einen weiten Ball der Hausherren per Kopf an Torhüter Markus Kolke (25) vorbei ins eigene Netz lenkte (82.).
Er kann es immer noch!Kroos-Tor bei Comeback
Damit aber nicht genug! Die „Krönung des Abends“ blieb Münsters Neuzugang Hólmbert Aron Fridjónsson (31) vorbehalten. Die Island-Latte (1, 96 m), erst am vergangenen Freitag verpflichtet, feierte ihre 45-minütige Preußen-Premiere gleich mit der ersten Bude.
Wenn auch dank freundlicher Unterstützung von Werder-Keeper Kolke, der ihm einen Abschlag direkt auf den Schlappen servierte. „Riese Berti“, der zuvor schon in mehreren Zweikämpfen geschickt die Kugel behauptet hatte, zögerte nicht lange. Traf mit sattem Schuss aus 18 Metern zum 3:2-Endstand. Keine Frage, Fridjónsson ist eine echte Bereicherung für den Angriff.
Hildmann war nach dem Abpfiff natürlich hochzufrieden – und zwar mit den gesamten 90 Minuten: „Ich finde, wir haben auch schon im ersten Durchgang sehr guten Fußball gespielt, hoch gepresst und uns einmal mehr reichlich Möglichkeiten erarbeitet.“
Stimmt – aber dennoch sollte ihn seine „zweite Garde“ zum Nachdenken bringen. Mit ihr kam schließlich die Wende. Schön für einen Trainer, einen so breiten Kader zu haben. Aber auch schwierig, daraus die richtigen Elf fürs nächste Heimspiel gegen den SC Paderborn (Fr./13.9./18:30 Uhr) zu formen...
Für alle Preußen-Fans noch ein ungewohntes Bild: Ex-Sportchef Peter Niemeyer (M.) sitzt inzwischen als Leiter der Lizenzspieler bei Werder Bremen auf der Bank
Der Werder-Test war übrigens eine Teilvereinbarung des Abschieds von Peter Niemeyer (40) zu den Bremern. Preußen Ex-Sportboss hatte bekanntlich in der Sommerpause – vorzeitig – die Seiten gewechselt und ist seit dem 1. Juli offiziell als Leiter der Lizenzspieler-Abteilung beim Weser-Club tätig. Dass er nun bei seiner ersten Rückkehr gleich eine Pleite einstecken musste, konnte er verdauen. Niemeyer ehrlich: „Das war sicherlich nicht das, was wir hier zeigen wollten. Münster hat letztlich verdient gewonnen.“ Sowie durch den guten Zuschauer-Besuch noch eine kleine Zusatz-Einnahme generiert...
Verzichten musste Coach Hildmann übrigens auf Joel „Johnny“ Grodowski (26/muskuläre Probleme), Dominik Schad (27/Sprunggelenk), Andràs Németh (21/die beiden Torhüter Morten Behrens (27) und Marian Kirsch (20/jeweils mit Finger-Verletzungen), Sebastian „Beppo“ Mrowca (30/Riss der Achillessehne) und Malik „Batman“ Batmaz (24/Kreuzbandriss). Zudem befindet sich Angreifer Etienne Amenyido (26) mit Togo auf Länderspielreise.
Preußen-Trainer Sascha Hildmann (l.) wechselte gegen Werder munter durch. Mit der Erkenntnis, dass auch die bisherige „zweite Garde“ mit Macht auf ihre Chance drängt
● Unterdessen hat die Deutsche Fußball-Liga (DFL) die Zweitliga-Spieltag 8 bis 14. fest terminiert. Die genauen Ansetzungen im Überblick:
8. Spieltag: Nürnberg – Preußen; Sa., 5.10; 13 Uhr
9. Spieltag: Preußen – Elversberg; Sa., 19.10; 13 Uhr
10. Spieltag: Eintracht Braunschweig – Preußen; So., 27.10, 13:30 Uhr
11. Spieltag: Preußen – Fortuna Düsseldorf; Fr., 1.11., 18:30 Uhr
12. Spieltag: Karlsruher SC – Preußen; So., 10.11., 13:30 Uhr
13. Spieltag: Preußen – 1. FC Köln; Fr. 22.11, 18:30 Uhr
14. Spieltag: Darmstadt 98 – Preußen; Sa., 30.11., 20:30 Uhr
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