6,8 Prozent mehr Netto, aber 28 Prozent mehr Steuern: So verdient der Staat am Mindestlohn-Plus | Politik

01.07.2025 - Salı 02:40

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Berlin – Die Erhöhung des Mindestlohns wird zu einem guten Geschäft – vor allem für den Staat!

Vom Lohnplus der Arbeitnehmer gehen 40 Prozent als Steuern und Abgaben an die Staats- und die Sozialkassen (Rente, Pflege etc.). Das hat der Bund der Steuerzahler für BILD errechnet.

► Konkret steigt der Mindestlohn um 1. Januar 2026 um 1,08 Euro auf 13,90 Euro pro Stunde. Bedeutet für einen Single (Vollzeit): Das Monatsbrutto erhöht sich um 186 Euro (+8,6 Prozent). 

Aber: Die Einkommensteuer steigt zugleich um 37 Euro auf 171 Euro/Monat (+27,9 Prozent), die Sozialabgaben um 40 auf 521 Euro (+8,4 Prozent).

Bleibt unterm Strich ein Plus um 109 Euro. Das entspricht einem Nettolohn-Anstieg um „nur“ 6,8 Prozent.   

► Zum 1. Januar 2027 soll der Mindestlohn dann auf 14,60 Euro pro Stunde steigen. Ein Plus um 1,78 Euro (+13,9 Prozent) zum aktuellen Lohn. Macht beim Vollzeit-Beschäftigten 306 Euro mehr Brutto/Monat.

Aber: Davon gehen 128 Euro Steuern und Sozialabgaben ab. Bleiben unterm Strich 178 Euro mehr im Geldbeutel (+11,2 Prozent). 

Das Institut IAB schätzt: Die Anhebung des Mindestlohns für rund sechs Millionen Beschäftige beschert dem Staat Mehreinnahmen „von einigen Milliarden Euro jährlich“ („Handelsblatt“). Steuerexperte Matthias Warneke (52) vom Steuerzahlerbund fordert daher: „Nun ist es umso wichtiger, dass die versprochene Senkung der Einkommensteuer und der Abbau der kalten Progression zügig kommen.“

Die Bundesbürger fürchten durch das Mindestlohn-Plus noch einen 2. Effekt: einen neuen Teuer-Schock. Laut INSA-Umfrage rechnen 76 Prozent mit steigenden Preisen.

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