Krieg in der Ukraine: Letzte Nachrichten an die Gefallenen | Politik

30.03.2024 - Cumartesi 16:34

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„Vielleicht kannst du hier antworten“

„Ich will das wirklich“

„Uns wurde gesagt, dass du gestorben bist. Das ist nicht wahr, richtig?“

„Lügen sie, Papa?“

„Sie lügen definitiv. Du hast versprochen, zurückzukommen“

„Du bist immer zurückgekommen.“

„Komm zurück“

„Wir warten Zuhause auf dich“

„Papa, bitte komm zurück, ich bitte dich“

„Ich liebe dich so sehr“

Von Papa kam keine Antwort mehr. Michail Reutskiy* fiel am 18. Februar 2023 in Bachmut. Er warf sich selbst in den feindlichen Kugelhagel, um seine Kameraden zu retten. „Ich will, dass mein Papa nicht vergessen wird“, sagt seine Tochter.

Genau das ist das Anliegen von vielen Hinterbliebenen, deren Väter, Männer, Brüder ihr Leben im Kampf gegen den brutalen russischen Angriffskrieg gegeben haben. Oft schrieben sie ihnen auch nach ihrem Tod noch weiter Nachrichten. Voller Liebe, Panik, Angst, Ungläubigkeit, Bitten und Flehen.

Nachrichten, auf die keine Antwort mehr kommt. An Gefallene wie:

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Foto: Privat

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Es sind acht Beispiele von Tausenden unbeantworteten Nachrichten an die Gefallenen, die durch Putins Größenwahn ihr Leben lassen mussten, statt in Frieden bei ihren Familien und Freunden sein zu können.

Maritschka Butschelnikowa und Mariam Naiem entdeckten und sammelten sie. Mit dem Einverständnis der Betroffenen übersetzten sie diese herzzerreißenden Texte ins Englische, verpackten sie in ein liebevolles Design und schrieben etwas über das Leben der Opfer.

„Das Projekt entstand durch (eine Frau namens, Anm. d. Red.) Melania, sie verlor ihren Partner im Krieg und postete die letzte Nachricht, die sie ihm schrieb, auf Twitter, bevor sie endlich verstand, dass er tot ist. Es gab viele, die ihr mit Screenshots ihrer eigenen letzten Nachrichten geantwortet haben“, erklärt Mariam im Gespräch mit BILD.

„Maritschka und ich sahen das. Wir waren nicht glücklich, dass einige Medien nicht gerade sensibel darüber berichteten. Zuerst beschlossen wir, die Posts zu übersetzen. Ich machte das Design, zusätzlich schrieben wir noch Informationen über den jeweiligen Soldaten dazu, seinen Namen, was er machte“, erklärt Mariam.

„Wir wollen nicht, dass die Menschen diese Posts wie Fast Food betrachten, dass sie denken, das sind nur irgendwelche willkürlichen Menschen, die da sterben. Wir wollen zeigen, dass die ukrainischen Menschen jeden Tag Trauer fühlen. Es ist unser tägliches Leben geworden. Für die komplette Gesellschaft. Aber gleichzeitig steckt hinter jedem Screenshot eine reale Person, das ist nicht abstrakt, das ist ein echtes Leben.“

*Die Übersetzung der kyrillischen Schrift ins Deutsche ist anders als die Übersetzung ins Englische. Deswegen schreiben sich u. a. Namen nicht einheitlich.



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