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Wirecard: Steuert Jan Marsalek russische Killer-Kommandos? | News
07.04.2024 - Pazar 14:11
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Einst galt er als einer der erfolgreichsten Firmen-Manager Deutschlands, heute wird Jan Marsalek (44) als Drahtzieher des Wirecard-Betrugs weltweit gesucht. Inzwischen ist klar: Marsalek arbeitete wohl schon seit Jahren mit Russlands Geheimdiensten zusammen.
Weitere Recherchen legen nun nahe, dass der Ex-Boss nach seiner Flucht nach Moskau Einbrüche und Hinrichtungen durch Killer-Kommandos in Europa koordiniert haben könnte.
Das zeigen Chats von beschlagnahmten Handys, die jetzt von westlichen Ermittlern ausgewertet wurden. Darunter befinden sich auch etliche Nachrichten von Marsalek an Russen-Spione. Das melden die „Financial Times“ und der „Spiegel“.
Damit könnte Marsalek einer der mächtigsten Geheimdienst-Akteure des Kreml in Europa sein!
Bei diesen Agenten-Krimis mischte Marsalek mit
► Vorwurf Nummer 1: Der Ex-Wirecard-Vorstand soll vor zwei Jahren einen Einbruch bei dem Investigativ-Journalisten Christo Grozev (54, heute „Spiegel“) in Wien koordiniert haben. Dieser hatte in den vergangenen Jahren immer wieder zu russischen Geheimagenten recherchiert – dem Kreml ist er ein Dorn im Auge.
Der Anführer des Einbruchstrupps soll Marsalek laut den Berichten geschrieben haben: Seine Bande habe einen Laptop und USB-Sticks aus der Wohnung gestohlen. Mit „Taschendieben“ wolle man versuchen, auch noch an sein Smartphone zu kommen.
Laut den Behörden suchten die Russen-Agenten einen Laptop, auf dem sie Infos zu einem Angriff auf Putin-Erzfeind Alexej Nawalny († 47) vermuteten. Am Ende sollen sie aber ein altes, wertloses Gerät gegriffen haben, heißt es beim „Spiegel“.
Jan Marsalek ist einer der meistgesuchten Verbrecher Europas
► Vorwurf Nummer 2: Für den Einbruch bei dem Journalisten soll ein Bulgaren-Trupp verantwortlich sein, der für Marsalek auch weitere Kreml-Feinde ausgespäht und quer durch Europa verfolgt haben soll. Möglicherweise, um sie am Ende zu entführen oder sogar zu töten. Die fünf Verdächtigen wurden im Februar vergangenen Jahres in Großbritannien verhaftet, bald startet der Prozess gegen sie.
► Vorwurf Nummer 3: An Karfreitag wurde in Österreich der ehemalige Ösi-Verfassungsschützer Egisto Ott (61) festgenommen. Er soll im Auftrag von Marsalek unter anderem Adressdaten russischer Regime-Gegner in Behördenregistern ausgespäht haben – etwa für den Einbruch beim Journalisten Grozev.
Dazu kommt: Als drei österreichische Spitzenbeamte ihre Handys zur Reparatur gaben, soll Ott auf Anweisung Marsaleks die Telefone an russische Spione übergeben haben. Auch einen mit deutscher Technik verschlüsselten Laptop soll er Russen-Agenten überlassen haben. Jetzt sitzt Ott wegen der brisanten Vorwürfe in Untersuchungshaft.
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