USA: Himars auf japanischen Inseln – Geheimer Taiwan-Plan enthüllt | Politik

25.11.2024 - Pazartesi 16:04

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Seit Jahren schwelt der Konflikt um Taiwan. Droht nun eine Eskalation?

Zumindest das US-Militär sieht die Gefahr, dass China die Insel überfällt, als gravierend an: Nach einem japanischen Medienbericht wollen die USA zur Verteidigung des alliierten Taiwan sogar Himars-Raketenwerfer entlang der japanischen Küste stationieren.

Wie die japanische Nachrichtenagentur Kyodo berichtet, wird das US-Militär entlang der südwestlichen japanischen Inselkette Nansei und auf den Philippinen vorübergehend Stützpunkte einrichten.

Das planen die USA zum Schutz von Taiwan

Ein erster gemeinsamer Einsatzplan der Vereinigten Staaten und Japans für den Kriegsfall soll noch im Dezember ausgearbeitet werden – und er umfasst mehrere Schritte:

▶︎ Sobald ein Taiwan-Einsatz sehr wahrscheinlich wird, werden auf den temporären Stützpunkten Raketeneinheiten stationiert – in kleinen Formationen sollen auch Marines an mehrere Standorte entsendet werden.

▶︎ Das „U.S. Marine Littoral Regiment“, das über den Mehrfachraketenwerfer Himars (wird auch in der Ukraine eingesetzt) verfügt, wird entlang der Inselkette stationiert werden, die sich von den japanischen Präfekturen Kagoshima und Okinawa in Richtung Taiwan erstreckt.

▶︎ Die US-Armee wird die Langstrecken-Feuereinheiten der „Multi-Domain Task Force“ (MDTF) auf den Philippinen einsetzen. Die MDTF ist für den Einsatz in einem Mehrfronten-Krieg ausgelegt – einschließlich der Bereiche Luft, Land, Wasser, Weltraum, Cyber und Information.

Die taiwanesische Armee trainiert regelmäßig den Ernstfall – auch in der Luft

Die taiwanesische Armee trainiert regelmäßig den Ernstfall – auch in der Luft

Foto: HANDOUT/AFP

▶︎ Die japanischen Selbstverteidigungskräfte werden voraussichtlich hauptsächlich logistische Unterstützung für die Marineeinheit leisten, einschließlich der Lieferung von Treibstoff und Munition.

China bedroht Taiwan seit Jahren

Weder das japanische noch das philippinische Verteidigungsministerium wollten die Enthüllungen kommentieren. Auch die US-Botschaft in Manila lehnte eine Stellungnahme ab, die chinesische Botschaft nahm den Bericht „zur Kenntnis“.

China sieht Taiwan als abtrünnige Provinz an, die wieder mit dem Festland vereinigt werden soll – notfalls mit militärischer Gewalt. Taiwans Präsident Lai Ching-te (65) hat wiederholt bekräftigt, Taipeh werde sich einer „Annexion“ durch Peking widersetzen. Er betonte: Taiwan sei China nicht „untergeordnet“.

In den vergangenen Jahren hat Peking seine militärischen Aktivitäten rund um Taiwan verstärkt und regelmäßig Kampfflugzeuge und Schiffe entsandt.

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