Dynamo Dresden: Klartext von Kapitän Kutschke | Sport

23.12.2024 - Pazartesi 12:45

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Nach dem 3:0-Sieg in Unterhaching geht Dynamo Dresden als Drittliga-Herbstmeister in die Pause, hält Kurs 2. Liga. Euphorie kommt trotzdem keine auf. Und das aus gutem Grund...

„Vor einem Jahr standen schon mal genauso da. Deswegen wissen wir das einzuordnen“, begründet Stefan Kutschke (36). Nach seinem 50. Tor für die SGD spricht der Kapitän Klartext.

► Über die Hinrunde:

„Vor sechs Monaten war die Wahrnehmung eine andere. Da hat keiner gedacht, dass wir nach dem Haching-Spiel Erster sind“, erinnert sich Kutschke. „Wir wollten die Leute eines Besseren belehren.“

Der Kapitän von Dynamo Dresden weiter: „Wir haben noch Luft nach oben und es ist erst Halbzeit. Aber wir sind auf einem guten Weg.“

Das hat für den Sturm-Oldie vor allem einen Grund: „Wir sind ein eingeschworener Haufen geworden. Das hat auch mit Unterordnung zu tun, es darf weder Neid noch Missgunst geben. Der Kern muss sauber bleiben.“

Jonas Oehmichen (l.) gehört zu den „Jungen Wilden“, die bei Dynamo für Furore sorgen

Jonas Oehmichen (l.) gehört zu den „Jungen Wilden“, die bei Dynamo für Furore sorgen

Foto: Gerhard Schultheiß/Jan Huebner

Dabei geht Kutschke selbst mit gutem Beispiel voran und murrt nicht darüber, zuletzt nur noch als Einwechsler zum Zuge zu kommen.

► Über das Projekt „Jugend forscht“:

„Wir haben mit Kubatta, Oehmichen, Menzel oder Risch viele junge Leute dabei, wo gedacht wurde: Können die andere Spieler ersetzen? Doch, können sie“, stellt Stefan Kutschke klar.

„Das geht aber nur, wenn es in der Mannschaft stimmt. Bei uns ist jeder anerkannt und gleichwertig“, so der Kapitän weiter. „Wir haben vor der Saison gepredigt, dass das unser großer Trumpf werden kann.“

► Über die Winterpause:

Kutschke: „Dem Körper nach einem anstrengenden Jahr einfach mal eine Pause zu gönnen, ist wichtig. Zeit für die Familie, abschalten, runterkommen und Kraft tanken.

„Keine schöne Welt“

Er gibt aber auch zu: „Nach vier, fünf Tagen wirst du deine Kumpels wieder vermissen. Ich freue mich auf die zweite Halbserie mit der Mannschaft. Weil sie eben auch dazulernen und besser werden will.“

► Über das Attentat von Magdeburg:

„Da wird der Fußball zur Nebensache. Wir hatten das Thema lange im Hotel. Wie willst du das irgendwann mal deinen Kindern erkläre?“, fragt sich Kutschke. Und gesteht: „Aktuell ist es keine schöne Welt, kein schönes Miteinander. Und das kurz vor Weihnachten...“

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