Alarm bei geheimen Handys! Grünen-Politikerin irritiert mit Nachricht | Politik

14.09.2025 - Pazar 13:22

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Dresden – Ein Instagram-Reel von Sachsens Ex-Justizministerin Katja Meier (46) sorgt für Verwunderung in der Justiz. Die Grünen-Politikerin rät per Instagram, geheime Telefone abzuschalten.

Die Nachricht auf Meiers Instagram-Account erschien zum bundesweiten Warntag am 11. September 2025 – als Sicherheitsbehörden die Handy-Alarmierung im Ernstfall testeten und einen lauten Warnton auf alle angeschalteten Mobiltelefone sendeten.

Geheim-Handys nicht nur stumm schalten

Die Grünen-Politikerin teilte ein Instagram-Bild der Bundesregierung und schrieb dazu: „Wenn ihr ein Telefon habt, das geheim bleiben muss, sorgt bitte dafür, dass es vor 11 Uhr vormittags ausgeschaltet ist (stumm schalten reicht nicht!) und es erst nach der Entwarnung wieder eingeschaltet wird.“

Wie BILD erfuhr, sorgte das Reel unter Bediensteten in sächsischen Gefängnissen für Gesprächsstoff. Denn einige Mitarbeiter folgen ihrer früheren Chefin in den sozialen Medien, welche von 2019 bis 2024 im Amt war.

Dieses sogenannte Reel veröffentlichte Meier bei Instagram in ihrer Story

Dieses sogenannte Reel veröffentlichte Meier bei Instagram in ihrer Story

Foto: instagram.com/katjagruen

Nachricht sorgt für Irritation in der Justiz

Ein Justizbeamter zu BILD: „Bei uns kommt die Nachricht so an, als sollten Gefangene gewarnt werden, ihre Handys richtig auszuschalten, damit sie nicht entdeckt werden. Wer hat sonst geheime Telefone?“

Das Justizministerium in Dresden schreibt BILD dazu, dass 2023 in Sachsens Knästen 232 Smartphones sichergestellt worden, 2024 waren es 202 und in diesem Jahr bislang 84.

Immer wieder werden Handys in Sachsens Gefängnissen entdeckt. Dieses geheime Handy war versteckt in einer Kaffee-Packung in der JVA Zeithain

Immer wieder werden Handys in Sachsens Gefängnissen entdeckt. Dieses geheime Handy war versteckt in einer Kaffee-Packung in der JVA Zeithain

Foto: Pastierovic

Handys im Knast verboten

Heute wird das Justizministerium wieder von einer Juristin geführt. Ein Sprecher von Prof. Constanze Geiert (49, CDU) zu BILD: „Den Inhaftierten ist die Nutzung persönlicher Mobiltelefone im Vollzug generell untersagt. Beim Auffinden von Handys in den Hafträumen werden in der Regel Disziplinarmaßnahmen als Strafen verhängt.“

Zum Instagram-Reel von Katja Meier äußerte sich das Ministerium nicht, dafür Sachsens früher Justizminister Geert Mackenroth (75, CDU): „Derartige Äußerungen, die man tatsächlich als Tipps in den Vollzug verstehen kann, gehen gar nicht. Die Rolle des Staates, die Arbeit von Polizei, Sicherheitsbehörden und Justizvollzug, wird offenbar von Teilen von Rot-Grün abgelehnt. Stattdessen führen sie einen Kulturkampf“, so der heutige Sachsen-Chef vom Opferschutzverband „Weißer Ring“.

Sachsen hat mehrere JVAs – u.a. auch den Frauenknast in Chemnitz

Sachsen hat mehrere JVAs – u.a. auch den Frauenknast in Chemnitz

Foto: picture alliance / dpa

Meier brachte Öko-Landwirtschaft in den Knast

Die Amtszeit Meiers prägten Öko-Projekte und Tierzucht hinter Gittern – so lud sie u.a. zur Kartoffelernte in die JVA.

„Das Pilotvorhaben der ökologischen Landwirtschaft in Torgau unterstreicht dabei den zeitgemäßen Resozialisierungsansatz des sächsischen Justizvollzugs“, lobte Meier damals. „Die Landbewirtschaftung und die Tierzucht ermöglichen den Gefangenen eine sinnstiftende Arbeit, deren Ergebnisse unmittelbar erfahrbar sind.“

Grünen-Politikerin erklärt Instagram-Nachricht

Auf BILD-Anfrage erklärt die Grünen-Politikerin ihr Reel übrigens so: „Der Hinweis in meiner Instagram-Story richtete sich an Menschen, die aus Gewaltschutzgründen ein 'geheimes Telefon' nutzen – etwa in Situationen häuslicher Gewalt, bei Stalking oder Bedrohung“, so Meier. „Für diese Personen kann es lebenswichtig sein, dass der Aufenthaltsort und die Existenz dieses Telefons verborgen bleiben. Gerade am Warntag kann ein solches Gerät aber auffallen, wenn es nicht ausgeschaltet ist.“



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