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Wegen Wut-Rede gegen KI-Konzerne: Trump-Berater attackiert Kulturminister Weimer | Politik
15.10.2025 - Çarşamba 16:37
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Berlin – Dicke Luft zwischen den USA und Deutschland! Der Eklat zum Thema Künstliche Intelligenz wurde durch eine Rede von Kulturstaatsminister Wolfram Weimer (60, parteilos) auf der Frankfurter Buchmesse ausgelöst und schlägt jetzt international hohe Wellen.
Nach der Weimer-Wutrede attackierte der frühere US-Botschafter in Deutschland Richard Grenell die Bundesregierung auf X frontal. Grenell, heute Sondergesandter des US-Präsidenten, empörte sich: Einer der engsten Berater des deutschen Bundeskanzlers habe öffentlich amerikanische KI-Unternehmen angegriffen!
Kulturstaatsminister Wolfram Weimer (60, parteilos) legte sich auf der Frankfurter Buchmesse mit den Tech-Giganten in den USA und China an
Grenell weiter: „Sein Name ist Wolfram Weimer, und er bezeichnet US-Unternehmen als ‚digitale Kolonialisten‘, die eine ‚Industrie des organisierten Raubs‘ seien.“
Es handele sich um einen massiven Angriff auf die gesamte US-Digitalindustrie – mit dem ultimativen Ziel, sie in Europa stillzulegen.
Was den US-Sondergesandten so aus der Fassung bringt: Weimer hatte bei der Eröffnung der Frankfurter Buchmesse seine Haltung zur Rolle von KI-Unternehmen in sehr plastische Worte gekleidet. Weimer sagte etwa: „Auf gleichsam vampiristische Weise saugen KI-Unternehmen das kreative Potenzial aus unzähligen klugen Köpfen, nutzen deren Ideen und Empfindungen, ihre Schaffenskraft, ihre Vision.“
Weimer sprach von einem „Raubzug“, den amerikanische und chinesische Tech-Konzerne unternähmen, die, ohne eine Lizenz dazu zu haben, auf Texte, Bilder, Musik, Filme und Lebensleistungen zurückgriffen. In den Rechenzentren im kalifornischen Silicon Valley und im chinesischen Shenzhen herrsche „Goldgräberstimmung“. Die Tech-Giganten trainierten ihre KI-Systeme mit Inhalten und kreativen Leistungen dieser Welt.
„Ich nenne das digitalen Kolonialismus“
Weimer: „Sie haben uns aber nicht gefragt.“ Ganze Kulturen würden nun zu Rohstofflieferanten degradiert und „eigentlich schamlos ausgebeutet“.
Der Kulturstaatsminister knallhart: „Ich nenne das digitalen Kolonialismus, den wir nicht hinnehmen sollten.“
Zum Frontalangriff Grenells gab es von Wolfram Weimer keine Stellungnahme. Von seinem Ministerium wird in dieser Wahlperiode aber ein Gesetzentwurf für eine Digitalsteuer für die großen Tech-Konzerne erwartet, es gibt dazu im Koalitionsvertrag einen Prüfauftrag. US-Präsident Donald Trump (79) hatte den europäischen Staaten vor einigen Wochen bereits mit Rache-Zöllen gedroht, falls es eine Art Digitalsteuer geben sollte.
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