Jetzt meldet sich Torsten Lieberknecht (52) zu Wort!
Vor dem heißen Südwest-Derby in Karlsruhe am Samstag (13 Uhr) sorgte Mahir Emreli (28) beim 1. FC Kaiserslautern für Wirbel.
Der Grund: Der Angreifer meckerte nach der Länderspielpause mit Aserbaidschan bei Instagram: „Es ist für mich gerade keine leichte Zeit und es läuft nicht so, wie es sollte. Ich habe in letzter Zeit aus Gründen außerhalb meiner Kontrolle nicht mehr in meinem Klub gespielt.“
Grund für seinen Ärger: Er stand zuletzt wegen fehlender Einstellung fünfmal in Folge nicht im Kader. Und auch beim KSC darf er erneut nicht mitwirken.
Lieberknecht reagiert ruhig – aber deutlich. Der FCK-Coach sagt auf BILD-Nachfrage: „Jeder, der mich kennt, weiß, dass ich nicht in sozialen Netzwerken unterwegs bin, und diese Posts nehme ich meistens gar nicht wahr, sie interessieren mich auch nicht. Ich kann dazu nur das sagen: Ich habe die Spiele gegen Frankreich und die Ukraine gesehen, weil mich interessiert hat, wie Mahir sich mit Aserbaidschan schlägt.“
Was er sah: Beim 0:3 gegen Frankreich stand Emreli 70 Minuten auf dem Platz. Beim 1:2 in der Ukraine nur 5 Minuten. Ein Treffer gelang ihm nicht.
Im Anschluss an die zweite Partie hatte der Lautern-Profi gegenüber aserbaidschanischen Medien ein klärendes Gespräch mit den FCK-Verantwortlichen nach seiner Rückkehr angekündigt: „Wenn wir nach Deutschland zurückkehren, finden wir wohl heraus, was das Problem ist. Und ich werde nichts dagegen tun können.“
Lautern-Trainer Torsten Lieberknecht (52)
Foto: David Inderlied/dpa
Lieberknecht verrät: „Das Gespräch hat am Donnerstag stattgefunden. Das war ein sauberes, kontroverses Gespräch, in dem jeder noch mal seine Sichtweise in größerer Runde dargelegt hat.“
Und weiter: „Jetzt ist es einfach so, dass er gucken muss, dass er den Worten Taten folgen lässt. Alles entscheidend ist, was auf dem Platz passiert, was auf dem Trainingsplatz passiert.“
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Lieberknecht zeigt sich immerhin offen, sagt: „Er hat wie jeder, der eine Rückennummer hier beim FCK hat, die Chance sich wieder in die Mannschaft zu kämpfen und dann seinen Stellenwert zu zeigen. Ich weiß, dass das bei ihm ein großes Thema ist, weil die Erwartungshaltung auch aus seinem Land heraus riesengroß ist. Wir haben auch eine große Erwartungshaltung. Trotzdem glaube ich, muss man ihn da schützen, und das mache ich. Ich versuche, ihn schützend zu begleiten.“
Doch für einen Kaderplatz hat es mal wieder nicht gereicht.