Abgeordnete aus Sachsen-Anhalt: Abgesagte Politiker-Reise kostet 28 000 Euro | Politik

10.04.2024 - Çarşamba 15:36

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Auch eine abgesagte Reise kann teuer werden. Schätzungsweise 28 000 Euro kostet ein kurzfristig stornierter Trip von Landtagsabgeordneten aus Sachsen-Anhalt.

Die 15 Mitglieder des Ausschusses für Landwirtschaft, Ernährung und Forsten und neun Begleiter wollten sich eigentlich bis Freitag ansehen, wie Bauern in Andalusien (Spanien) der Trockenheit trotzen.

„Ein für Sachsen-Anhalt wichtiges Thema“, versichert Ausschuss-Mitglied Alexander Räuscher (53, CDU). Trotzdem sagte Ausschuss-Chef Michael Scheffler (50, CDU) den Trip kurzfristig ab.

Und das wird teuer. Flüge von Hannover nach Málaga und Hotel-Zimmer waren bereits gebucht. Der Ausschuss-Chef rechnet mit 80 Prozent Storno-Kosten. Macht rund 28 000 Euro fürs Zuhause-Bleiben.

Abgeordnete aus Sachsen-Anhalt hatten in Málaga bereits Hotel-Zimmer gebucht, die kostenpflichtig storniert werden mussten

Abgeordnete aus Sachsen-Anhalt hatten in Málaga bereits Hotel-Zimmer gebucht, die kostenpflichtig storniert werden mussten

Foto: Getty Images

„Das Programm war so dürftig und beinhaltete so wenig Konkretes, dass es eine Reise nach Spanien nicht gerechtfertigt hätte“, begründete Michael Scheffler seine Entscheidung.

Abgeordnete hatten viele Wünsche

Dabei hatten die Abgeordneten viele Wünsche: Besuche im regionalen Landwirtschafts- und Umweltministerium standen ebenso auf ihrer Liste wie Besichtigungen von Gewächshäusern und Versuchstationen sowie Experten-Gespräche über Wassermanagement, Tröpfchenbewässerung, Klimatisierung und Wasserrückhaltung.

Die Schuld am dürftigen Programm geben die Abgeordneten dem Deutschen Konsulat in Málaga.

Das Auswärtige Amt weist das zurück. „Das Deutsche Konsulat in Málaga hat über Wochen die geplante Ausschussreise vorbereitet und stand zur Programmplanung in einem regelmäßigen und konstruktiven Austausch mit der Landtagsverwaltung“, versichert ein Sprecher von Außenministerin Annalena Baerbock (43, Grüne).

„Ohne Programm, keine Reise“, sagt Ralf Seibicke vom Bund der Steuerzahler

„Ohne Programm, keine Reise“, sagt Ralf Seibicke vom Bund der Steuerzahler

Foto: picture alliance/dpa

Seine Darstellung: „Die Reise wurde wenige Tage vor dem geplanten Beginn überraschend vonseiten des Landtages abgesagt. Ausdrücklich wurde dabei dem Konsulat für die Unterstützung gedankt.“

In Magdeburg hatte man mehr Programm erwartet. „Ich möchte gar nicht absprechen, dass man sich bemüht hat“, sagt Ausschuss-Chef Scheffler. „Aus unserer Sicht gab es zu wenig Fachliches, dafür aber die genaue Speisefolge fürs Abendessen.“ Der CDU-Politiker zog die Reißleine und sagte den Spanien-Ausflug kurzfristig ab.

„Konsequent und richtig. Ohne Programm keine Reise“, sagt Ralf Seibicke (63), Landesvorsitzender vom Bund der Steuerzahler zu BILD „Allerdings verstehe ich nicht, warum schon gebucht wurde, bevor das Programm bestätigt war.“

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