AfD-Skandal: Polizei schützt Schmidt bei Magdeburg | Politik

25.12.2025 - Perşembe 12:10

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Magdeburg – Streifenwagen vor dem Haus, vor allem nachts. Die Polizei hält den AfD-Bundestagsabgeordneten Jan-Wenzel Schmidt (34) für gefährdet. Seit er angekündigt hat, über das Spitzenpersonal der Sachsen-Anhalt-AfD auszupacken, zeigt die Polizei sichtbar Präsenz an seinem Wohnort.

Schmidt lebt in einem Dorf bei Magdeburg (Sachsen-Anhalt). Mit seiner hochschwangeren Ehefrau, den drei gemeinsamen Söhnen und seinen Eltern. Seit dieser Woche tauchen dort regelmäßig Streifenwagen auf. Sie fahren langsam, prüfen die Lage. Nach Angaben aus Schmidts Umfeld aus Sorge vor möglichen Angriffen.

AfD-Mitglieder halten Ex-General für V-Mann

Die Bedrohung soll aus mehreren Richtungen kommen. Schmidt, von 2022 bis Februar dieses Jahres auch Generalsekretär des Landesverbandes, steht nicht nur im Fokus von Linksextremisten. Auch in der eigenen Partei hat er sich Gegner gemacht. Parteifunktionäre, die seine angekündigten Enthüllungen fürchten, ebenso wie einfache Mitglieder. In sozialen Netzwerken kursiert der Verdacht, Schmidt arbeite für den Verfassungsschutz. Ein schwerer Vorwurf, der kurz vor Weihnachten neue Nahrung erhielt.

Da war seine Welt noch in Ordnung: Jan-Wenzel Schmidt (r., zu dem Zeitpunkt noch Generalsekretär des Landesverbandes) mit Landeschef Martin Reichardt (56) und Far

Da war seine Welt noch in Ordnung: Jan-Wenzel Schmidt (r., zu dem Zeitpunkt noch Generalsekretär des Landesverbandes) mit Landeschef Martin Reichardt (56, Mitte) und Fraktionschef Oliver Kirchner (59)

Foto: IMAGO/Christian Schroedter

In einem am vergangenen Montag verschickten Rundbrief des Landesvorstandes heißt es – ohne Namensnennung –, man könne teils nicht klären, „mit welcher Intention Parteifreunde gegen die eigenen Kollegen und die Partei feuerten – ‚sei es aus persönlicher Enttäuschung oder, was aktuell vielen wahrscheinlicher erscheint, im Auftrag des politischen Gegners oder anderer Auftraggeber‘“. Weiter wird erklärt, der Verfassungsschutz werde „durch die Altparteien“ gegen die AfD eingesetzt. Und wörtlich gefragt: „Wer kann da noch ausschließen, dass jene ,Parteifreunde‘, die aktuell lautstark gegen unsere Partei und ihre verdienten Vertreter wettern, im Auftrag solcher Dienste unterwegs sind?“

Vorstand legt nicht für alle die Hand ins Feuer

Schmidt selbst bestreitet das, hat aber ebenfalls reagiert. Sein Grundstück ist inzwischen mit Kameras gesichert. Ob sich dort auch Waffen befinden, bleibt offen. Der AfD-Politiker ist Sportschütze, macht in BILD aber keine Angaben zu möglichem Waffenbesitz. Er bestätigt lediglich Polizeistreifen und Kameras. Angst habe er „keinerlei“. Er sei bereit, das alles „wirklich durchzukämpfen“.

Seit Anfang der Woche läuft gegen Schmidt ein Parteiausschluss im Eilverfahren. Zuvor hatte er in einer Mail an Landes- und Bundesvorstand, die BILD vorliegt, ab Januar wöchentliche Enthüllungen angekündigt. Es geht um mutmaßlichen Betrug bei Reisekosten sowie um die Beschäftigung von Ehepartnern, Kindern und Geschwistern. Ganz von der Hand weist das auch der Landesvorstand nicht: In dem Rundbrief heißt es, „dass mancher Einsatz für unsere Sache nur in beruflicher Anstellung möglich ist – und das ist völlig normal“. Anstellungen bei der Partei und „bei den allermeisten unserer Abgeordneten“ seien „völlig sauber“. Bei den allermeisten bedeutet: nicht bei allen.

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