AfD überweist vorsorglich Millionen: Spendenaffäre im Wahlkampf | Politik

25.04.2025 - Cuma 18:49

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Die AfD hat mächtig Ärger wegen einer Parteispende! Jetzt überweist die Partei vorsorglich 2,35 Millionen Euro an die Bundestagsverwaltung.

„Das Geld ist nur geparkt. Wir gehen davon aus, dass wir es nach Abschluss des Verfahrens zurückbekommen“, sagt Carsten Hütter (60), Schatzmeister der Partei, zu BILD.

Mit der Zahlung will die Rechtsaußen-Partei eine um das zwei- bis dreifache höhere Strafe vermeiden, sollte das anhängige Verfahren über eine unzulässige Parteispende am Ende nicht zu ihren Gunsten ausgehen. Zuvor hatte der „Stern“ über die Millionenzahlung berichtet.

Darum geht es: Im Bundestagswahlkampf 2025 wurde für die AfD eine Plakatkampagne im Wert von rund 2,35 Millionen Euro in Auftrag gegeben und bezahlt: von Gerhard Dingler, einem ehemaligen Funktionär der rechtspopulistischen FPÖ aus Österreich. So jedenfalls hatte es die AfD an die Bundestagsverwaltung gemeldet.

AfD-Schatzmeister Carsten Hütter hofft, dass er die 2,35 Millionen Euro wieder zurückbekommt

AfD-Schatzmeister Carsten Hütter hofft, dass er die 2,35 Millionen Euro wieder zurückbekommt

Foto: Robert Michael/dpa

Hinterher kam allerdings der Verdacht auf, Dingler habe lediglich als Strohmann fungiert. In Wahrheit stamme das Geld vom deutschen Immobilienmilliardär Henning Conle.

Von dem soll der Österreicher, kurz bevor er die Kampagne in Auftrag gegeben und bezahlt hatte, eine „Schenkung“ in Höhe von 2,6 Millionen Euro erhalten und dieses Geld an eine Plakatwerbefirma in NRW weitergeleitet haben.

Solche Strohmann-Spenden, bei denen die wahre Herkunft des Geldes verschleiert wird, sind verboten. Die Bundestagsverwaltung leitete deshalb im März ein Prüfverfahren ein.

Wie AfD-Schatzmeister Hütter gegenüber BILD versichert, habe seine Partei sich „von dem Spender schriftlich bestätigen lassen, dass das Geld für die Plakate von ihm stammt“. Deswegen lässt die AfD es in dem Fall auf ein Verfahren ankommen. Den Schriftsatz haben die beauftragten Anwälte am Freitag an die Bundestagsverwaltung übermittelt.

„Wir haben frühzeitig alles gemeldet. Bei uns liegt kein Fehler“, versichert Hütter. Weil es sich um eine Sachspende gehandelt hat und kein Geld an die AfD geflossen ist, wurden die an die Bundestagsverwaltung überwiesenen 2,35 Millionen Euro aus der Parteikasse genommen.

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