Afghanistan-Desaster: Jetzt sagt die Zeugin Angela Merkel aus | Politik

06.12.2024 - Cuma 03:19

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Das dürfte wohl keiner ihrer angekündigten „Wohlfühltermine“ werden …

Alt-Kanzlerin Angela Merkel (CDU) sagt heute im Untersuchungsausschuss des Bundestags aus. Es geht um das Ende des Afghanistan-Einsatzes der Bundeswehr im Sommer 2021 – und die chaotischen Zustände vor Ort nach Abzug der Truppen.

Pünktlich um 15.03 Uhr erschien Merkel, um sich den Fragen der Abgeordneten zu stellen.

Alt-Kanzlerin Angela Merkel stellt sich den Fragen der Abgeordneten im Untersuchungsausschuss. Sie soll erklären, warum der deutsche Geheimdienst (BND) von der Blitz-Machtübernahme der Steinzeit-Islamisten so wenig Ahnung hatte. Zur Vorbereitung auf die Befragung habe sie „nachgedacht, habe die Dinge aufgeschrieben“, erklärt Merkel

Alt-Kanzlerin Angela Merkel stellt sich den Fragen der Abgeordneten im Untersuchungsausschuss. Sie soll erklären, warum der deutsche Geheimdienst (BND) von der Blitz-Machtübernahme der Steinzeit-Islamisten so wenig Ahnung hatte. Zur Vorbereitung auf die Befragung habe sie „nachgedacht, habe die Dinge aufgeschrieben“, erklärt Merkel

Foto: Kay Nietfeld/dpa

20 Jahre lange waren die deutsche Bundeswehr und die Nato in Afghanistan im Einsatz – 16 Jahre davon war Merkel Bundeskanzlerin. Im April 2021 hatte US-Präsident Joe Biden (82) den Abzug aller US-Streitkräfte bis Anfang September angekündigt, die anderen NATO-Länder schlossen sich an. Am 30. Juni 2021 kehrten die letzten deutschen Truppen nach Deutschland zurück.

August 2021: Taliban-Kämpfer kontrollieren den Flughafen in Kabul. Nach dem Abzug der westlichen Truppen haben die Kämpfer mit einer Blitz-Offensive die Macht zurückerobert

August 2021: Taliban-Kämpfer kontrollieren den Flughafen in Kabul. Nach dem Abzug der westlichen Truppen haben die Kämpfer mit einer Blitz-Offensive die Macht zurückerobert

Foto: STRINGER/REUTERS

Was sie hinterließen: CHAOS!

Schon im August übernahmen die Taliban wieder überfallartig die Macht.

Dramatische Szenen am Flughafen Kabul zum Abzug der Truppen: Menschen rennen über das Rollfeld …

Dramatische Szenen am Flughafen Kabul zum Abzug der Truppen: Menschen rennen über das Rollfeld …

Foto: /AP

… versuchen sich verzweifelt an das startende Militärflugzeug zu klammern

… versuchen sich verzweifelt an das startende Militärflugzeug zu klammern

Foto: /AP

Und während die westlichen Truppen und einige Ortskräfte evakuiert wurden, blieben viele zurück. Menschen, die zuvor für die westlichen Truppen gearbeitet hatten – und jetzt um ihr Leben fürchten mussten. Am Flughafen von Kabul spielten sich dramatische Szenen ab: Die Menschen rannten über die Rollfelder, versuchten, sich an startende Militärflugzeuge zu klammern.

August 2021: Ortskräfte versuchen, den internationalen Soldaten ihre Papiere zu zeigen – und so doch noch aus dem Land fliehen zu können

August 2021: Ortskräfte versuchen, den internationalen Soldaten ihre Papiere zu zeigen – und so doch noch aus dem Land fliehen zu können

Foto: EPA

Ein Baby wird über einen Zaun an die Soldaten gegeben

Ein Baby wird über einen Zaun an die Soldaten gegeben

Foto: AFP/Getty Images

DRAMATISCH: Die westlichen Geheimdienste waren offenbar ahnungslos, hatten die Blitz-Machtübernahme der Taliban nicht kommen sehen.

Helge Braun (52, CDU), damals Merkels Chef des Bundeskanzleramts, stellte sich ab 12 Uhr den Fragen im Untersuchungsausschuss

Helge Braun (52, CDU), damals Merkels Chef des Bundeskanzleramts, stellte sich ab 12 Uhr den Fragen im Untersuchungsausschuss

Foto: Kay Nietfeld/dpa

Wie konnte es zu den chaotischen Szenen vor Ort kommen? Wer wusste was und wann? Das soll der Untersuchungsausschuss klären.

Am Donnerstag ist der letzte öffentliche Anhörungstermin – mit prominenten Zeugen: Vor Merkel stellte sich ab 12 Uhr bereits Helge Braun (CDU), damals Merkels Chef des Bundeskanzleramts, den Fragen.

Als Kabul zusammenbrach, war die Kanzlerin noch in den Sommerferien

Merkel und Braun sollen erklären, warum der deutsche Geheimdienst (BND) von der Blitz-Machtübernahme der Steinzeit-Islamisten so wenig Ahnung hatte. Und warum die Regierung entsprechend schlecht vorbereitet war.

Abgeordnete rechnen mit einer fünf- bis sechsstündigen Befragung von Merkel.

Merkel am Donnerstagnachmittag vor dem Ausschuss: Als Kabul zusammenbrach, war sie noch in den Sommerferien. Kanzleramts-Chef Braun und die damalige Verteidigungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer (62, CDU) hatten sie telefonisch informiert.

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