Agit Kabayel kämpft wieder – Deutschlands bester Boxer wurde auf Facebook entdeckt | Sport

20.02.2025 - Perşembe 09:07

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Dass Agit Kabayel (32) mal einer der weltweit besten Schwergewichtsboxer werden würde, war vor knapp 15 Jahren überhaupt nicht absehbar!

Kabayel, ein Ruhrpott-Junge, aufgewachsen in Bochum-Wattenscheid, spielt in seiner Jugend Fußball. In seinem Zimmer hängt ein Poster von Ronaldo (heute 48), der brasilianischen Sturmlegende. Kabayel und seine Freunde tragen damals sogar die berühmte Ronaldo-Halbglatze mit kurzen Haaren am vorderen Teil des Schädels.

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Erst als Jugendlicher versucht es Kabayel mit dem Kampfsport. Die Karriere war aber mehr ein Zufall: „Entdeckt wurde ich beim Kirmesboxen“, erzählt er. „Da muss ich 17 gewesen sein. Ich habe jemandem die Stirn geboten, der 30, 40 Amateurkämpfe hatte. Zu dem Zeitpunkt habe ich vielleicht sechs Monate richtig geboxt. Mein Bruder hat den Kampf gefilmt und auf Facebook hochgeladen. Daraufhin hat sich ein Trainer gemeldet, und ich bin nach Wuppertal gekommen.“

Dort traf er Trainer Sükrü Aksu, der ihn bis heute trainiert. Kabayel hat wie im Boxen eigentlich üblich keine Amateurkarriere hingelegt. Im Gegensatz zu Weltmeister Oleksandr Usyk, der weit über 300 Amateurkämpfe bestritten hat, ist Kabayel gleich bei den Profis eingestiegen.

Sein Debüt gab er in einem kleinen Gym in Wuppertal im Juni 2011 gegen Yeton Abdullah. Die Anfangszeit als Profi ist für viele nicht lukrativ. Ein paar hundert oder tausend Euro Börse gehen für alle Kosten drauf. Kabayel: „Mit den ersten zehn Kämpfe habe ich keinen Cent verdient. Ich habe von der Hand in den Mund gelebt. Ich bin als Profiboxer durch die Gegend gelaufen, aber die Leute wussten nicht, dass ich finanziell am Ende war. Ich habe Kämpfe umsonst bestritten.“

Über die Jahre ging es aufwärts, Kabayel wurde 2017 sogar Europameister im Schwergewicht, doch dann kam der Rückschlag durch die Corona-Krise: nur zwei Kämpfe in drei Jahren. „Eineinhalb Jahre konnte ich nicht boxen, musste aber trotzdem meine Steuern zahlen, mich finanzieren und meine Familie unterstützen. Diese Existenzängste waren die Hölle“, sagt Kabayel.

In den vergangenen drei Jahren hat sich unsere große Box-Hoffnung mit Spektakel-Kämpfen so richtig einen Namen gemacht, ist in der Königsklasse des Boxens mittlerweile die Nummer 3 der Welt – und das sorgt für viel Aufmerksamkeit.

Kabayel zu BamS: „Ich werde international wahrgenommen und meine Leistungen werden anerkannt. Das ist ein tolles Gefühl, wenn Legenden wie Lennox Lewis oder Evander Holyfield nicht nur Small Talk mit dir halten, sondern genau wissen, wer ich bin und interessiert sind an mir.

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Holyfield möchte Kabayel demnächst sogar besuchen. Möglicherweise nach seinem nächsten Erfolg. Am Samstag boxt er in Riad (Saudi-Arabien) um den Interim-WM-Titel des WBC (live bei DAZN). Ein Sieg gegen den Chinesen Zhilei Zhang (41) ist für Kabayel der wohl vorletzte Schritt auf dem Weg der zweite deutsche Schwergewichts-Weltmeister zu werden. Bisher hat das nur der legendäre Max Schmeling (†99) geschafft.

Hinweis: Der Streamingsender DAZN (Anzeige) zeigt den Kabayel-Kampf (ca. 18.30 Uhr deutscher Zeit) und weitere Kracher-Kämpfe (u.a. Bivol gegen Beterbiev und Dubois gegen Parker) live im TV und Stream. Los geht's am 22. Februar (Samstag) um 16.30 Uhr. Über die Pay-Per-View-Funktion können Sie das Kracher-Event für 25,99€ kaufen und sehen.

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