Ukraine must compromise – Polish president — ApsnyNews World News
Analyse von BILD-Vize Paul Ronzheimer: Trumps Plan verändert alles | Politik
24.04.2025 - Perşembe 18:22
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Es ist vor allem ein Gefühl, das das politische Kiew in diesen Tagen prägt: Fassungslosigkeit.
Das Auftreten von US-Präsident Donald Trump (78), seine Drohungen und Beleidigungen gegen Ukraine-Präsident Wolodymyr Selenskyj (47) – an all das hatte man sich fast schon gewöhnt. Aber dass Trump wirklich bereit zu sein scheint, dem russischen Präsidenten Wladimir Putin all das zu geben, was er will, daran wollte lange niemand glauben.
Aber nachdem der Friedensplan von Trump bestätigt wurde, hat sich alles verändert.
„Unsere Hoffnung war, dass es Trumps Verhandlungstaktik war“, sagt ein ukrainischer Regierungsinsider zu BILD, „aber es gibt keinen Druck auf Putin von Trump, es gibt keine Sanktionen, nicht mal große Empörung über die brutalen Angriffe gegen die Zivilbevölkerung.“
Russland zerstörte in der Nacht zahlreiche Wohnhäuser in Kiew
Ein Tweet von Trump, „Stopp, Wladimir!“ – mehr gab es nicht zu den russischen Angriffen mit Dutzenden Toten.
Für die Ukraine ist längst klar: Sie können sich nicht auf die USA verlassen. Die andere Frage ist: Kann sich die Ukraine auf Europa verlassen?
Seit Trumps zweiter Amtszeit gibt es gemischte Signale von europäischen Regierungschefs. Während der französische Präsident Macron dem ukrainischen Präsidenten Selenskyj Hoffnung machte, dass Europa massiv mehr Verantwortung und Waffenlieferungen übernehmen könnte, drückten sowohl der britische Premierminister Starmer als auch der deutsche Bundeskanzler auf die Bremse. „Ohne die USA wird nichts gehen“, hieß es von dort.
Vor allem ab Herbst, so die Analyse, könnte es mit der Munition eng werden, vor allem auch mit Flugabwehrraketen. Trump hat wiederholt angekündigt, nicht mehr liefern zu wollen. Er will den Deal jetzt. Komme, was wolle.
„Das, was auf dem Papier steht, und das, was uns in den Verhandlungen signalisiert wird, ist unannehmbar“, sagte ein ukrainischer Diplomat zu BILD.
Es geht nicht nur um die Anerkennung der Krim, sondern auch um die Regionen, um die Russland im Osten und Süden kämpft. „Wir werden hier nicht einfach aufgeben. Selbst wenn die Regierung dafür wäre, was sie nicht ist, würde sich die Bevölkerung dagegen stellen“, sagte der Diplomat weiter.
Nach dem Angriff trägt ein Soldat einen Hund aus einem zerstörten Haus in Kiew
Tatsächlich ist das Selenskyjs Problem: Er muss nicht nur mit den USA und Russland verhandeln, sondern auch ein Ergebnis erzielen, das für die ukrainische Bevölkerung hinnehmbar wäre.
Putin dagegen stellt Maximalforderungen, weil er davon ausgeht, dass die Zeit für ihn spielt. Das Kalkül: Die USA ziehen sich raus, liefern nichts mehr – und Europa kann nicht das geben, was die Ukraine braucht.
Ergebnis wäre dann eine Lage, die noch schlechter für die Ukraine ist als ohnehin schon. Ein absolutes Dilemma.
Die Taktik der Ukrainer jetzt: der Versuch von Nachverhandlungen mit den USA und parallel Gespräche alleine mit europäischen Regierungschefs.
„Wir stellen uns auf den Ernstfall ein“, sagte der ukrainische Regierungsinsider, „und das ist ein Ende der US-Unterstützung.“
Schon am Wochenende, wenn Trump zur Beerdigung von Papst Franziskus fährt, könnte es Parallel-Gespräche geben. Trump will eine Entscheidung. Jetzt.
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