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Angst haben sie nicht!: Deutsche Reisegruppe trotzt Mullah-Raketen in Israel | Politik
17.06.2025 - Salı 03:48
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Jerusalem – Mit ihrer Reise wollen sie Solidarität mit Israel zeigen – und finden sich auf einmal selbst mitten im iranischen Raketen-Terror. Eine deutsche Reisegruppe sitzt in Jerusalem fest, muss im Bunkers ihres Hotels Schutz vor den Raketen suchen.
Doch trotz der Sorge ihrer Familien und Freunden in der Heimat bereuen sie ihre Reise nicht – im Gegenteil, sie trotzen den Mullah-Raketen!
„Die Menschen in Israel beeindrucken mich“
„Meine Familie ist besorgter als ich und wartet darauf, dass ich nach Hause komme. Ich habe sie beruhigt und ihnen gesagt, dass ich mich hier sicher fühle“, sagt Daniela (42) zu BILD. „Die Menschen in Israel beeindrucken mich. Es ist beeindruckend, ihre Menschlichkeit, ihre Widerstandsfähigkeit und ihre Stärke zu sehen.“
Die israelische Luftabwehr fängt am Montag iranische Raketen ab
Bei iranischen Raketenangriffen wurden mehrere Wohnhäuser zerstört, seit Freitag 23 Menschen getötet
Mindestens 23 Menschen wurden in Israel seit Freitag getötet, am frühen Montagmorgen starben nach Angaben des israelischen Militärs mindestens acht Menschen durch iranische Raketen. Über 100 weitere Menschen wurden bei dem nächtlichen Beschuss verletzt.
Während die israelischen Luftangriffe sei Freitag militärischen und strategischen Zielen im Iran galten, schlugen mehrere ballistische Raketen, die Teheran zur Vergeltung abfeuerte, inmitten von Wohngebieten in Israel ein. Nach den jüngsten Angriffen kündigte Israel wiederum Vergeltung an.
Israelische Soldaten suchen nach einem Raketeneinschlag auf ein Wohnhaus in der Stadt Bnei Brak nach Verletzten
Dass ihre Reise nach Israel gefährlich werden könnte, war Sandra (39) aus Hamburg im Vorfeld bewusst – mit einer solchen Situation hatte sie dennoch nicht gerechnet. Doch trotz allem habe sie sich in das Land verliebt, sagt sie zu BILD.
Gemeinsam auf dem Weg in den Raketen-Schutzbunker habe sich die Reisegruppe sicherer gefühlt, berichten sie
Die Reise ist von der Gruppe „Christen an der Seite Israels“ (CSI) organisiert. „Ich habe diese Reise speziell als Solidaritätsreise unternommen“, sagt Teilnehmerin Esther.
Sie sei schon zuvor als Touristin in Israel gewesen, bei dieser Reise ging es ihr darum, „Menschen zu treffen“. Esther: „Wir als Christen wollen sagen: ‚Wir stehen an eurer Seite und kommen, auch wenn Krieg ist‘.“
Über einen schrillen Warnton werden die Menschen in Israel vor den tödlichen Raketen gewarnt. Ein Geräusch, das bei Rachel (35) aus der Reisegruppe zu Herzrasen geführt hat, als sie es zum ersten Mal hörte. „In Deutschland hört man ab und an eine Polizeisirene – aber das ist nicht vergleichbar. Ich habe versucht, ruhig zu bleiben.“
In der Gruppe habe sie sich sicherer gefühlt, gemeinsam seien sie in den Bomben-Schutzraum gegangen. „Wir haben gesungen und getanzt, das war eine gute Ablenkung“, berichtet sie.
Seit sie selbst die Raketenangriffe erlebt habe, könne sie sich vorstellen, was der Krieg für die Menschen in Israel bedeutet. „Wir können das Erlebte von Deutschland aus verarbeiten. Aber die Menschen hier haben Kinder, müssen arbeiten – und ihr Leben leben.“
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