Aue verliert Ost-Duell! Cottbus-Chaoten feuern Leuchtrakete in Heimbereich | Sport

22.10.2024 - Salı 20:38

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7. Spiel in Folge ohne Niederlage!

Energie Cottbus gewinnt vor 10.319 Zuschauern das Ost-Duell bei Erzgebirge Aue 3:1 – und darf vom Durchmarsch in die 2. Liga träumen.

Weniger schön: Cottbus-Chaoten feuern kurz vor dem Schlusspfiff eine Leuchtrakete in den Heimbereich. Polizeisprecher Andrzej Rydzik: „Ordnungskräfte mussten daraufhin mehrere dutzend aufgebrachte Fans der Heimmannschaft, die sich Zugang zum Gästeblock verschaffen wollten, zurückdrängen. Die Ermittlungen wegen versuchter gefährlicher Körperverletzung laufen.“ Verletzt wurde nach derzeitigem Stand zum Glück niemand.

Das Ost-Duell galt als Hochsicherheitsspiel. Das Landratsamt des Erzgebirgskreises hatte eine Allgemeinverfügung erlassen. Das Mitführen von gefährlichen Gegenständen war in Aue verboten. Die komplette Stadt wurde zur Verbotszone.

Auf dem Rasen kennen beide Teams nur eine Richtung: nach vorn! Jakob (6.) und Stefaniak (9.) scheitern freistehend an Cottbus-Schlussmann Bethke. Aue-Keeper Männel pariert gegen Krauß (9.), ein Thiele-Schuss schlägt knapp neben dem Pfosten ein (10.).

In der 30. Minute hat der Energie-Stürmer mehr Glück. Aue-Verteidiger Barylla fälscht einen Schuss von Thiele unhaltbar für Männel ab - 1:0!

Cottbus ist überlegen, kassiert vor der Pause aber den Ausgleich. Majetschak köpft nach einem Freistoß zum 1:1 ein (43.). Kult-Trainer Ede Geyer (80) bei MagentaSport: „Spielerisch hat mich Energie beeindruckt, aber hoffentlich trauern sie ihren Chancen nicht hinterher.“

Tun sie nicht! Nach dem Wechsel wird Aue zwar stärker, Energie aber trifft. Cigerci vollendet einen Konter zum 2:1 (81.). Thiele ballert in der Nachspielzeit das 3:1 unter die Latte (90.+4). Damit klettert das Team von Trainer Pele Wollitz vorerst auf Aufstiegsplatz 2!

Im 12-Kilometer-Umkreis kontrollierten Polizeikräfte jedes anreisende Fahrzeug

Im 12-Kilometer-Umkreis kontrollierten Polizeikräfte jedes anreisende Fahrzeug

Foto: Christian Schroedter

Aus Angst vor Ausschreitungen war die Polizei mit 350 Beamten im Einsatz. An den Autobahn-Abfahrten kontrollierten massive Polizeikräfte die anreisenden Gästefans.

Vorsorglich wurden die Energie-Anhänger kurz vor dem Stadion umgeleitet, um für ihre Sicherheit zu gewährleisten.

Als das Spiel um 19 Uhr begann, blieben die Cottbuser Ultras im Außenbereich hinter dem Gästeblock. Aus Protest! Knapp eine halbe Stunde später gingen die Anhänger geschlossen – nach Kontrolle – in den Fanblock.

Während des Spiels begann die Sicherungskräfte den Parkplatz mit den Gästeautos weiträumig auszuleuchten, um Straftaten vorzubeugen. An dieser Stelle war es beim letzten Aufeinandertreffen im September 2015 zu schweren Ausschreitungen gekommen.

Ordner müssen aufgebrachte Aue-Fans zurückhalten

Ordner müssen aufgebrachte Aue-Fans zurückhalten

Foto: Matthias Koch

Diesmal blieb es ruhiger - dennoch musste die Polizei in einigen Fällen einschreiten. Während der ersten Halbzeit bekam auf der Westtribüne ein Aue-Anhänger, offenbar aus den eigenen Fanreihen, einen unbekannten Gegenstand gegen den Kopf und musste behandelt werden.

Rettungskräfte brachten den Verletzten in ein Krankenhaus. Wer den Gegenstand geworfen hatte, ist bislang unklar. Polizeisprecher Rydzik: „Es wurden Ermittlungen wegen gefährlicher Körperverletzung aufgenommen.“

Nach der Partie wollten Beamte die Identität eines vermummten Cottbus-Fans feststellen, wobei der Tatverdächtige Widerstand leistete. „Ein Polizist erlitt leichte Verletzungen, blieb jedoch dienstfähig“, so Polizeisprecher Rydzik. Außerdem hatte sich ein Aue-Fan wegen des Verwendens von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen strafbar gemacht.

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