Aufräumen im „Zombieland“: Drogen-Hochburg fällt! Polizei stürmt Bahnhofsviertel | Politik

24.09.2025 - Çarşamba 11:27

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Frankfurt – Mit Blaulicht, Spürhunden und Schutzwesten rückten am Dienstagabend 120 Beamte ins berüchtigte Frankfurter Bahnhofsviertel aus. Ziel: Groß-Razzia in der Drogenszene. Gesucht wurden Todes-Drogen – Crack und hochgefährliches Fentanyl.

Zwischen heruntergekommenen Häuserfassaden, fixenden Junkies und zwielichtigen Gestalten begann ein harter Schlag gegen das Drogen-Elend, das sich in den Gassen um den Hauptbahnhof täglich abspielt.

Begleitet wurde die Razzia von Hessens Innenminister Roman Poseck (55, CDU). Er sagt: „Das Viertel soll seine bundesweite Sogwirkung als Kriminalitätshotspot und für Drogentouristen Stück für Stück verlieren.“

An der Holzwand stehend wurden die Verdächtigen gegenüber des Hauptbahnhofs auf Drogen durchsucht

An der Holzwand stehend wurden die Verdächtigen gegenüber des Hauptbahnhofs auf Drogen durchsucht

Foto: Reinhard Roskaritz

Personalien wurden aufgenommen, verdächtige Taschen kontrolliert

Personalien wurden aufgenommen, verdächtige Taschen kontrolliert

Foto: Reinhard Roskaritz

Um 19.30 Uhr donnerten Dutzende Polizei-Vans und mehr als eine Hundertschaft Beamte ins Drogen- und Rotlichtviertel. Es ist die 16. Razzia in diesem Jahr. Allein im September wurden mehr als 350 Strafanzeigen – 84 wegen Drogenhandels – knapp 100 Festnahmen, 35 Verstöße in der Waffenverbotszone festgestellt und knapp 20 Haftbefehle vollstreckt.

Poseck: „Die Polizei zeigt, dass sich Straftäter in unseren Innenstädten nicht sicher fühlen können. Wir dulden keine rechtsfreien Räume und halten den Kontrolldruck hoch.“

Hessens Innenminister Roman Poseck (55, CDU) begleitete die Groß-Razzia im Bahnhofsviertel

Hessens Innenminister Roman Poseck (55, CDU) begleitete die Groß-Razzia im Bahnhofsviertel

Foto: Reinhard Roskaritz

Festnahme: Ein Drogen-Krimineller wird von der Polizei festgenommen

Festnahme: Ein Drogen-Krimineller wird von der Polizei festgenommen

Foto: Reinhard Roskaritz

Stundenlang durchkämmten die Polizisten am Dienstabend die Drogen-Straßen. Am Kaisersack wurden die Verdächtigen in einer Reihe aufgestellt, alle durchsucht, Pässe kontrolliert und durch den Polizei-Computer gejagt. Handschellen im Dauer-Einsatz.

Das Aggressions-Potential bei Dealern und Drogenkranken war hoch: Beleidigungen in verschiedenen Sprachen. Andere kooperierten widerwillig.

Hintergrund: Die Zustände im Bahnhofsviertel wurden seit Corona immer dramatischer. Die Stadt Frankfurt dagegen kommt mit wirren Ideen um die Ecke, und will ua. für die Junkies regengeschützte Sitzplätze und ein Crack-Zentrum als Ruhe-Haus bauen, statt das Viertel aufzuwerten.

US-Firmen warnen zudem ihre Mitarbeiter, hier durchzugehen. Überall liegen Junkies, greifen immer öfter im Crack-Wahn Menschen an. Sogar vor der nahen Grundschule liegen benutzte Spritzen und Kondome! Trauriger Höhepunkt war, dass britische Zeitungen vor der EM vergangenes Jahr vor Frankfurt warnten, das Bahnhofsviertel als „Zombieland“ bezeichneten.

Erst vor einigen Wochen ist ein Drogenkranker mit einer Softair-Maschinenpistole durch das Bahnhofsviertel gelaufen und hat auf Autofahrer gezielt.

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