„Aufstand der Anständigen“: Demos für AfD-Brandmauer, aber keine gegen Judenhass? | Politik

04.02.2025 - Salı 07:15

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Hunderttausende strömen in ganz Deutschland auf die Straße, um gegen Rechtsextremismus und für die Brandmauer zur AfD zu demonstrieren.

Unter dem Motto „Aufstand der Anständigen“ versammelten sich am Sonntag allein in Berlin 250.000 Protestler gegen eine mögliche Zusammenarbeit von CDU-Chef Friedrich Merz (69) und der Rechtsaußen-Partei AfD zusammen. Es waren beeindruckende Bilder.

Aber: Solidarität mit Israel und den von den Hamas-Terroristen verschleppten Geiseln waren auf der Demo offenbar nicht bei allen gern gesehen.

FDP-Politikerin Karoline Preisler war selbst beim „Aufstand der Anständigen“ dabei. In der Hand hielt sie ein Foto des von der Hamas entführten Babys Kfir und dessen ebenfalls verschleppter Mutter. Dafür hatten einige „Anständige“ offenbar kein Verständnis. Preisler erklärte auf X: „Ich wünschte, die Antisemiten auf der Demo würden auf die Redner hören und tolerant sein. Doch ich habe jetzt wiederholt meinen Standort wechseln müssen.“

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Preisler demonstriert, manchmal auch alleine, regelmäßig gegen Aufmärsche von Israel-Hassern und Judenfeinden in Berlin. Oft muss sie dabei von mehreren Polizeibeamten geschützt werden. Sie berichtete BILD in der Vergangenheit von den Drohungen, die sie erhielt: „Wir bringen dich um“, „Dich müsste man vergewaltigen“, schrien ihr Menschen auf Demonstrationen ins Gesicht.

Schilder in der Hand, Mut im Herzen: Karoline Preisler auf einer Anti-Israel-Demonstration vergangene Woche in Berlin. Sie hält ein Foto von der ermordeten Shani Louk hoch und muss von Polizisten geschützt werden

Schilder in der Hand, Mut im Herzen: Karoline Preisler auf einer Anti-Israel-Demonstration vergangene Woche in Berlin. Sie hält ein Foto von der ermordeten Shani Louk hoch und muss von Polizisten geschützt werden

Foto: Florian Boillot

Am Abend vor den bundesweiten Demos für die Brandmauer zieht durch die Hauptstadt ein hasserfüllter Mob und ruft dabei sogar zum Mord an Juden auf! „Wer eine Waffe“ habe, „soll damit Juden erschießen oder sie der Hamas übergeben!“ Übelste antisemitische Hetze mitten in der Hauptstadt. Gegenprotest? Nur wenig.

Preisler redet Klartext: Der „Kampf gegen Rechtsextremismus ersetzt nicht den ebenfalls notwendigen Kampf gegen Antisemitismus und Islamismus.“

Die Israel-Hass-Demo begann am Samstagnachmittag in Berlin mit etwa 100 Personen, später wuchs sie auf 280 Teilnehmer an

Die Israel-Hass-Demo begann am Samstagnachmittag in Berlin mit etwa 100 Personen, später wuchs sie auf 280 Teilnehmer an

Foto: Anadolu via Getty Images

Es müsse an „allen Fronten“ gekämpft werden, wenn man „stabil demokratisch bleiben“ wolle, so Preisler. „Sie rufen ständig ‚Tod den Juden‘. Wo ist die Großdemo dagegen? Wo?“

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