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Bayern: Aslyzahlen sinken um fast 60 Prozent | Politik
01.08.2025 - Cuma 12:49
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München – Die Asylzahlen in Bayern gehen drastisch zurück. 6785 neue Anträge meldet die bayerische Staatsregierung für das erste Halbjahr 2025. Das ist ein Rückgang um 57 Prozent, verglichen mit dem ersten Halbjahr 2024.
„Die Migrationswende ist in Bayern angekommen. Das Motto lautet: Weniger rein, weniger raus“, sagte Ministerpräsident Markus Söder (58, CSU) bei der Vorstellung der Zahlen am Donnerstag.
Im ersten Halbjahr 2023 hatten noch 17.577 Menschen in Bayern Asyl beantragt. Im ersten Halbjahr 2024 waren es 15.744 – das war ein Rückgang um 10 Prozent. Jetzt der neue Tiefststand. Besonders stark sei der Rückgang bei Syrern (minus 61 Prozent) und Afghanen (minus 63 Prozent). Hält der Trend an, wird das Jahr 2025 die niedrigsten Asylzahlen in Bayern ergeben seit 2015 – dem Jahr, in dem die Migrationskrise begann.
Ministerpräsident Markus Söder gab die neuen Migrationszahlen bekannt
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Gleichzeitig haben deutlich mehr Menschen Bayern verlassen, als aus Asylgründen neu angekommen sind. „Es haben mehr Menschen Bayern verlassen, als nach Bayern gekommen sind“, sagte Söder.
In Zahlen: Im ersten Halbjahr 2025 verließen 7562 Asylbewerber Bayern freiwillig (gleicher Zeitraum Vorjahr: 6979). 1788 wurden in der gleichen Zeit abgeschoben (Vorjahr 1400). „Von den Abgeschobenen waren 38 Prozent Straftäter“, sagt Axel Ströhlein, Präsident des Landesamts für Migration.
► Söder: „Die Bezahlkarte hat einen ganz entscheidenden Anteil daran. Deshalb fordern wir jetzt eine bundeseinheitliche Lösung. Ein löchriges System bringt nichts.“ In vielen anderen Bundesländern ist die Bezahlkarte derzeit nicht in allen Städten oder Landkreisen gültig.
Gleichzeitig sagte Söder: „Deshalb auch unsere Forderung: Gesetzlich den Kartentausch verbieten, der von vielen NGOs angeboten wird.“
[-->Durch die sinkenden Ankunftszahlen und die steigenden Ausreisezahlen ergebe sich eine Entlastung bei den Unterkünften, berichtete Innenminister Joachim Herrmann (68, CSU). „Wir hatten Ende 2024 in Bayern 138.000 untergebrachte Personen“, sagte er. „Zum 30. Juni waren es noch 128.800 Personen.“
Diese Zahl liegt allerdings noch knapp über der von 2023. Damals mussten 127.800 Migranten in Bayern untergebracht werden. Trotzdem stellte Herrmann erleichtert fest: Bayern könne jetzt besonders teure Unterkünfte aufgeben. Söder: „Die Belastung der Kommunen ist allerdings immer noch immens hoch.“
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