Bei Facebook und WhatsApp: Miese Betrugsmasche mit SPD-Politiker | Politik

26.07.2025 - Cumartesi 00:56

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Hamburg - Vorsicht: Im Netz kursiert jetzt eine neue hinterhältige Betrugsmasche mit Fake-Profilen von Promis, um Followern das Geld aus der Tasche zu ziehen. Aktuell wird dazu der gute Name eines wichtigen SPD-Politikers missbraucht.

Das Opfer: Hamburgs Finanzsenator Andreas Dressel (SPD). Unbekannte haben bei Facebook ein gefälschtes Profil des Sozialdemokraten installiert. Von dort werden arglose User auch zu einer WhatsApp-Gruppe geleitet, wo sie für vermeintliche Finanztipps des Senators bezahlen sollen.

Der Politiker zu BILD: „Follower von mir haben mich auf den Fake-Account aufmerksam gemacht und mir Screenshots geschickt. Auch dazu, dass noch eine WhatsApp-Gruppe mit Anlage-Tipps dahinterhängt. Mehrere Follower und ich haben das gemeldet.“

Finanztipps vom Finanzsenator, der auch noch Jurist ist – das klingt erst mal sehr vertrauenswürdig. Doch Fakt ist: Wer dort Mitglied wird, riskiert die Sicherheit seiner mobilen Accounts und Daten! Es droht Betrug.

Hier warnt Andreas Dressel bei Facebook vor falschen Accounts in seinem Namen

Hier warnt Andreas Dressel bei Facebook vor falschen Accounts in seinem Namen

Foto: Andreas Dressel/Facebook

Dressel ist wütend auf den Konzern Meta (ihm gehören Facebook, WhatsApp und Instagram). Bisher sei trotz Meldung nichts gelöscht worden: „So geht es nicht! Wenn sich übers Wochenende nichts tut, werde ich Strafanzeige erstatten.“

Darum warnt er über seine Accounts mögliche Nutzer vor den Risiken, schreibt: „Der Account „Dresseli.Andreas“ ist NICHT von mir, sondern ein Fake-Profil. Ich gebe logischerweise auch KEINE Anlage-Tipps über eine WhatsApp-Gruppe.“

Doch was ist der konkrete Sinn hinter solchen Versuchen, Identitäten zu stehlen?

Kürzlich sprach Prof. Marcel Fratzscher (54), Präsident des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung, im ARD-Magazin „Update Wirtschaft“ über das Thema.

In Fratzschers Namen wurden demnach rund 20 Fake-Profile auf verschiedenen Plattformen (u. a. Instagram, X) erstellt. Der Experte sagt, es gehe darum, über das Standing und die Glaubwürdigkeit des jeweiligen Prominenten Vertrauen zu erschleichen: „Der Trick ist immer der Gleiche.“

Erst würden einige echte Posts des Promis kopiert, dann würden User in eine WhatsApp-Gruppe gelockt. Dort soll es dann gegen Gebühr heiße Investment-Tipps geben.

Doch wer zahlt, ist der Gelackmeierte!

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