Bei Gala-Dinner: Trump erklärt Saudi-Arabien zu wichtigem Verbündeten | Politik

19.11.2025 - Çarşamba 05:33

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Washington (USA) – Er rollte den roten Teppich für ihn aus, ließ zur Begrüßung eine Kampfjet-Staffel für ihn fliegen, nannte ihn einen „guten Freund“ und „phänomenal“ – doch damit nicht genug der Ehre von US-Präsident Donald Trump für den umstrittenen saudischen Kronprinzen. Als „Dessert“ beim edlen Abendessen im Weißen Haus servierte er seinem Besucher ein klares Bekenntnis für eine engere Zusammenarbeit.

„Ich freue mich, heute Abend bekanntgeben zu können, dass wir unsere militärische Zusammenarbeit auf eine noch höhere Ebene heben, indem wir Saudi-Arabien offiziell als wichtigen Nicht-Nato-Verbündeten einstufen“, sagte der 79-Jährige beim Abendessen im East Room des Weißen Hauses. Bislang haben nur 19 Länder diesen Status.

Der Kronprinz, der US-Präsident und die US-First-Lady (v.l.) schreiten am Dienstagabend zum Dinner

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Foto: Alex Brandon/AP/dpa

Die Zeichen stehen weiter auf Versöhnung mit Trump: Auch Elon Musk war zum Abendessen geladen

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Foto: Tom Brenner/REUTERS

US-Präsident erklärt Saudi-Prinz für unschuldig

Der Besuch von Mohammed bin Salman in Washington wird kontrovers diskutiert. Dennoch machte Trump klar: Er setzt auf gute Beziehungen zu Saudi-Arabien. Die Ermordung des saudi-arabischen Journalisten Jamal Khashoggi (59) vor rund sieben Jahren – damit habe der Prinz nichts zu tun, spielte Trump um den Mord des Regime-Kritikers herunter.

Zur Frage eines Reporters zu Khashoggi sagte er im Weißen Haus: „Die Person, die Sie ansprechen, war sehr umstritten. Viele mochten diesen Mann nicht. Ob man ihn mochte oder nicht, Dinge passieren. Aber er (der Kronprinz, d. Red.) wusste nichts davon. Damit können wir es bewenden lassen.“

Damit widersprach Donald Trump u.a. einem Bericht des US-Geheimdienstes, der den Kronprinzen als Genehmiger des Mordes am 2. Oktober 2018 im saudi-arabischen Konsulat in Istanbul sieht. Saudi-Arabien dementierte die Vorwürfe. Das Khashoggi-Verbrechen führte weltweit zu Empörung und belastete die Beziehungen Saudi-Arabiens zu westlichen Staaten, darunter den USA, erheblich.

Hier im Live-Stream: Trump trifft Ronaldo

Quelle: BILD

Kampfjet-Wende von Trump

Obendrein billigte der US-Präsident nach Angaben des Weißen Hauses am Dienstag den Verkauf von modernsten F-35-Kampfjets an Saudi-Arabien – ein Kurswechsel. Und das trotz Bedenken von Israel, das bisher als einziges Land im Nahen Osten die Hightech-Flieger beziehen darf.

▶︎ Trump versucht außerdem, Saudi-Arabien zum Beitritt der sogenannten Abraham-Abkommen zu bewegen – eine Reihe von Vereinbarungen für eine Normalisierung der Beziehungen zwischen Israel und mehreren arabischen Staaten. Der Kronprinz dazu im Weißen Haus: „Wir wollen Teil der Abraham-Abkommen sein, aber wir wollen auch sicherstellen, dass wir einen klaren Weg zu einer Zwei-Staaten-Lösung (Gründung eines palästinensischen Staates, die Red.) ebnen.“

Außerdem verkündete Mohammed bin Salman, dass seine Nation eine Billion Dollar in den USA investieren wolle, anstatt der bisher versprochenen 600 Milliarden. „Saudi-Arabien glaubt an die Zukunft Amerikas“, umgarnte er Trump.

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