Beim Werder-Testspiel: Preußen-Premiere für die Island-Latte | Sport

04.09.2024 - Çarşamba 17:34

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Hildmann lässt den Riesen los…

Beim Werder-Testspiel. Preußen-Premiere für die Island-Latte!

Die Fans sind da, wenn ihre „Adler“ rufen. Für das Testspiel am Donnerstag (5.9./18 Uhr) gegen Bundesligist Bremen waren tags zuvor schon weit über 3000 Tickets abgesetzt. Klasse Kulisse im Stadion an der Hammer Straße garantiert!

Viele der Zuschauer sind natürlich neugierig auf Sturm-Zugang Hólmbert Aron Fridjónsson (31/zuletzt Holstein Kiel), der seine ersten Einsatzminuten im schwarz-weiß-grünen Trikot mit der „19“ erhalten wird.

Der baumlange Isländer (1, 96 m), erst vor sechs Tagen fest verpflichtet, ist als Zielspieler fürs Angriffszentrum vorgesehen. Soll dort Bälle festmachen und Flanken sowie weite Einwürfe – der „Spezialisten“ Torge Paetow (39) oder Marc Lorenz (36) – möglichst per Kopf im gegnerischen Netz versenken.

Als Zielspieler im Angriffszentrum soll Hólmbert Aron Fridjónsson künftig bei Preußen die Bälle festmachen

Als Zielspieler im Angriffszentrum soll Hólmbert Aron Fridjónsson künftig bei Preußen die Bälle festmachen

Foto: Jan Fromme/firo Sportphoto

„Berti“, wie Fridjónsson von allen gerufen wird, spricht zwar ausschließlich Englisch, versteht aber zumindest Deutsch. Und hat sich nach nur wenigen Trainingseinheiten prima in sein neues Team integriert. Chefcoach Sascha Hildmann (52) zufrieden: „Ein netter Kerl, er macht sich gut, sorgt für Spaß.“

Und hoffentlich auch für Tore…

Denn damit taten sich die Preußen im bisherigen Zweitliga-Verlauf bekanntlich noch sehr schwer. Nur zwei Treffer in vier Spielen, obwohl sie in der Tabelle der „Expexted-Goals“ (Anzahl der aussichtsreichen Torschüsse) mit 65 hinter Spitzenreiter Fortuna Düsseldorf (78) den zweiten Platz belegen.

Während „Riese Berti“ – er ist der größte aller Zweitliga-Stürmer – sein Debüt feiert, muss Hildmann auf zwei andere Akteure verzichten. So ist der offensive Andràs Németh(21) mit einer Kapselverletzung im Fuß – zugezogen in der Partie bei seinem Ex-Club Hamburger SV (1:4) – für einige Tage außer Gefecht. Doch rechtzeitig zum nächsten Liga-Spiel daheim gegen den SC Paderborn (Fr./13.9./18:30 Uhr) soll der ungarische Nationalspieler auf den Rasen zurückkehren.

Preußen-Keeper Morten Behrens (r.), neben ihm Team-Kollege Thorben Deters (l.), muss mit einem Sehnenriss im Finger mehrere Wochen pausieren

Preußen-Keeper Morten Behrens (r.), neben ihm Team-Kollege Thorben Deters (l.), muss mit einem Sehnenriss im Finger mehrere Wochen pausieren

Foto: Jan Fromme/ firo Sportphoto

Dagegen droht Keeper Morten Behrens (27) eine längere Auszeit. Der ehemalige Darmstädter, aktuell hinter Johannes „Jojo“ Schenk (21) Münsters Nummer 2, zog sich im Training einen Sehnenriss im Finger zu. Was eine Zwangspause von vier bis fünf Wochen nach sich ziehen dürfte. Für ihn rückt Nachwuchstalent Marian Kirsch (20/kam von Dortmunds U23) auf die Bank. Der junge „Schnapper“ misst übrigens genau wie Fridjónsson stolze 1,96 Meter…

Sport-Geschäftsführer Ole Kittner (36) ist gespannt auf das Kräftemessen mit Werder: „Die Bremer müssen nicht ganz so viele Spieler für Nationalmannschaften abstellen, werden deshalb sicherlich mit einer attraktiven Truppe anreisen.“

Sowie mit Peter Niemeyer (40). Der Kittner-Vorgänger und Architekt des Preußen-Aufschwungs kehrt erstmals seit seinem Dienstantritt als Leiter der Lizenz-Abteilung vor 67 Tagen bei den Hanseaten an seine frühere Wirkungsstätte zurück. Niemeyer, „Ich freue mich darauf, die ehemaligen Mitstreiter wiederzusehen. Natürlich wird‘s ein besonderer Abend für mich.“ An dem er definitiv mit großem Beifall empfangen wird...

Am Ende lässt er es rausEx-Darmstadt-Trainer kämpft mit den Tränen

Quelle: YouTube SV Darmstadt 98

Abgesehen vom laschen Pokal-0:5 gegen den Vizemeister VfB Stuttgart fand er die bisherigen Sieglos-Auftritte der „Adlerträger“ in der 2. Liga – so weit er sie verfolgen konnte – durchaus Mut machend. Niemeyer: „Ich bin überzeugt davon, dass sie die Anpassungsprobleme schnell in den Griff bekommen. Wichtig ist nur, weiter die Ruhe zu bewahren.“

Seine ersten neun Wochen in Bremen hat er als sehr intensiv empfunden – und genossen: „Alles ist größer. Etwa die mediale Wucht, die auf der Mannschaft und dem Verein lastet.“ Aber auch die eigenen Arbeitsläufe unterscheiden sich. In Münster hatte er in vielen Dingen das letzte Wort. Niemeyer: „Bei Werder müssen mehr Absprachen erfolgen und viele Rädchen ineinandergreifen, damit es passt.“

Jetzt bei Werder Bremen in Amt und Würden: Preußens Ex-Geschäftsführer Sport, Peter Niemeyer, kehrt am Donnerstag nach Münster zurück

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Foto: Marco Steinbrenner/DeFodi Images

Seine Familie wohnt nach wie vor in Gimbte, weshalb er – wenn’s die knappe Zeit zulässt – über die Stau-trächtige Autobahn 1 pendelt. Rund 170 Kilometer pro Weg. Doch nach Ende der Transferphase wird‘s jetzt vielleicht etwas ruhiger für Niemeyer. Sodass er häufiger nach Münster kommt. Nicht nur, wenn Werder hier ein Testspiel bestreitet.

● Die Kartenpreise für das Duell mit dem Erstligisten: 15 Euro kostet der Tribünenplatz (10 Euro ermäßigt). Den Steher gibt‘s für einen Zehner (5 Euro ermäßigt. Die Stadion-Tore an der Hammer Straße öffnen ab 16.30 Uhr.

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