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Bier: Warum die Bierbrauer absaufen – und was Putin damit zu tun hat | Politik
12.06.2025 - Perşembe 00:14
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München - Es ist eine herbe Delle für die einst so stolzen Braukessel Deutschlands. In der aktuellen Rangliste der 40 größten Bierhersteller zeigt sich: Deutsche Brauereien saufen immer mehr ab.
Die Zahlen des weltgrößten Hopfenhändlers BarthHaas sprechen eine deutliche Sprache: 2024 produzierten die Top-40-Brauereien weltweit knapp 164 Milliarden Liter Bier – ein leichter Rückgang um 0,6 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Doch was für den Weltmarkt ein kaum spürbares Minus ist, wiegt für deutsche Brauereien schwer. Sechs von ihnen finden sich zwar noch in der Liste, aber fast alle rutschten ab. Nur die Bitburger Braugruppe konnte ein Plus von 1,5 Prozent erzielen, die TCB Beteiligungsgesellschaft (dazu gehören etwa die Brauereien Feldschlößchen in Dresden und Gilde in Hannover) konnten ihren Bierausstoß konstant halten.
Andere Brauereien kämpfen mit bitteren Zahlen: Die Paulaner Gruppe schnitt mit einem Minus von 0,6 Prozent ab. Die Platzhirsche Radeberger und Krombacher verloren je 1,4 Prozent, Oettinger gar dramatische 12 Prozent.
Russlands Bier-Konzerne steigen auf
Ein Grund für das Abrutschen liegt ausgerechnet in Russland: Der russische Markt wurde nach Verstaatlichungen neu aufgestellt. Mit Baltika, das zu Carlsberg gehörte, kehrt die größte Brauerei Russlands zurück ins Ranking mit Platz 12, die OPH Vereinigte Brauereien, einst Teil von Heineken, folgt auf Platz 24 – beides ehemals westlich gesteuerte Konzerne, die nun unabhängig agieren und mit Macht aufsteigen.
Russlands Präsident Wladimir Putin (72) ließ die größten Brauereien verstaatlichen
Die Folge: In den Top 40 spielen deutsche Namen kaum noch eine Rolle. Mit 1,04 Milliarden Litern kommt die Radeberger Gruppe, zu der neben der gleichnamigen Marke u.a. Jever, DAB, Berliner Pilsner und Sternburg gehören, auf Platz 23 (Vorjahr 22). Es folgen TCB auf Platz 28 (26), Oettinger auf 30 (25), Paulaner auf 31 (29), Krombacher auf 32 (31) und Bitburger auf 33 (32). Zum Vergleich: Die weltweite Nummer eins, AB InBev, zu der in Deutschland unter anderem Beck's gehört, braute knapp 50 Milliarden Liter.
Und der Abwärtstrend ist nicht neu: Schon seit Jahren schrumpft der deutsche Biermarkt – dem globalen Bierdurst zum Trotz. Der einstige Export- und Braumeister des Gerstensafts droht endgültig abgehängt zu werden.
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