BILD-Interview: Sind Sie Deutschlands nächster Außenminister, Herr Laschet? | Politik

28.03.2025 - Cuma 11:45

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Er wird als neuer Außenminister gehandelt, ist im Duell mit Olaf Scholz (SPD) Kanzlerkandidat der Union gewesen und ehemaliger NRW-Ministerpräsident.

▶︎ Armin Laschet machte sich zuletzt als Außenpolitiker mit Fokus auf den Nahost-Konflikt einen Namen, hat beste Verbindungen unter anderem nach Israel und in die Vereinigten Arabischen Emirate. Zuletzt reiste er mit Außenministerin Annalena Baerbock (Grüne) nach Syrien. Er könnte den Krisenherd Nahost bearbeiten, während Merz sich den USA, Russland und Europa widmet.

BILD-Vize Paul Ronzheimer spricht in seinem Podcast mit Laschet ...

... über den Posten des Außenministers

Hätten Sie Lust auf den Job?

Laschet: „Also ich mache eigentlich, seit ich politisch tätig bin, Außenpolitik. Ich habe damals im Bonner Bundestag angefangen, mit Helmut Kohl, und da hat der uns Jungen damals gesagt: ‚Ihr müsst Außenpolitik machen‘. Das war ungewöhnlich, weil normalerweise war das etwas für ältere Kollegen. Aber: „Ob wir das Auswärtige Amt kriegen, ist ja offen. Das ist seit 60 Jahren nicht mehr von der CDU besetzt worden.“

... die Vergabe von Ministerposten

Laschet: „Diese Personalfragen – das findet statt in der letzten Nacht. Und da gibt es manchmal auch ganz traurige Überraschungen. Ich erinnere mich daran, wie Angela Merkel Thomas de Maizière quasi verloren hatte, weil das Ressort plötzlich wechselte und er dann nicht mehr Minister sein konnte. Er war mit ihr eng befreundet. Aber in die Konstellation passte das dann nicht mehr.“

Altkanzlerin Angela Merkel und Thomas de Maiziere (beide CDU) im Jahr 2015

Altkanzlerin Angela Merkel und Thomas de Maizière (beide CDU) im Jahr 2015

Foto: REUTERS

... Beziehungen zu Russland

Laschet: „Ein Außenminister und auch ein Regierungschef muss mit jedem reden. Das ist gerade das Kunststück von Außenpolitik. Dreiviertel der Mitglieder der UN-Vollversammlung sind Diktaturen autoritärer Herrscher. Aber mit jedem muss man reden und gemeinsame Lösungen finden.“

Teaser-Bild

Foto: Niels Starnick/BILD

Und weiter: „Ich habe nie ein romantisiertes Verhältnis zu Russland gehabt. Also, ich bin ein Kind des Kalten Krieges. Mir war damals die alte Sowjetunion immer schon bewusst als eine Macht, die uns auch imperial bedrohte.“

... Russen-Gas

Laschet: „Man hätte damals jedem erklären müssen: ‚Also, wir kaufen jetzt das vierfach teurere Gas, was umweltschädlicher hergestellt wird, um die Abhängigkeit zu Russland zu minimieren.‘ Dafür hätte es, glaube ich, kaum Verständnis gegeben in der Zeit vor dem Angriffskrieg. So bedauerlich das auch ist.“

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